Terminator - Die Erlösung

Terminator - Die Erlösung

Publisher: Warner
Entwicklerstudio:
Genre: Action
Sub-Genre: 3rd Person Shooter
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 29.05.2009
USK 16

Terminator - Die Erlösung  12.06.2009 von Panikmike

Ob es nun Pflicht ist, dass Arnold bei einem Terminator Spiel oder einem neuen Film dabei ist, sei nun dahingestellt, aber "Terminator - Die Erlösung" muss ohne den Österreicher auskommen. Taugt denn das Spiel zum Film etwas oder haben wir hier die nächste Sommer-Gurke zum zocken?

Die Geschichte spielt nicht zeitgleich mit dem Film, sondern davor. Alles wird in Zwischensequenzen erzählt, die zwar nett sind, aber auch nicht mehr. PC-Spieler können sich jederzeit die Sequenzen erneut ansehen, denn sie liegen in einem abspielbaren Format auf der DVD vor. Die Story wird sehr kurz erzählt, was sich aber mit dem Rest des Spiels deckt, denn auch das ist nicht gerade lang geworden. Allerdings ist es ideal, wenn der weibliche Gegenpart gerade in der Küche ein Festmahl kocht, so kann man in derselben Zeit „Die Erlösung“ durchspielen. Vorsicht Ironie!

Insgesamt kann man mit ca. 5 Stunden rechnen, was aber auch durch die Zwischensequenzen in die Länge gezogen wird. Dummerweise sind die Checkpoints nach dem Tod des Spielers oftmals so gesetzt, dass man sich die Animationen erneut ansehen muss. Abbrechen ist hier Fehlanzeige, zumindest hab´ ich es nicht geschafft. Ein künstliches in die Länge ziehen des Spiels ist hiermit ersichtlich, ist leider aber nicht die feine Art. Viele Spieler werden dadurch sehr verärgert sein, besonders wenn man nur gelegentlich spielt und öfters draufgeht.

Das Spiel selbst ist sehr linear, leider kommt hier auch kein Wiederspielwert ins Gameplay. Es gibt keine Bonus-Items, keine Sachen zum aufsammeln, keine besonderen Spielmodi, es gibt außer dem Hauptspiel nichts. In heutigen Zeiten ist das sehr traurig, ein Spiel auf dem Markt zu bringen, welches neben der Hauptaufgabe sonst nichts zu bieten hat. Spieler sind heutzutage verwöhnt und man muss schon ein gewisses Niveau bieten können, um ein gutes Spiel zu produzieren. Man hat im Endeffekt nur verschiedene Schwierigkeitsgrade, das ist aber das einzige, was zum erneuten Spielen auffordern soll.

Wer alleine keine Lust zu spielen hat, der kann sich einen Freund einladen. Auch hier wurde leider geschludert, denn es gibt keinen Onlinemodus. Die zwei Spieler müssen sich einen Bildschirm teilen. Auch wenn der Splitscreen-Modus sehr gut umgesetzt worden ist, so sollte man auch hier erwarten können, das Ganze per Internet zu machen. Mit irgendjemand in der weiten Welt zu spielen, macht ja mehr Sinn, als vor einem kleinen, geteilten Bildschirm.

Spielerisch ist das Spiel ein wenig besser. Man sieht alles aus der Schulteransicht und ballert natürlich in alter Manier alle Gegner gen Jenseits. Man kann immer zwei Waffen gleichzeitig mit sich führen und nebenbei noch Granaten einstecken. Diese kann man auch sehr gut benutzen, denn die künstliche Intelligenz der Gegner ist nicht wirklich gut. Ebenso hält sich die Vielfalt der verschiedenen Soldaten in Grenzen.

Die eigenen Soldaten sind leider auch nicht besser programmiert worden, sie brauchen ewig um einen Gegner in die Knie zu zwingen. Alles in allem ist hiermit das Spiel schon beschrieben, es gibt auch keine fordernden Spezial-Fights, keine Bossgegner oder ähnliches. Man kann Highlights leider mit der Lupe suchen und selbst dann wird man nicht fündig.

Was man zwar nicht als Highlight bezeichnen kann, aber als gutes Feature, ist das Deckungssystem. Ähnlich wie bei vielen Shootern kann man hinter vielen Gegenständen in Deckung gehen. Das funktioniert hier prima, allerdings muss man es nicht wirklich machen. Hier sieht man die Ähnlichkeiten zu „Wanted – Weapons of Fate“. In „Terminator“ kann man auch von Wand zu Wand gehen und somit einen Gegner von hinten erwischen. Das muss man sogar auch bei einigen machen, denn sie sind von vorne nicht verwundbar. Generell sehr schön gemacht, doch leider wird es nicht voll ausgeschöpft.

Die Grafik ist okay, allerdings darf man sich ebenso kein Highlight erwarten. Die PC Version sieht ganz gut aus, die Texturen sind leider ein wenig matschig. Die Ladezeiten sind in Ordnung und auch die Systemanforderungen sind gut. Ein normaler Dual-Core mit 1GB Ram reicht schon aus, um das Spiel flüssig zu spielen. Auch die Soundeffekte und die Musik sind in Ordnung, jedoch gleichen hier die Musikstücke einander und es gibt nicht so viel Abwechslung.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Leider merkt man hier erneut den Termindruck, den die Entwickler hatten. Wäre das Spiel später erschienen, so hätte man einige Macken ausbügeln können. Doch dies ist nicht geschehen und so präsentiert sich Terminator als ein unfertiger Shooter mit guten Ideen, die aber selten rauskommen. Die Action ist hier ebenso zu kurz gekommen. Shooter ohne Höhepunkte gibt es wie Sand am Meer, dazu gehört nun leider auch „Terminator – Die Erlösung“. Sehr schade, hier wurde wieder Potential verschenkt.


positiv negativ
  • Nette Grafik…
  • Gutes Deckungssystem
  • Splitscreen Koopmodus
  • … leider mit verwaschenen Texturen
  • Leblose Figuren
  • Kein Onlinemodus
  • Viel zu kurz
  • Keine Boni, Highlights oder Ähnliches
  • Dumme künstliche Intelligenz





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