The Crew - Wild Run Edition

The Crew - Wild Run Edition

Publisher: Ubisoft
Entwicklerstudio: Ivory Tower
Genre: Rennspiel
Sub-Genre: MMO
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 19.11.2015
USK 12

The Crew - Wild Run Edition   23.01.2016 von Xthonios

Im Dezember 2014 erschien präsentierte uns Ubisoft mit The Crew ein Rennspiel, welches im Bereich Open World wirklich Maßstäbe setzte. Man konnte die gesamte Route 66 entlangfahren oder neben den Missionen die Sehenswürdigkeiten bewundern. Zwar war es grafisch kein Referenzspiel, aber die ungeahnten Möglichkeiten werteten das Spiel auf. Jetzt - ein Jahr später - erscheint die erste Erweiterung Wild Run und neben neuen Missionen gibt es auch vier neue Renndisziplinen. Motoren an!

 

Ein kurzer Rückblick: In The Crew (hier unser Review) wird Euer großer Bruder bei einem nächtlichen Deal über den Haufen geschossen und Ihr seid der Glückliche, der dafür verurteilt werdet. Nach fünf Jahren im Knast erhaltet Ihr die Chance, Euren Bruder zu rächen. Da ist es verständlich, dass man die Chance packt und so arbeitet Ihr Euch in der 510 Gang hoch, um den Mistkerl zu erwischen und ans Messer zu liefern. Zurück in die Gegenwart. Mit der neuen Erweiterung, die Ende November erschien, bringt Ubisoft neue Renndisziplinen und neue Fahrzeugklassen in den Fuhrpark.

 

Grafik Update für Alle

Neben neuen Features hat Ivory Tower auch dem Spiel selbst einen visuellen Feinschliff verpasst. Die Texturen sind feiner, es gibt neue Wettereffekte und auch unterschiedliche Fahrverhalten in den einzelnen Wetterbereichen. So verhält sich Euer Wagen bei Regen anders, als bei trockenem Wetter. Allerdings zeigte sich recht schnell, dass es hier keine Nuancen gab, sondern entweder trocken oder nass. Soundtechnisch hat sich nicht viel getan, viele Autos klingen immer noch gleich, die Umgebungseffekte sind immer noch gut gelungen und die deutsche Lokalisierung ist immer noch lobenswert.

 

Wild Run in Aktion

Neben dem grafischen Feinschliff ist natürlich vor allem Eines wichtig: Was wird in Wild Run geboten. Zu Beginn des Spiels absolviert man ein kurzes Tutorial, um die neuen Klassen / Fahrzeuge kennenzulernen. Im Anschluss hat man Zugriffe auf die neuen verschiedenen Renndisziplinen. Neu sind auch wöchentliche Herausforderungen, für die man sich jedoch oftmals erst qualifizieren muss, um teilnehmen zu können. Beispiele hierfür sind z. B. ein bestimmtes Level in einer der Disziplinen, oder man muss eine bestimmte Fahrzeugklasse erreicht haben. Weitere Punkte könnten eine Mindestanzahl an gefahrenen Kilometern, an soundsovielen Driftstrecken oder Sprüngen mit Fahrzeugen sein. Ein Punkt, der ehrgeizigen Spielern eine Langzeitmotivation bescheren wird.

 

Aber auch die stärkere Einbindung von Gruppenaufgaben ist neu. Während man früher eigentlich Alles allein spielen konnte, so findet man jetzt Herausforderungen oder Aufgaben, die man nur in einer Gruppe (Crew) schaffen kann. Da bei Herausforderungen nicht das Einzel- sondern das Gesamtergebnis zählt, wird schnell deutlich, welche Vorteile eine Gemeinschaft mit sich bringen kann. Gab es früher schon jede Menge Rennen, so gibt es jetzt sogar noch mehr Rennen und Aufgaben zu erledigen. Neben den normalen Aufgaben versammelt The Crew Wild Run die Spieler im Rahmen von sogenannten "Summits", in denen Sie ihre Talente in den unterschiedlichsten Bereichen und auf verschiedensten Terrain unter Beweis stellen können. So gibt es pro Woche zwei Qualifikationen, an denen jeder Spieler teilnehmen kann. Nach einem insgesamt einmonatigen Wettkampf werden die besten Teilnehmer dann zu einem Finale zugelassen, um dort dann um einen Titel und mit exklusiven neuen Fahrzeugen belohnt zu werden. Wer hier also ehrgeizig ist, benötigt neben Zeit auch eine gehörige Portion Durchhaltevermögen. Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit, z. B. eigene Rennen zu erstellen und diese dann als Herausforderung innerhalb der Crew oder Freunden zu teilen. So kann man beliebige Streckenpunkte auf der Karte auswählen und dann im freien Rennen seine Lieblingsstrecken erstellen.

 

Neue Autos, noch mehr Rennen

Wie bereits erwähnt, gibt es neue Fahrzeugklassen. Ihr könnt Eure Autos jetzt für Drift oder Dragster Rennen umbauen oder Euch hinter das Steuer eines Monstertrucks setzen und in Parkours um die Wette fahren. Aber auch Motorräder stehen ab sofort zur Verfügung. Vor allem dank unterschiedlicher Fahrphysik hat jede neue Fahrzeugklasse auch seine eigene Herausforderung wie man die Fahrzeuge steuern muss. Bereits im Hauptspiel hat man schnell gemerkt, dass ein Straßenflitzer sich nur bedingt für Offroad Rennen eignet und der Wagen kaum zu steuern war. Für das Motorrad gibt es spezielle Rennen und auch Kunststücke wie beispielsweise Slalomrennen.

 

Bildergalerie von The Crew - Wild Run Edition (9 Bilder)


Das Fazit von: Xthonios

Xthonios

Mit Wild Run veröffentlicht Ubisoft eine erste Erweiterung für The Crew. Noch mehr Rennen, noch mehr Aufgaben, neue Fahrzeugklassen und langfristige Herausforderungen sorgen für noch mehr Überlastung auf der Weltkarte (Nordamerika). Wen bereits die schier enorme Vielfalt in dem Spiel überfordert hat, bekommt jetzt noch einmal eine Kelle drauf. Auch das neue Grafikupdate - welches im Übrigen auch für Nichtkäufer der Erweiterung verfügbar ist - sorgt zudem für ein etwas realistischeres Fahrgefühl und etwas mehr Spielspaß. Allerdings bleibt The Crew trotz einiger Neuerungen immer noch The Crew. Wer also mit dem alten Spiel nicht warm geworden ist, wird auch mit Wild Run nicht umschwenken. Es ist Vieles gleichgeblieben, Arkade bleibt Arkade und die Story ist immer noch sehr dünn. Die offene Welt ist ein wenig schicker geworden, aber letzten Endes bleibt alles gleich.


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positiv negativ
  • Vier neue Klassen: Motorrad, Drift, Dragster und Monster Truck
  • Eine absolut enorm große und offene Spielwelt
  • Zahlreiche Sehenswürdigkeiten der USA mit viel Liebe zum Detail
  • Grafisches Update - auch für Spieler ohne Erweiterung
  • Zufällige Wettereffekte
  • Umfangreiche Tuningmöglichkeiten in allen Bereichen
  • In neuer Retailversion ist Erweiterung und Spiel inklusive
  • Internetverbindung zwingend erforderlich
  • Manche Rennen sind eher Glückssache





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