The Consuming Shadow

The Consuming Shadow

Publisher: Ben 'Yahtzee' Croshaw
Entwicklerstudio: Ben 'Yahtzee' Croshaw
Genre: Roguelike Adventure
Sub-Genre: Survival
Art: Downloadtitel
Erscheinungsdatum: 20.11.2015

The Consuming Shadow   08.12.2015 von VanTom

The Consuming Shadow ist von einem Ein-Mann-Entwicklerteam produziert worden. Wir haben uns den Titel, der stark an ein Flash-Spiel aus den 90ern erinnert, angesehen und sagen Euch ob sich der zweite Blick trotzdem lohnt...

 

Nach dem Start des Spiels werden wir mit der Hintergrundgeschichte konfrontiert. Unser Spielcharakter hat eine Vision, welche von einer Invasion durch einen der Alten in Stonehenge handelt, die in drei Tagen stattfinden soll. Bei den Alten handelt es sich um Götter, welcher den Menschen nicht positiv gesonnen sind. Aus diesem Grund will der Charakter innerhalb der drei Tage nach Spuren und Hinweisen auf ein Bann-Ritual suchen und den Gott identifizieren. Dazu müssen Plätze ausgesucht werden, welche von den alten Göttern berührt wurden. Er weiß dies, weil er dies bereits schon mal gemacht hat. Dazu aber später mehr.

 

Nach dieser Einleitung haben wir die Möglichkeit uns selbst umzubringen (bringt uns allerdings nicht im Spiel weiter) oder aber unsere Reise zu beginnen. Klicken wir auf den Selbstmord kommen wir in eine Animation in der wir unseren Tod noch verhindern können. Ansonsten bietet das Spiel weitere Challenges an. Dabei handelt es sich um Herausforderungen, welche wir zum Großteil erst einmal durch das reguläre Spiel freischalten müssen. Wir machen damit das Spiel schwieriger. So kann eine Herausforderung sein, dass wir mit einer nicht behandelbaren Verwundung starten und somit immer mehr Lebensenergie verlieren. Da wir aber erst mal neugierig sind, starten wir unsere Reise und können unseren Geburtsstern wählen (die Anzahl der Sterne variiert mit dem Level unseres Charakters). Diese Entscheidung beeinflusst die Werte unserer Spielfigur positiv. So können wir beispielsweise mehr Lebensenergie erhalten.

 

Wir finden uns anschließend in unserem Wagen wieder und spielen den Schüler/Studenten. Dabei fällt uns zunächst auf, dass das Lenkrad sich auf der rechten Seite befindet. Wir ahnen schlimmes und ja das Spiel soll in England spielen. Ansonsten sehen wir eine Nachricht, dass wir einen Text vom Ministerium für Okkultismus erhalten haben. Diese gibt uns meist einen ersten Hinweis auf eine Stadt, welche unter dem Einfluss eines der Alten gefallen ist. Schauen wir linker Hand in unsere Auto können wir einen Verbandskasten, eine Spritze mit illegalen Drogen, ein Notizbuch und ein Zauberbuch, sowie einen Koffer für unser Inventar sehen. Damit sind auch alle Informationsquellen aus dem späteren Dungeon-Leveln genannt. Nachdem wir uns in unserem sehr übersichtlichen Wagen umgesehen haben, schauen wir auf unsere Karten und fahren zum nächsten Ort auf der Karte. Sofern nichts auf der Reise passiert geht das Spiel in einen Schnellreisemodus und wir sehen die Straße an uns vorüber rauschen. Passiert aber etwas, so stoppt die Reise und wir werden mit einem Text über die Geschehnisse informiert. Hier können wir dann auch meist eine Wahl über die gebotenen Aktionen treffen. Die Ergebnisse können natürlich positiv oder negativ sein. Haben wir die Stadt anschließend erreicht, besteht nun die Möglichkeit, dass diese Stadt noch nicht von den Alten berührt wurde. Hier können wir eine Stunde nach Ausrüstung suchen oder aber die lokale Klinik besuchen um uns behandeln zu lassen oder um unsere medizinische Vorräte aufzufüllen. Ist die Stadt aber vom Bösen heimgesucht, so untersuchen wir die Situation und kommen in einen der Dungeons. Diese können sich grafisch unterscheiden, sind aber spielerisch sehr gleich gestaltet. Wir sehen unsere Spielfigur und können uns zweidimensional in einer Art Sidescroller bewegen. Im Interface können wir sehen, wie viel Munition in unsere Waffe vorhanden ist. Wir sehen unseren Zustand an Lebensenergie und geistiger Stabilität. Gerade letzteres kann sehr entscheidend sein, da sich unser Zustand stark verschlechtert, je nachdem wir es uns Mental geht. Dies kann zum Beispiel dazu führen, dass wir wo eigentlich Auswahlmenüs (zum Beispiel in einer freien Stadt) sein sollten, wir es zwischendurch immer wieder aufblitzen sehen, dass wir uns Selbst ermorden wollen. Sofern wir in diesem Momente auf den Button klicken, sind wir wieder in der zuvor erwähnten Selbstmordanimation. Auch können wir nicht genug Konzentration für Zauber aufbringen, wenn es uns mental nicht gut geht. Sinkt die Lebensenergie auf null, so sind wir tot. Im Zauberbuch finden wir Informationen zu Zaubern, welche wir gelernt haben, oder aber auch zum Status des Bann-Rituals. Auch hierzu müssen wir Informationen finden. In unseren Notizen werden mögliche Hinweise auf die Götter gesammelt. Diese Hinweise finden wir in den Dungeons (jeweils den besetzten Städten). Damit können wir anhand einer schicken Tabelle die Informationen darstellen, welche wir über die Götter gesammelt haben. Dabei kann es um das Symbol oder auch die Farbe des Gottes gehen. Letztendlich soll sich damit identifizieren lassen, welcher Gott es denn nun auf unsere schöne Welt abgesehen hat. Ansonsten sehen wir noch die Karte. Wir bewegen uns nun auf der Karte nach links oder rechts, oben oder unten und versuchen den Dungeon zu erforschen. Dabei stoßen wir immer wieder auf Behältnisse (zum Beispiel Kisten). In diesem Behältern können wir neue Munition finden oder aber auch andere mehr oder minder nützliche Dinge. Als wenn dies nicht mit dem entsprechenden musikalischen Hintergrund nicht schon unheimlich genug wäre, finden wir in den Dungeons natürlich auch Gegner, welch uns ans Leder wollen. Hier können wir uns mit der Schusswaffe zur Wehr setzen, oder aber die Pistole auch zum schlagen nehmen. Jeder Dungeon hat ein besonderes Ziel, welches es zu erreichen gilt. Dies kann von der Suche nach vermissten Personen bis zum Versiegeln eines Dimensionspalts (aus dem Monster strömen) gehen. Haben wir dieses Ziel erreicht, so gilt der Dungeon als gelöst und wir können ihn verlassen. Natürlich können wir auch weiter nach Gegenständen oder Hinweisen suchen. Dies ist aber meist schwierig, da wir oft bei der Flucht angegriffen werden. So reisen wir durch England von Stadt zu Stadt und werden ab und zu auch per Nachricht zu bestimmten Städten geschickt. Diese müssen dann meist innerhalb eines bestimmten Zeitlimits erreicht werden. Somit versuchen wir das Rätsel der Identität des Invasors zu lösen. Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings hoch, dass wir dies nicht beim ersten Mal schaffen. Je nachdem wie gut wir gespielt haben, bekommen wir Punkte für den Levelaufstieg und somit kommt unser Charakter das Gefühl, dass er dies schon mal erlebt hat. Nachdem wir alle Hinweise des Bann-Rituals geht es nach Stonehenge um das Ritual durchzuführen.

 

Bildergalerie von The Consuming Shadow (12 Bilder)

Kommen wir nun zum Wiederspielwert. Dadurch, dass alles prozedural erzeugt wird, ist kein Spiel gleich dem anderen. Die Städte sind anders, die Götter sind anders und wir fangen wieder von vorne an. Dies kann durchaus reizen, ist aber auch die Schwäche des Spiels, da der Spieler immer das gleiche wiederholen muss. Anderseits nimmt die Atmosphäre den Spieler mit. Gerne möchte der Spieler die Hinweise zusammensetzen und endlich den bösen Invasor zurückschlagen. Die zuvor genannten Herausforderungen sollen das Spiel dann abwechslungsreicher gestalten in dem der Schwierigkeitsgrad nach oben gesetzt wird.

 

Die Grafik und Präsentation ist als zweckmäßig zu beschreiben. Wirklich schön ist es nicht, da in den Dungeons beispielsweise alles nur als Silhouette dargestellt wird. In den Dungeons variieren nur die Hintergründe und Monster etwas. Alles in allem gewinnt The Consuming Shadow keinen Preis für die Präsentation. Die Musik ist sparsam wird aber entsprechend eingesetzt. Alles in allem erhält der Spieler den Eindruck eines bevorstehenden Weltuntergangs und entsprechend angespannt ist er auch. Der Hintergrund und die Geschichte erinnern stark an den Horror von H.P. Lovecraft. Dabei wird immer wieder gefragt, wie der moderne Mensch mit dem Horror umgeht, welcher plötzlich im Alltagsleben erscheint.


Das Fazit von: VanTom

VanTom

The Consuming Shadow sollte man eine Chance geben. Es ist vielleicht kein abendfüllendes Spiel aber so eine kurze Runde um endlich zum letzten Hinweis zu kommen, hat durchaus ihren Reiz. Es ist auch möglich den Spielfortschritt zu speichern. Der Spieler kann einen entsprechenden Ehrgeiz entwickeln. Weiterhin gibt es weitere Charaktere freizuspielen, welche sich dann jeweils anders spielen. Auch dies kann reizen. Bei Steam hat das Spiel 95 Achivements. Die Grafik lockt garantiert niemanden hinter dem Ofen hervor. Ich stehe aber trotzdem auf dem Standpunkt, dass auch ein minimalistischen Spiel seinen Reiz hat und auch ohne AAA-Grafiken auskommen kann, wenn es entsprechend interessant ist. Wenn ihr H.P. Lovecraft mögt, probiert den Titel.


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