Superstars V8 Racing

Superstars V8 Racing

Publisher: Codemasters
Entwicklerstudio: Milestone Interactive
Genre: Racing
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 26.06.2009
USK 0

Superstars V8 Racing   05.08.2009 von DeWerni

Hier kommt das nächste Racegame aus der Milestone-Spieleschmiede. Nach SBK 09 erwartet euch hier ein Racer, in dem ihr auch hinters Steuer bekannter Boliden von Audi, BMW und Jaguar klettern könnt, um eure fahrerischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Ob es das Ganze wert ist, erfahrt ihr hier…
 
Mit Superstars V8 Racing bringt Codemasters nach einigen früheren Spitzentiteln des Racing-Genres wie beispielsweise Racedriver GRID und auch das erst vor kurzem erschienene SBK ’09 das nächste lizenzierte Rennspiel auf den Markt. Dabei ist dieses Mal eine aufstrebende italienische Tourenwagen-Rennserie umgesetzt worden, die erst 2004 gegründet wurde und allerdings gerade hierzulande bisher kaum Aufsehen und Bekanntheit erlangt hat. Trotz alledem lassen sich einige Hersteller nicht lumpen. Mit von der Partie sind immerhin einige Boliden von Audi, BMW, Chevrolet oder Jaguar, die wir auch im Spiel an sich zur Fahrt angeboten bekommen. Des Weiteren wurden einige viele Rennstrecken in das Spiel integriert, unter anderem ein paar bekanntere wie Mugello oder Imola, die man auch aus anderen Rennserien kennt.

Gameplay
Das Gameplay von Superstars V8 Racing kann leider nicht wirklich überzeugen, dazu gibt es zu viele Mängel, die im Folgenden kurz angesprochen werden. Meist handelt es sich dabei um Kleinigkeiten, die als einzelner Mangel relativ unproblematisch sind, jedoch ist es bei diesem Game so, dass die Menge der Mängel schon etwas Einfluss auf die generelle Spielbarkeit und vor allem auch die Atmosphäre des kompletten Spiels haben. Zum einen muss man kurz die teilweise recht lieblose Umgebung ansprechen. Die Rennstrecken und deren Umgebung wirken schon hin und wieder sehr karg und nehmen einem so ein wenig die Lust an der Rennstrecke, obwohl diese an sich sogar recht gut umgesetzt wurden. Diesen Effekt mag die Tatsache verstärken, dass um diesen Mangel etwas zu vertuschen, ein Weichzeichner integriert wurde. Dieser kaschiert ein paar nicht vorhandene Details und sieht auch gut aus, er kann allerdings nicht unbedingt etwas an der Situation ändern.

Was bei diesem Rennspiel sehr gut rüberkommt, ist das Geschwindigkeitsgefühl. Man hat deswegen fast jederzeit das Gefühl, sich im grenzwertigen Bereich zu bewegen, und so auch alles aus dem Auto herauszuholen.

Was allerdings nicht so gut umgesetzt ist, ist die Steuerung an sich und das Gefühl für den Bremspunkt. Ich bin eigentlich absoluter Fanatiker und spiele fast jedes Rennspiel, wenn es einigermaßen Spaß macht, allerdings bin ich mit der Lenkung und dem Bremspunkt eine ganze Weile nicht zurecht gekommen. Da muss man schon eine ganze Weile üben und trainieren, bis man schließlich fast blind den richtigen Bremspunkt und den richtigen Einlenkpunkt erwischt. Das ging bei anderen Spielen schon besser von der Hand.

Ein weiterer Punkt, der nicht unerwähnt bleiben sollte, ist zum Einen positiv zum Anderen aber negativ zu sehen. Es geht um das Thema Kollisionen. Positiv ist zunächst, dass in dem Spiel ein komplettes Schadensmodell bis hin zur Simulation der Reifenabnutzung integriert wurde. Negativ hierbei sind die Kollisionen an sich. Diese sind vom Gefühl her teilweise eher mit dem Rammen von Autoskootern als mit realen Autos gleichzusetzen. So passiert es auch des Öfteren, dass der Computergegner oder auch der menschliche Gegner gerne mal die Chance nutzen und einen so richtig von der Strecke zu schießen. Naja, viel passieren tut dabei ja nicht, aber die Autos hüpfen dann ganz schön gut weg. Schade, da wäre mehr drin gewesen.

Als Spielmodi bietet Superstars V8 Racing zum Einen die typischen Sachen wie ein schnelles Rennen oder das Trainieren einzelner Kurse mit verschiedenen Autos, zum Anderen dürfen aber auch die Modi Rennwochenende oder Meisterschaft natürlich nicht fehlen. Zum Trainieren bleibt noch zu sagen, dass man hierbei schön die einzelnen Detaileinstellungen der Autos testen könnt, um für die gewählte Strecke die optimale Einstellung zu finden. Alle Einstellungen werden euch im Einstellungsmenü ausreichend erläutert und deren Auswirkungen gut erklärt. Das Rennwochenende besteht wie auch bei den meisten anderen Rennserien aus 1. und 2. freien Training, einer Qualifying-Session und dem Rennen an sich. Bei den freien Trainings geht es darum das optimale Setup zu finden, im Qualifying wird die Startreihenfolge bestimmt. Der Modus Meisterschaft entspricht im Großen und Ganzen dem eines Rennwochenendes, außer dass ihr zehn verschiedenen Rennwochenenden absolvieren müsst.

Für die Rennplatzierungen bekommt ihr Punkte, derjenige Fahrer, der am Ende die meisten hat, gewinnt die Meisterschaft. Weitere Modi, wie zum Beispiel ein wünschenswerter Karrieremodus sucht ihr leider vergebens. Einen zusätzlichen Modus gibt es aber dennoch: Superstars Lizenzen. Hinter diesem Modus verstecken sich einige Herausforderungen, die ihr auf der Strecke meistern müsst, darunter beispielsweise Eins-gegen-Eins-Duelle oder ihr müsst einen Streckenabschnitt in einer bestimmten Zeit durchfahren. Insgesamt warten immerhin 20 Herausforderungen auf euch, die ihr in verschiedenen Bewertungen (Gold, Silber, Bronze und Platin) bestehen könnt. Damit könnt ihr dann kleine Boni wie Bilder oder Videos zum Spiel freischalten. Leider werden die vorhandenen Spielmodi schnell langweilig. Schade, dass man sich nicht um einen Karrieremodus bemüht hat, dieser hätte dem Spiel sicherlich mehr Leben und damit garantiert auch eine bessere Bewertung eingebracht.

Nun bleiben noch ein paar Worte zum Mehrspielermodus zu sagen. Zunächst einmal ist ein Multiplayerspiel an einer Konsole leider nicht vorgesehen und damit auch nicht integriert. Euch bleibt also nur die Xbox-Live-Plattform, um euch mit anderen menschlichen Spielern zu messen. Allerdings ist hier das Problem, dass ich das Ganze nicht wirklich testen konnte, da ich während der Testphase keinen einzigen anderen Spieler zu Gesicht bekam, leider. Was zum
Online-Modus noch zu sagen bleibt, ist dass auch hier etwas Lieblosigkeit herrscht. Man kann online nur Einzelrennen fahren. Onlinemeisterschaften oder ähnliches gibt es leider nicht. Irgendwie wird man das Gefühl während des ganzen Tests nicht los, dass das Spiel hier unbedingt schnell auf den Markt gebracht werden musste. Ein wenig zusätzliche Entwicklungszeit und damit weitere zusätzlich integrierte Features hätten dem Spiel gut getan.

Grafik und Sound
Leider bleibt zur Grafik und Soundumsetzung des Spiels nicht sehr viel zu sagen. Die Grafik ist zwar optisch ganz gut gemacht, erreicht aber nie den Detailreichtum einiger Konkurrenzprodukte wie Racedriver GRID oder Forza Motorsport 2. Dieser Mangel wird versucht, mit einer Art Verwascheffekt etwas entgegenzuwirken und ihn zu vertuschen. Dies klappt leider nur bedingt. Die Rennstrecken bzw. auch gerade deren Umfeld sieht doch leider oft sehr trist und lieblos aus. Auch die Zuschauer winken jubeln eher wie Pappkameraden als wie echte Fans. Die Soundeffekte und die musikalische Untermalung des Games ist in Ordnung, kann aber auch leider nicht wirklich überzeugen. Der Soundtrack wirkt des Öfteren doch eher eintönig.

Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Mich kann Superstars V8 Racing leider nicht überzeugen. Die Grafik ist gut, aber nicht so detailreich wie einige Konkurrenzprodukte, die Fahrphysik ist nicht immer ganz sinnvoll, es existiert keine Cockpitansicht und das Kollisionssystem ähnelt manchmal eher Zusammenstößen von Autoskootern als realen Autos. Für Rennspielfreaks bietet das Game zumindest kurzzeitige Unterhaltung, gerade durch die Integration vieler Lizenzen und einiger Rennstrecken. Sonst bleibt Superstars V8 Racing aber eher matt und ist für den Gelegenheitsspieler nicht zu empfehlen!


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positiv negativ
  • Volles Lizenzpaket der Rennserie
  • Integrierte Fahrhilfen (optional)
  • Verschiedene Wetter- und Witterungsbedingungen
  • Viele Setupeinstellungen
  • Teilweise schlechte Fahrphysik
  • Schlechte Kollisionsphysik
  • Keine Cockpitansicht
  • Eintönige Kulissen und
  • Langweilige Zuschauer





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