The Avengers

The Avengers

Originaltitel: Marvel\'s The Avengers
Genre: Comic-Action
Regie: Joss Whedon
Hauptdarsteller: Robert Downey Jr. • Chris Evans • Mark Ruffalo
Laufzeit: Ca. 142 Minuten
Label: Disney
FSK 12

The Avengers   03.05.2012 von

Auf dieses Spektakel haben Comic-Fans weltweit gewartet. Marvel hat Millionen in die Hand genommen und behutsam über die Jahre hinweg die Vorgeschichten der wichtigsten Avengers in eigene Blockbuster gepackt. Jetzt wird endlich das Gipfeltreffen von Iron Man, Hulk, Cpt. America und Thor gezeigt. In einem fast dreistündigen Epos lässt Marvels Vorzeigetrupp keinen Zweifel daran, warum sie die Besten sind. Wir haben uns das Kinoereignis angesehen und verraten Euch, warum man sich diesen Film nicht entgehen lassen darf …

Au Backe. Die Geschichte von The Avengers zu erklären kann durchaus als Mammut-Aufgabe angesehen werden. Immerhin basiert der Film auf vier unterschiedlichen Vorgängern. Da wäre z. B. Thor. Der Sohn Odins kommt praktisch aus einer anderen Dimension und hat es in seiner Kinopremiere ganz knapp geschafft, eine Invasion seines Ziehbruders Loki aufzuhalten. Der ist allerdings noch immer stinksauer und versucht die Übernahme jetzt mit der Armee eines fremden Planeten. Um die auf die Erde zu bringen, benötigt er die Energie des mächtigen Tessaract. Der Energiewürfel stammt ursprünglich von Thors Planeten und ist vor einigen Jahrhunderten auf der Erde zurückgelassen worden. Das hatte zur Folge, dass sogar die Nazis schon versucht haben, die Macht des fremden Elements zu nutzen. Zum Glück war damals aber Captain America zu Stelle, der den Tessaract aus den Händen der Nazi-Organisation Hydra riss und dann im Meer versenkt hat.

Dort hat ihn wenig später Howard Stark, der Vater des berühmten Iron Man gefunden. Jahre später landete der Würfel in den Händen der Geheimorganisation S.H.I.E.L.D., die von Agent Nick Fury angeführt wird. Der hat deswegen jetzt einen ganzen Batzen an Problemen. Denn natürlich besucht Loki ihn als Erstes und zerstört dabei die komplette Einsatzbasis. Der Tessaract geht verloren und die Zeit drängt. Jetzt hilft nur noch der Zusammenschluss der größten Superhelden aller Zeiten. – den Avengers!

Es ist unnötig zu sagen, dass absolute Marvel Fans diesen Film nicht verpassen sollten. Vermutlich haben die meisten davon ihn eh schon längst gesehen. Viel interessanter ist die Frage, warum alle anderen Kinofreunde dieses Epos sehen sollten. Zunächst sollte angemerkt werden, dass der Regisseur von The Avengers niemand Geringeres als Joss Whedon ist. Dieser wird in Nerd-Kreisen unter anderem für Kult-Serien wie Firefly und Buffy vergöttert. Seine Arbeit bei den Marvel-Helden war gerade hinsichtlich Charakterentwicklung fabelhaft. Der Film nutzt nämlich die gesamte erste Hälfte zur detaillierten Zeichnung der Zusammenkunft. Held für Held wird der Trupp behutsam zusammengesetzt und mit jedem neuen Mitglied entstehen sichtbar neue Verknüpfungen. Wie steht z. B. Iron Man zu den Fähigkeiten von Bruce Banner? In vielen sehr grandios zusammengesetzten Dialogen bekommt man als Zuschauer einen einmaligen Einblick in die einzelnen Charaktere. Bis es schließlich zum epochalen Showdown kommt. Jeder der Avengers hat natürlich seine speziellen Fähigkeiten und diese gemeinsam zu präsentieren, ohne einen Helden dabei zu benachteiligen, ist eine knifflige Aufgabe. Auch hier hat Whedon sein Können bewiesen. In teils genialen Kamerafahrten wird das Zusammenspiel der Helden dargestellt, während man als Zuschauer aus dem Staunen nicht herauskommt.

Wirklich interessant ist die Integration von Hulk. Leider hat man hier nicht Edward Norton verpflichtet, was die Kontinuität zum letzten Charakterfilm des grünen Wüstlings etwas stört. Auf der anderen Seite hat man mit Mark Ruffalo einen exzellenten Ersatz gefunden. Gerade in der ersten Hälfte bevor Hulk zur Zerstörungsmaschine mutiert, fällt dies auf. Bruce Banner hat seinen ganz eigenen Weg gefunden, sein inneres Biest zu kontrollieren und wie dieser nun den teils fiesen verbalen Angriffen von Iron Man strotzt, macht schon etwas her.

Neben diesen Aspekten darf man natürlich nicht den Humor vernachlässigen. Ob es die fiese Ader von Tony Stark ist oder der temperamentvolle Spirit vom grünen Hulk. In gut abgestimmten Momenten bekommt das Kinopublikum mehr zum Lachen, als in so mancher Vollblut-Komödie. Damit stimmt das Gesamtpaket von The Avengers und genau deshalb darf man sich dieses Filmhighlight 2012 nicht entgehen lassen.

Bildergalerie von The Avengers (16 Bilder)

Dennoch muss es natürlich wieder einen Wermutstropfen geben. Wie im Vorfeld angekündigt wurde der Film in 3D konvertiert. Das Ergebnis ist erwartungsgemäß schwach. Einige kleine Tiefeneffekte und keine nennenswerten Pop-Out Effekte. Letztlich dient der Effekt einzig dazu, die Einnahmen zu erhöhen. Eine Verkaufstaktik, auf die Marvel und Disney hätten verzichten können.


Das Fazit von: Benji

Benji

Darauf habe ich gewartet, endlich treffen Marvels Superhelden aufeinander. Die knapp drei Stunden Unterhaltung habe ich als Comic-Fan bestens genossen. Zum Glück hat man sich in der Verfilmung nicht auf stupides Actionkino verlassen, sondern sich dazu entschieden, in langen Dialogen das Zusammenspiel der Helden zu präsentieren. Das hört sich jetzt vielleicht langweilig an, aber gerade die verbalen Grabenkämpfe zwischen Tony Stark, Captain America und den anderen Helden machen die Höhepunkte des Filmes aus. Wer halbwegs eine Freude an unterhaltsamer Action-Unterhaltung hat, der darf sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Einen Punkt Abzug gibt es für die schwache 3D-Konvertierung. Die hätte man sich auch gut und gerne sparen können.


Die letzten Artikel des Redakteurs:




Kommentare[X]

[X] schließen