The Count Lucanor

The Count Lucanor

Publisher: Merge Games
Entwicklerstudio: Baroque Decay
Genre: Adventure
Art: Lowprice
Erscheinungsdatum: 18.10.2017
USK 12

The Count Lucanor    25.10.2017 von Mario von Czapiewski

Pixel-Spiele haben Hochkonjunktur – immer noch. So verwundert die Veröffentlichung eines Spiels wie The Count Lucanor heutzutage wirklich nicht mehr. Der Download-Titel für die Nintendo Switch erschien diesen Monat im eShop und verspricht Grusel-Gewusel im Pixellook. Ob die Versprechungen eingehalten werden können?

 

Der 10-jährige Junge Hans hat genug von der Armut seiner Eltern und macht sich auf den Weg, um ein reicher Mann zu werden. Doch auf seinem Weg zum Reichtum begegnet er einem blauen Kobold, der ihn zum Schloss des Count Lucanor lockt. Mit der Aussicht ein reicher Erbe werden zu können, muss Hans zahlreiche Rätsel lösen.

 

Rätsel über Rätsel

 

Startet man das Spiel ist man relativ schnell verwundert. Dafür dass es sich um ein Horrorspiel handeln soll, kommt vor allem die Grafik zu Beginn sehr bunt und farbenfroh rüber und erinnert an vergleichbare Titel aus der frühen Super-Nintendo-Zeit. Nach wenigen Spielminuten eröffnet sich dann allerdings der Aspekt des Grusels im Spiel, der an späterer Stelle ausgeführt werden soll. Bei The Count Lucanor handelt es sich in erster Linie um ein Adventure aus der Vogelperspektive. Man stelle sich ein Rollenspiel ohne Kämpfe und ausschließlichen Rätseln vor. So müssen zahlreichen Gegenstände gesammelt, Botendienste vollführt und Labyrinth ähnliche Gegenden erkundet werden.

 

Pixel-Horror

 

Der Horror-Anteil des Spiels generiert sich nicht nur durch die immer dunkler werdende Spielegrafik, sondern auch durch die makabren Monster und Fallen, denen der 10-jährige Hauptprotagonist entgehen muss. So kann sich Hans nicht verteidigen, sondern muss mit seinem niedrigen Energiehaushalt auskommen. Auch das Speichern ist rar gesät, da hierfür eine verbrauchbare Ressource verwendet wird. Damit motiviert das Spiel den Spieler zu einem langsamen, bedächtigen Vorgehen, das aus dem Spiel zeitweise eine gruselige, spannende, aber auch ruhige Erfahrung macht. Blutig wird es an einigen Stellen auch, was bei einer Freigabe ab 12 Jahren (trotz der Pixeloptik) durchaus verwunderlich ist.


Bildergalerie von The Count Lucanor (6 Bilder)

Gut und günstig

 

The Count Lucanor verzeiht somit aber auch Fehltritte nur sehr selten und kann daher für Einsteiger sehr fordernd sein. Wer also auf rätsellastige Spiele in düsteren Settings steht und der Pixeloptik noch nicht überdrüssig ist, findet bei The Count Lucanor sicherlich viel Unterhaltung. Positiv zu erwähnen ist noch, dass das Spiel vollständig und sehr solide in die deutsche Sprache übersetzt wurde und man sich nicht mit englischen Bildschirmtexten herumschlagen muss. Dies ist gerade bei Download-Titeln aus dem Nintendo eShop leider heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr.


Das Fazit von: Mario von Czapiewski

Mario von Czapiewski

 

The Count Lucanor ist ein sympathisches kleines Rätsel-Abenteuer mit makabren Situationen und einigen, wenigen frustigen Momenten. Wer auf Rätselspiele steht und wenig Geld zur Verfügung hat, ist mit diesem Download-Titel gut bedient.


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positiv negativ
  • sympathische Pixel-Grafik
  • viele Rätsel
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