Langsam aber sicher dürfen sich Entwickler was Neues einfallen lassen, zumindest wenn die Tanzspiel-Ära nicht abbrechen soll. Seitdem es Kinect gibt, kamen schon einige Beispiele wie Dance Central 1, Dance Central 2, Just Dance 3 und Michael Jackson Experience auf den Markt. Nun erschien eine neue Zappelei mit der bekannten Band „Black Eyed Peas“. Ob unser Redakteur begeistert oder enttäuscht war, könnt Ihr hier nachlesen …
Fans der Band wird es freuen, endlich gibt es ein Spiel mit nur deren Musikstücke. Wie es Ubisoft schon mit Michael Jackson zeigte, geht das Konzept mit Titeln von nur einem Interpreten auf. Doch auch wenn die Black Eyed Peas sehr bekannt und beliebt sind, heißt das noch lange nicht, dass der Verkauf der Spiele ähnlich erfolgreich wie beim King of Pop sein werden. Doch genug der Theorie, rein in die Jogginghose und ab in die virtuelle Disco.
Wenn man sich die Tanzspiele der letzten Zeit so ansieht, dann müsste man denken, sie unterscheiden sich kaum. Grundlegend muss man natürlich bei allen rumzappeln, die Bewegungen nachmachen und dadurch Punkte sammeln, doch hier stechen ein paar Sachen ins Auge. Zum Beispiel gibt es eine Möglichkeit, eigene Choreografien zu erstellen oder aber man kann den Echtzeit-Tanzcoach vom Spiel nutzen. Doch auch schon am Anfang fällt
das Spiel positiv ins Gewicht.Das Menü sieht schön aus, schon hier befindet man sich optisch in Deiner Disco - das Feeling wurde sehr gut umgesetzt. Die Navigation durch die einzelnen Punkte funktioniert prima und auch im Spiel selbst erkennt Kinect alles, was man macht. Es ist äußerst selten, dass eine Bewegung nicht erkannt wird.
Im gesamten Spiel hat man 28 Songs zur Verfügung und bekommt, wenn man das Spiel in der Erstauflage kauft, noch zwei Songs per Download Key nachgereicht. Natürlich ist die Auswahl im Vergleich zu anderen Spielen dieser Art sehr gering, doch man muss bedenken, dass es sich um Musikstücke von nur einer Band handelt. Wer die Songs der Black Eyed Peas nicht mag, der braucht eigentlich gar nicht weiterlesen. Fans werden sich dafür umso mehr drüber freuen, mit den Bandmitgliedern zu Songs wie „I gotta feeling“ oder „Pump it“ zu tanzen.
Werdet Ihr die Dancing Queen bzw. der Dancing King? Diese Frage stellt sich automatisch, wenn man die Karriere beginnt. Ihr sucht Euch einen Song aus und tanzt dann verschiedene Moves in einer bestimmten Location. Seid Ihr gut, dann gibt es reichlich Fans, mit welchen dann neue Klamotten, neue Orte und schwierigere Stufen automatisch freischaltet werden. Es gibt insgesamt 32 verschiedene Bewegungen, die Ihr in der Karriere können bzw. lernen müsst. Pro Song kommen normalerweise drei verschiedene zum Tragen, welche sich nacheinander abwechseln. Am oberen Rand seht Ihr ein Icon, welches Euch den Move zeigt. Diesen müsst Ihr möglichst genau nachtanzen, um eine gute Bewertung zu bekommen. Jeden Song muss man drei Mal meistern, jedoch werden die Tanzschritte pro Abschnitt schwieriger. Schafft man eine gewisse Vorgabe nicht, dann muss man den Abschnitt wiederholen. Für Menschen mit zwei linken Füßen ist dieses Spiel ein klares NO GO, da sie das Spiel verfluchen werden. Für alle anderen ist es zwar kein Segen, doch eine Herausforderung bzw. ein Ansporn.

Anders als bei Michael Jackson könnt Ihr sogar zu zweit nebeneinander tanzen. Der zweite Spieler kann jederzeit ein- bzw. aussteigen und muss dann dieselbe Performance hinlegen. Nicht nur dass man sich nun zusammen zum Affen machen kann, nein, man kann zum Schluss natürlich auch sehen, wer der Bessere der beiden war. Neben den eigentlichen Songs gibt es immer wieder Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Fergie, apl.de.ap, will.i.am und Taboo wollen Euch in der Band haben und geben Euch damit die Chance. Als Belohnung winken Euch dann spezielle Extras, die Ihr sonst im Spiel nicht bekommen würdet.
Wie oben schon erwähnt, gibt es als Neuheit auch einen Tanzcoach und eine Möglichkeit, eigene Choreografien zu erstellen. Der Tanzcoach hilft Euch während des Spiels, indem die Bewegungen langsamer angezeigt werden und er Euch Tipps gibt. Der Editor ist zwar nicht bahnbrechend, jedoch ein netter Zeitvertreib. Dort könnt Ihr auf alle 32 Moves zurückgreifen und sie Euch zu jedem Song zusammenstellen, wie Ihr wollt. Das Ergebnis kann man dann noch mit den Freunden online teilen und ihnen zeigen, was man erstellt hat.
Sänger haben hier auch eine Chance, denn sie können ein Mikrofon einstecken und zu den Liedern der Band singen. Ein LIPS-Ersatzist es zwar nicht, jedoch ist es schon mal amüsant, wenn eine Person singt und die andere Person zu
den Gesangseinlagen tanzt.
Zum Schluss präsentiere ich Euch noch die Trackliste, die aus allen 30 Songs besteht. Wer eine Wii zu Hause hat, der darf sich nicht wundern, dass nicht alle Musikstücke dabei sind. In der Nintendo-Version ist zwar ein Exklusivtitel, dafür sind aber vier Songs der Xbox 360-Version nicht enthalten.
-
Boom Boom Pow
-
Cali to NY (feat. De La Soul)
-
Disco Club
-
Don’t Lie
-
Don’t Phunk With My Heart
-
Don’t Stop The Party
-
Dum Diddly
-
Everything Wonderful (BEP & David Guetta)
-
Fashion Beats
-
Hey Mama
-
I Gotta Feeling
-
Imma Be
-
Just Can’t Get Enough
-
Let’s Get It Started (Spike Mix)
-
Love You Long Time
-
Meet Me Halfway
-
My Humps
-
My Style (feat. Justin Timberlake)
-
Pump It
-
Shut Up
-
Rock That Body
-
Smells Like Funk
-
Showdown
-
Take It Off
-
The Best One (The Boy)
-
The Situation
-
The Time (Dirty Bit)
-
Whenever
-
+ 2 Songs bei der Erstauflage (Light Up The Night & Someday)
Kommentare[X]