The Chronicles of Riddick – Assault on Dark Athena

The Chronicles of Riddick – Assault on Dark Athena

Publisher: Atari
Genre: Action
Sub-Genre: 3rd Person Shooter
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 29.05.2009
USK 18

The Chronicles of Riddick – Assault on Dark Athena   31.05.2009 von Panikmike

Riddick ist zurück. Der unheimliche Charakter aus dem weiten Universum hat ein neues Abenteuer zu meistern und als Bonus gibt es sogar noch den alten Teil dazu. Seit fast fünf Jahren ist der alte Teil draußen und war damals ein großer Erfolg, doch kann der neue Teil auch überzeugen?

Zuerst widme ich mich dem alten Teil „Butcher Bay“ der als Bonus auf der Spiele-DVD mit dabei ist. Generell wurde nicht so viel verändert, aber es sind schon ein paar bemerkbare Dinge dabei. Zum einen wurden die Lichteffekte verbessert, zum anderen hat man die Ladezeiten deutlich verkürzt. Doch der Grafik merkt man ihr Alter an und hier haben die Programmierer nicht wirklich viel geändert. Klar ist das Spiel schon etwas älter, doch ein Remake kann man ja auch in Sachen Grafik verbessern. Man merkt hier schon noch deutlich die zum Teil unklaren und grobpixeligen Texturen. Auch die Gesichtszüge der Charaktere sind mäßig, dafür kann das Spiel selbst überzeugen. Gott sei Dank haben die Entwickler im neuen Teil die Gesichter verbessert, hier sieht alles sehr zeitgemäß aus. Schade dass man sich nicht die Zeit genommen hat, es auch in dem Remake zu verbessern. Doch eingefleischte Fans werden trotzdem ihre Freude haben und das Spiel wie früher lieben.

Der neue Teil lässt sich schon besser ansehen. Die Dialoge sind gut, die Grafik um einiges besser, die Sprachausgabe in feinstem, tiefstem Englisch und schöne Animationen zieren das Spiel. Aber eines vorweg, der Schwierigkeitsgrad hat sich gewaschen. Selten hatte ich so viele Frustmomente wie in „Dark Athena“. Selbst schon in Level 2 hatte ich diverse Schwierigkeiten, es zu schaffen. Ich bin mindestens 20mal draufgegangen und zweifelte schon an mir selbst. Klar ist die Reaktionsfähigkeit in meinem Alter nicht mehr die von vor 10 Jahren, aber Spiele sollten generell einen Schwierigkeitsgrad haben, die jedermann meistern kann. Ja, ich bin mir sicher und das wurde in meinen Augen hier richtig verbockt. Ein Gelegenheitsspieler wird sich in manchen Szenen die Zähne ausbeißen und den Controller in die Ecke schmeißen, denn es frustriert wirklich sehr, eine Szene wieder und wieder zu spielen, um endlich an den nächsten Save-Punkt zu kommen. Wobei diese sogar sehr gut und fair gesetzt sind.

Spielerisch ist der neue Teil sehr gut gelungen. Riddick hat eine schöne Animation verpasst bekommen, er kann schleichen und sehr schöne Stealth-Kills machen. Das ist auch der grundlegende Gedanke des Spiels, nicht nur ballern, sondern auch Hirn einschalten und das Ganze mit Taktik lösen. Die Mischung aus Action, Schleichen und Spannung kann total überzeugen. Das Ganze spielt man aus der Egoperspektive. Riddick sollte man genießen, versuchen alles ohne brachiale Gewalt zu lösen, was jedoch nicht so ganz einfach ist. Wenn man sich nämlich mit unserem Hauptcharakter an einen Gegner schleicht, so kommt es automatisch zu einem Stealth-Kill, der schon brutal aussieht. Anders als zum letzten Teil gibt es hier aber schneller Waffen und man kann mit ihnen auch besser umgehen als früher. Damals war der Fokus noch mehr auf Schleichen, heute ist es die gekonnte Mischung. Deswegen gibt es auch eine Shotgun, einen Teaser oder ein Gewehr. Sogar von einer toten Drohne kann man kurzzeitig die Waffe nutzen. Ebenso gibt es später die Möglichkeit eine Drohne zu steuern und mit Raketen um sich zu knallen.

Wer Riddick kennt, der sollte auch seine etwas anderen Fähigkeiten kennen. Da er nicht nur normal sehen kann, kann der Spieler im Spiel per Knopfdruck in einen Nachtsichtmodus wechseln. Dieser verstärkt das Licht und ihr seht im Dunkeln die Objekte und Gegner besser. Auch wenn dieser Modus keine besondere Gewichtung hat, so hilft er dem Spieler ein wenig. Ich finde sowas immer sehr schade, wenn man Gimmicks einbaut, die dann zu wenig ausgenutzt werden, denn Potential hätte diese besondere Sicht auf alle Fälle.

Was allerdings anders wie bei klassischen Shootern ist: Hier gibt es ein durchdachtes Heilsystem. Dark Athena hat, nicht wie bei den meisten Spielen üblich, eine Selbstheilung wenn man eine Zeit lang wartet, sondern man hat ein paar Blöcke, die bei Verletzung abnehmen. Ist man bei Null angelangt, so heißt es Game Over, allerdings kann man in Deckung gehen und der letzte Block wird dann wieder aufgefüllt. Dieses System ist in meinen Augen besser als die typischen Egoshooter-Systeme, da man ein wenig mehr taktisch vorgehen muss. Die kompletten Blöcke kann man dann an einer Heilstation wieder auffüllen, also keine Angst dass man mit weniger keine Chance mehr hat. Auch hier ist alles sehr fair verteilt, doch leider ist auch hier Frust angesagt. So kann es passieren, dass ich einen Checkpoint mit nur noch einem Block passiere und ich dann bei einem Game Over zwar zurückgesetzt werde, aber die letzte Heilstation nicht mehr erreichbar ist. Von nun an bin ich dann gezwungen, mit einem Lebenskasten das Spiel weiterzuspielen. Hier ist wieder der zu hoch angesiedelte Schwierigkeitsgrad, der dem Spieler einen Strich durch die Rechnung macht.

Die künstliche Intelligenz des Spiels ist generell gut, doch auch hier gibt es ein paar Aussetzer. Zum Beispiel kann man es öfters beobachten, dass die Gegner nicht reagieren, wenn neben ihnen einer ihrer Artgenossen zu Boden geht. Das sollte nicht passieren, da in den meisten Fällen der Computer ein sehr gutes Verhalten aufweist.

Die Grafik ist gut, allerdings setzt sie keine neuen Maßstäbe. Die Texturen sind detailreich, die Schatten- und Lichteffekte ebenso. Leider sind hier hin und wieder ein paar Grafikfehler enthalten. Die Musik hingegen kann total überzeugen. Die Atmosphäre selbst ist ja schon gut gelungen, aber durch den guten Soundtrack wird alles nochmal dichter. Dieser verändert sich je nach Spielsituation, egal ob der Spieler nun ruhig hin- und herschleicht oder ob es heiß her geht. Auch die Soundeffekte der Waffen hören sich authentisch an. So soll es sein!

Alles in allem ist es ein gelungenes Spiel, das allerdings einige Mängel aufweist. Auch wenn es zwei Spiele in einem sind, so nervt die schlechte Programmierung in einigen Fällen. Was dem Spiel allerdings wieder zu Gute kommt ist der Mehrspielermodus. Bis zu 12 Spieler dürfen sich gegeneinander ins Abenteuer stürzen. Die klassischen Modi wie das typische Flaggenerobern und Teamdeathmatch sind enthalten. Ein Modus sticht allerdings heraus, der sogenannte „Pitch Black“ Modus. Hier spielt ein Spieler Riddick und die anderen jagen ihn. Sein Vorteil ist klar: Er hat dank seinen Spezialblick eine bessere Sicht, dafür aber den Nachteil alleine gegen die anderen zu sein. Hier geht es allerdings um die Zeit, solange wie möglich Riddick zu sein. Es ist hier zwar keine Mega-Innovation, doch Spaß macht es auf alle Fälle immer wieder.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Also komplett konnte mich Chronicles of Riddick nicht überzeugen, aber im Grunde ist es ein gelungenes Spiel. Nicht nur weil der erste Teil als Bonus dabei ist, sondern weil es auch wirklich die meiste Zeit Spaß macht. Leider hat der Spieler durch die, zum Teil, schlechte Programmierung einfach ein paar Frustmomente, die man nicht so schnell vergessen kann. Ich hoffe nur dass diese noch ausgebessert werden. Wären diese Mängel nicht, so hätte es auch eine bessere Wertung gegeben. Für Fans und Science Fiction Liebhaber allerdings Pflicht!


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positiv negativ
  • Sehr gute Science-Fiction Atmosphäre
  • Super Sprachausgabe (in Englisch)
  • Zwei Spiele in einem
  • Netter Mehrspielermodus
  • Bombastischer Soundtrack
  • Detaillierte Charakter (nur in Athena)
  • Sehr schwer (Trotz Schwierigkeitsauswahl im Spiel)
  • Zum Teil sehr dumme KI
  • Grafik altbacken (Butcher Bay)
  • Zum Teil matschige und grobe Texturen





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