The Amityville Theatre

The Amityville Theatre

Originaltitel: The Amityville Playhouse
Genre: Horror • Thriller
Regie: John R. Walker
Hauptdarsteller: Monèle LeStrat
Laufzeit: DVD (99 Min) • BD (103 Min)
Label: Edel Germany GmbH
FSK 18

The Amityville Theatre   16.04.2016 von Mario von Czapiewski

Mit The Amityville Theatre veröffentlicht der deutsche Publisher Edel einen weiteren Low-Budget-Horrorfilm mit verführerischem Cover. Wer sich jedoch auch für das Innere und nicht nur die Hülle interessiert, sollte an dieser Stelle aufmerksam weiterlesen.

 

Nach dem Tod ihrer Eltern erbt die junge Fawn (Monèle LeStrat) ein altes Kino im Herzen der Stadt Amityville. Zusammen mit ihren Freunden beschließt sie seine Nacht in diesem alten Gebäude zu verbringen. Vor Ort allerdings stellen alle Beteiligten fest, dass sie scheinbar nicht alleine sind…

 

Tatsächlich ist das Cover von The Amityville Theatre sehr schön und läd den potenziellen Käufer erfolgreich ein, mal einen oder zwei Blicke mehr auf diesen Film zu werfen. Das „böse Erwachen“ wird sich jedoch erst im eigenen Heim einstellen, wenn der Film seinen Weg in den heimischen DVD-Player findet. Denn wie ist es anders zu erwarten – es handelt sich um eine Schlaftablette.

 

Tatsächlich ist jedoch nicht alles ab Sekunde eins an hoffnungslos, denn man sieht relativ schnell, dass trotz eindeutiger Low-Budget-Herkunft filmtechnisch eine den Möglichkeiten entsprechende, solide Arbeit geleistet wird. Abgesehen von einem ab und zu ungeschickten Handkameraeinsatz, kann die technische Seite des Films überzeugen. Inhaltlich jedoch sieht dies ganz anders aus.

 

Während die Schauspieler qualitativ so stark schwanken wie eine aus den Seilen geratene Gondel, kann das Drehbuch mit seinen teils grotesken Dialogen und seiner kaum vorhandenen Spannung wenig überzeugen. So stellt sich das letzte Drittel mit seinem aufgezwungenen Twist und der auf die Spezial-Effekte bezogenen schwachen Ausführung als sehr rückständig und uninteressant heraus, wodurch der Film jegliche Relevanz verliert.

 

Damit ist The Amityville Theatre ein absoluter Low-Budget-Schnellschuss, der versucht mit großem Namen in eine Kerbe zu schlagen, die schon von Hollywood und Co. so gut bedient wird, dass es ihn einfach nicht benötigt. Ohne frische Ideen und mit einer budgetbedingten schwächeren Ausführung als die Konkurrenz versinkt The Amityville Theatre somit im großen Meer der Bedeutungslosigkeit.

 

Bildergalerie von The Amityville Theatre (6 Bilder)

Die DVD-Veröffentlichung bietet den Film in solider Bildqualität, jedoch mit einer mittelprächtigen bis teilweise schwachen deutschen Lokalisation. Unter den Extras finden sich ausschließlich Trailer zu Filmen, die ebenfalls nicht mehr Qualität bieten, als der eigentliche Hauptfilm. Zusätzlich ist auch die Freigabe mal wieder gepusht, denn The Amityville Theatre hat verständlicherweise bereits eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten.


Das Fazit von: Mario von Czapiewski

Mario von Czapiewski

 

Cover hui, Film pfui – The Amityville Theatre bestätigt mal wieder einen Trend, der über die letzten Jahre den deutschen Heimkinomarkt verseucht. Der Film bietet außer eine für Low-Budget-Verhältnisse funktionierende technische Ausführung absolut nichts und wird dem recht positiv konnotierten Titelbegriff „Amityville“ in keiner Szene gerecht. Finger weg!


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