TV-Signalumstellung: Aus DVB-T wird DVB-T2 HD

TV-Signalumstellung: Aus DVB-T wird DVB-T2 HD

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TV-Signalumstellung: Aus DVB-T wird DVB-T2 HD   07.02.2017 von Fakeaccount

Ab dem 29. März 2017 bleiben viele TV-Geräte in Deutschland schwarz, wenn Nutzer des digitalen Antennenfernsehens vergessen, von DVB-T auf DVB-T2 umzurüsten. In einigen Städten wird schon an jenem Stichtag das DVB-T-Signal komplett abgeschaltet, in anderen ist das alte Signal noch bis Mitte 2019 empfangbar. Was sich ändert, verraten wir in diesem Artikel.

 

In welchen Städten die Umstellung am 29. März durchgeführt wird und welche Städte noch ein wenig Zeit mit der Umstellung haben, lässt sich ganz einfach mit dem offiziellen DVB-T2-HD-Empfangscheck herausfinden. Auf der Website wird dem Benutzer nach Eingabe der jeweiligen Postleitzahl mitgeteilt, ab wann das neue digitale Antennensignal auch an seinem Wohnort verfügbar ist. In großen Städten wie Berlin, Bremen, Hamburg, Köln, Stuttgart und München ist das neue HD-Signal bereits schon jetzt empfangbar. Grundsätzlich sind natürlich nur diejenigen von der Umstellung betroffen, die ihr Fernsehsignal über eine Antenne empfangen. Wer sich unsicher ist, wie der Empfang des TV-Signals derzeit erfolgt, kann dies bei ARD und RTL über die Videotextseite 199 herausfinden.

 

Das ändert sich für Antennen-Fernsehzuschauer


Aus dem Wechsel von DVB-T zu DVB-T2 HD resultieren für die Nutzer durchaus Vorteile: Über DVB-T wurden die Sender beispielsweise ausschließlich in Standard Definition (SD) ausgestrahlt, über DVB-T2 HD ist der Empfang der meisten Sender in High Definition (HD) möglich. Außerdem erhöht sich die Senderanzahl von 20 bis 25 Sendern auf bis zu 40 Sender, wenn man das komplette Angebot in Anspruch nimmt. Eine Übersicht aller Sender sowie weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen DVB-T und DVB-T2 HD bietet die Seite von Zattoo. Die öffentlich-rechtlichen Programme werden wie gewohnt unverschlüsselt und kostenlos empfangbar sein – für den Empfang der Privatsender über DVB-T2 HD muss man künftig hingegen eine jährliche Pauschale von 69 Euro für das sogenannte freenet-TV-Abonnement zahlen. Wer das neue digitale Antennensignal empfangen will, sollte sich rechtzeitig informieren, ob seine aktuellen Geräte DVB-T2-fähig sind. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist ein Austausch nötig. Um weiter reibungslos über die Antenne fernsehen zu können, sind sogenannte Set-Top-Boxen nötig – die bisherigen DVB-T-Receiver können das neue Signal nämlich meist nicht empfangen. Sollte jedoch bereits ein sogenannter DVB-T2-Tuner im Fernsehgerät integriert sein, ist ein Austausch nicht nötig. Geeignete Geräte sind am grünen DVB-T2 HD- oder freenet-TV-Logo zu erkennen. Wer auf die privaten Sender nicht verzichten möchte, muss also zwingend auf das freenet-TV-Logo achten. Für die öffentlich-rechtlichen ist das DVB-T2 HD-Logo in jedem Fall ausreichend.

 

Alternativen zu DVB-T2 HD


Wem die Anschaffungskosten der neuen Geräte sowie die Pauschale für die Privatsender zu teuer sind, der hat die Wahl zwischen verschiedenen Alternativen, sofern diese im eigenen Haus verfügbar sind. Namentlich wären das: Kabelfernsehen, Satellitenfernsehen, IPTV und TV-Streamingdienste.  

 

 

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