The Circle

The Circle

Originaltitel: The Circle
Genre: Thriller
Regie: James Ponsoldt
Hauptdarsteller: Emma Watson • Tom Hanks
Laufzeit: DVD (105 Min) • BD (110 Min)
Label: Universum Film
FSK 12

The Circle   06.02.2018 von Xthonios

Facebook, Google, Snapchat, Instagram - für Viele heutzutage eine Selbstverständlichkeit. Was wäre, wenn man Alles mit einem einzigen Account verwalten könnte? Alle Daten in der Cloud lagern und von überall zur Verfügung haben. Und jeder Follower kann an Deinem gesamten Leben teilhaben. Wäre das nicht wundervoll? Willkommen im Circle.... 

 

Inhalt

 

Die 24-jährige Mae Holland (Emma Watson) ist überglücklich. Sie hat einen Job in der angesagtesten Firma der Welt ergattert: beim „Circle“, einem Internetkonzern, der alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die alles abgewickelt werden kann. Mae stürzt sich voller Begeisterung in die schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, Gratis-Konzerten und coolen Partys. Während sie innerhalb der Firma immer weiter aufsteigt, wird sie vom charismatischen Firmengründer Eamon Bailey (Tom Hanks) ermutigt, an einem für den „Circle“ bahnbrechenden Experiment teilzunehmen. Die Teilnahme an dem Experiment und ihre Entscheidungen zugunsten des „Circles“ beeinflussen zunehmend das Leben und die Zukunft ihrer Freunde und Familie. Und dann ist da auch noch ihr mysteriöser Kollege Ty (John Boyega) ...

 

Der Film basiert auf Dave Eggers gleichnamigen Roman aus dem Jahre 2013. Das Unternehmen „The Circle“ platziert sich als weltweites Technologiezentrum für Wissen und Ehrlichkeit. Soweit der Schein. Das größte Problem des Films sind die recht klischeehaften und charakterlosen Figuren in dem Film.

 

Mae (gespielt von Emma Watson) bekommt dank Ihrer Freundin Annie (Karen Gillan) ihren Traumjob in „The Circle“, dem Unternehmen hinter der Social-Media-Seite TruYou. Alles ist so toll, so blingbling und Mae ist mehr als überwältigt. Das Grundproblem ist jedoch die Charakterschwäche der Figur Mae. Die Rolle wechselt von Fan-Girlie zu ernster Kritikerin, nur um dann wieder völlig naiv die Phrasen des Unternehmens nachzuäffen. Auch die anderen Charaktere wirken leer und Niemand weiß eigentlich genau, wer welche Pläne verfolgt. Genau dies ist dann auch ein weiterer großer Schwachpunkt, denn über die ganze Filmlänge findet man keinen klaren roten Faden in der Geschichte. Welche Pläne verfolgt das Unternehmen genau? Was hecken die beiden Geschäftsführer nun exakt aus? Auch das also klassische Bild des Schurken und des Ritters fehlen hier in gewisser Weise, man kann Vermutungen anstellen, aber Gewissheit bekommt man nicht. Die Kritik der totalen Überwachung und dem Verlust der Privatsphäre ist zwar im Ansatz da, wird aber von dem Charakter Mae mit einem Wisch wieder beiseite gepfeffert, als sie nur eben dank der Überwachung eine dramatische Situation überlebt. Insgesamt gesehen hat dieses Thema ein riesen Potenzial, allerdings schafft es der Film auch am Ende nicht, eine Botschaft zu vermitteln.

 

Bildergalerie von The Circle (19 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Die Blu-ray erscheint als 1-Disc-Amaray ohne Wendecover mit festem FSk-Logo. Die technische Umsetzung des Films ist recht gut gelungen. Der Film bietet uns ein sauberes Bild im 2,40:1 Format, die Social-Media-Einblendungen sind nicht zu überladen. Farbsättigung und Schwarzwerte waren auf unserem Testgerät (LG OLED) ebenfalls gut. Die deutsche Tonspur ist aufgrund der vielen Dialoge vorrangig frontlastig, es ist jedoch alles klar verständlich. Positiv aufgefallen sind vor allem die Szenen der großen Präsentationen, in denen aufgrund der Ansteuerung aller Boxen ein gutes räumliches Gefühl entstand. Als Extras finden wir lediglich einige Interviews vor. 


Das Fazit von: Xthonios

Xthonios

Der Film bietet eine solide Grundlage, um das Thema Social-Media und Vernetzung zu verarbeiten. Allerdings versagt der Film sowohl bei den inhaltslosen Charakteren wie auch der eigentlichen Botschaft. Ist die Zerstörung der Privatsphäre nun gut oder böse? "The Circle" lässt viele interessante Ideen aufkommen um sie dann mit einem dumpfen Schlag fallen zu lassen. Als Satire wäre der Film vermutlich erfolgreicher geworden, dafür nimmt er sich selbst jedoch offensichtlich zu ernst.


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