Sympathy For Delicious

Sympathy For Delicious

Originaltitel: Sympathy for Delicious
Genre: Drama
Regie: Mark Ruffalo
Hauptdarsteller: Orlando Bloom • Mark Ruffalo
Laufzeit: DVD (92 Min) • BD (96 Min)
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 16

Sympathy For Delicious   02.01.2014 von DeWerni

Von Zeit zu Zeit erreichen uns immer mal wieder einige Musikfilme, die durchaus mit Erfolg in unsere Wohnzimmer schneien. Bestes Beispiel aus dem letzten Jahr ist der Film Rock of Ages. Die Macher dieses Werks haben sich eine ordentliche Story ausgedacht, Orlando Bloom dafür gewonnen und sich an die Umsetzung gewagt. Herausgekommen dabei ist Sympathy for Delicious

 

DJ Delicious Dean – im normalen Leben Dean O’Dwyer (Christopher Thornton) genannt, hat es gerade richtig gebeutelt. Nach seinem Unfall bleibt er querschnittsgelähmt und kämpft permanent gegen die Mühen des Alltags. Da er zudem keinen Gig mehr als DJ bekommt, lebt er fortan in seinem Auto und schlägt sich bei den Ärmsten der Ärmsten durch. Pater Joe (Mark Ruffalo) ist derjenige Pfarrer vor Ort, der den Obdachlosen hilft und jüngst die Bekanntschaft von Delicious Dean gemacht hat. Er erlebt mit, wie er sich Tag für Tag krampfhaft durchschlägt. Doch eines Tages meint es das Schicksal wieder einmal gut mit ihm: Zum einen trifft er zufällig beim Vorscratchen auf Ariel Lee (Juliette Lewis), die auf der Suche nach einem DJ für die Band des berühmten Leadsängers The Stain (Orlando Bloom) ist. Zum anderen kommt es zu einem Wunder: Während eines Handgemenges zwischen Delicious und einem anderen Obdachlosen wird dieser durch die Berührung des DJs von seinem Leiden geheilt und kann plötzlich wieder gehen.

 

So scheint sich für Delicious Dean doch wieder alles zum Guten zu wenden. Nach dem Vorscratchen bei Ariels Band, bekommt er die Chance, sich an einem Abend im Rahmen eines Auftritts für die Band zu beweisen.  Auch Pater Joe meint es gut mit ihm. Da er Dean und seine Gabe durch Zufall ebenfalls beobachtet hat, möchte er diese im Rahmen seiner Stiftung für die Armen dieser Welt einsetzen. Plötzlich erlangt Dean Popularität, seine Heilgabe durch Handauflegen erlangt soweit Bekanntschaft, dass immer mehr und mehr kranke Menschen zu ihm kommen und ihn eines Tages gar das Fernsehen interviewen möchte. Während er sich selbst lieber der Musik hingibt, bezahlt ihn Pater Joe mit einem Hungerlohn. Doch plötzlich schlägt das Schicksal erneut zu. Dean erfährt durch Zufall, dass Pater Joe für seine Heilungsgabe Unsummen gespendet bekommt, sich ein gutes Leben macht, aber Dean selbst noch immer am Hungertuch nagt. Gleichzeitig promoted er seine Gabe als neues Bandmitglied im Rahmen der Show. So gelangt auch die Band an einen neuen Plattenvertrag und eine Menge Ruhm. Das Ganze geht solange gut, bis aufgrund seiner Gabe Ariel auf der Bühne stirbt. Auch wenn er mittlerweile finanziell auf sicheren Füßen steht, muss er nun mit der Situation eines Strafverfahrens rechnen. Wieder einmal scheint sich der Rest der Welt gegen ihn verschworen zu haben …

 

Bildergalerie von Sympathy For Delicious (8 Bilder)

Wird es Delicious Dean gelingen, seine Zweifler von seinen guten Absichten zu überzeugen? Kann er seine Gabe abschließend doch noch für gute Zwecke einsetzen? Was wird aus dem Pater und dem Strafverfahren gegen Dean?

 

Qualitativ liefert Koch Media, was man erwartet. Das Werk besteht meist aus sauberen und scharfen Bildern, die genügend Details aufzeigen. Das Niveau lässt lediglich in den dunkleren Einstellungen etwas nach. Die Farben sind authentisch, aber doch stilistisch hin und wieder etwas blass, was die Atmosphäre des Geschehens durchaus unterstützt. Der Schwarzwert geht gerade noch so in Ordnung, der Kontrast ist leider etwas zu steil gewählt. So überstrahlen die helleren Bereiche doch oftmals die dunkleren. Von der tontechnischen Seite weiß das Werk dann wieder zu überzeugen. Die Dialoge, die aufgrund des Genres den Hauptpart ausmachen, sind meist gut verständlich. In den Einstellungen, in denen es etwas rockiger zur Sache geht, vernimmt man allerdings auch, dass auch alle anderen Kanäle sehr gut und raumdynamisch verwendet werden. In Summe bekommt man hier kein technisches Highlight aber doch ein Werk auf solider Basis geliefert.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

So richtig überzeugen kann mich das Werk aus vielerlei Hinsicht nicht. Im Rahmen der Story werden zu viele Themen durcheinandergewürfelt. Gottes Glauben in Kombination mit Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll kann man zwar machen, zusammenpassen tut es aber einfach nicht wirklich. Zudem sind auch zu wenige musikalische Anteile für ein solches Werk enthalten. Da hätte man durchaus den Film mit einigen Live-Passagen etwas ausweiten können -  manchmal ist halt doch etwas mehr auch besser. Die Besetzung dagegen ist rundum gelungen. Sowohl Orlando Bloom in der Rolle des erfolgsverwöhnten Leadsängers von The Stain als auch Christopher Thornton als ärmlicher und gebeutelter DJ machen ihre Sache richtig gut und bringen den Inhalt ihrer Rolle überzeugend zum Zuseher. Wer auf Dramas steht, der darf einen Blick in das Werk werfen. Wer rockige Action mit draufgängerischen Typen im Stile von Rock of Ages erwartet, der sollte sich besser nach Alternativen umschauen.


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