The Elder Scrolls V: Skyrim Special Edition

The Elder Scrolls V: Skyrim Special Edition

Publisher: Bethesda
Entwicklerstudio: Bethesda Game Studios
Genre: Rollenspiel
Sub-Genre: Open World Rollenspiel
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 28.10.2016
USK 16

The Elder Scrolls V: Skyrim Special Edition   16.11.2016 von Der Ohm

Fünf Jahre sind in der Spielebranche eine lange Zeit. Viele Spiele die vor einen halben Jahrzehnt erschienen sind, sind schon längst wieder in Vergessenheit geraten. Doch immer wieder heben sich einzelne Titel aus der grauen Masse ab. Eines dieser Ausnahmen ist Bethesdas Skyrim. Wie bereits bei seinen Vorgängern Oblivion und Morrowind entwickelte sich eine große Fangemeinde. Bis heute wird das Spiel durch selbstprogrammierte Änderungen, sogenannten Mods, in jeglicher Hinsicht optimiert. Jetzt hat sich Bethesda selbst der Sache nochmals angenommen und neben der Portierung auf die aktuelle Konsolengeneration auch deutlich an der Grafikschraube gedreht. Ob sich eine Neuanschaffung lohnt und ob sich noch weitere Neuigkeiten eingeschlichen haben, erfahrt Ihr in diesem Test...

 

Wir erinnern uns: Das Königreich Tamriel steht vor dem Abgrund. Der Herrscher des Reichs wurde ermordet und ein erbitterter Kampf um den Thron entbrennt. Inmitten dieser Turbulenzen erwacht eine alte, böse Macht. Drachen, lange als Mythos verklärt, verdunkeln wieder den Himmel. Aller Hoffnung liegt nun auf eine alte Prophezeiung, die Ankunft eines Helden, den Drachengeborenen.

 

Vor fünf Jahren begeisterte die Geschichte um den namenlosen Helden unseren Chefredakteur Panikmike so sehr, dass er Skyrim die Höchstpunktzahl von 10 verliehen hat. In den folgenden Jahren sind noch die offiziellen Add-ons Dawnguard, Heartfire und Dragonborn erschienen, die  gemeinsam mit kleinen Feature Updates wie den Kampf zu Pferd für PC, Xbox 360 und der PS3 als Legendary Edition erschienen sind.  Auf dieser Fassung basiert nun auch die aktuelle Special Edition und vorab sei gesagt, dass sich am Spielgeschehen selbst seit dem nichts mehr verändert hat. Doch ganz so einfach ist das nicht. Die bereits erwähnten Mods der Fan-Base erweitern das Spiel auf Wunsch fast ins Unendliche. Doch dazu gleich mehr.

 

Beginnen wir mit der auffälligsten Änderung der Special Edition, der Grafik. Kenner der klassischen Variante fallen mehrere Punkte sofort ins Auge. Die vorher oft blau-gräuliche Welt erstrahlt nun in leuchtenden, kontrastreichen Farben. Warme Farbtöne bedecken die weiten Ebenen, sobald die Sonne über Himmelsrand aufgeht. Neben der erhöhten Weitsicht, die besonders nach Ersteigung der zahlreichen Berggipfel zum Verweilen einlädt, wurde auch eine Tiefenunschärfe eingebaut. Sobald der Spieler seinen Blick auf nahe Objekte oder NPCs fokussiert, verschwimmt das weitere Umfeld wie bei einer Spiegelreflexkamera. Durch die erhöht zur Verfügung stehende Rechenleistung sind auch die Wälder dichter geworden, das Blattwerk wurde mächtig aufpoliert. Doch nicht jeder Bereich fand so viel Beachtung. Die Gesichter der Charaktere sind leider auf dem technischen Stand von 2011 stehen geblieben - Latexmasken mit hölzerner Mimik.

 

Der für viele Spieler vielleicht wichtigere Punkt ist die Unterstützung der Mods auf der PlayStation 4 sowie der Xbox One. Was für PC Spieler bereits ein alter Hut ist, ist in der Konsolenwelt noch absolutes Neuland - vor allen auf der PlayStation 4, wo Sony mit massiven Beschränkungen den Einsatz dieser fanbasierten Erweiterungen  bisher komplett den Riegel vorgeschoben hat. Höchstwahrscheinlich wurde dies so entschieden, um Raubkopien und Jailbreaks durch eventuelle Sicherheitslücken zu vermeiden. Leider stehen daher für Mods auf Sonys Konsole nur 900 MB zur Verfügung, was für Hardcore-Gamer einfach zu wenig ist.

 

Bildergalerie von The Elder Scrolls V: Skyrim Special Edition (5 Bilder)

Um diese Einzuspielen muss der Spieler zunächst ein Account bei Bethesda einrichten. Sobald alle Daten angegeben wurden, werden die zurzeit erhältlichen Mods angezeigt. Diese Modifikationen können grafischer Natur sein, neue Missionen einbauen oder sogar die komplette Spielwelt umgestalten. Sollte eine interessante Anpassung dabei sein, so kann sie dort direkt heruntergeladen werden. Aber Vorsicht, sobald eine Modifikation im Menü aktiviert ist, ist es nicht mehr möglich Trophäen zu erhalten.

 

Wie der geneigte Leser bereits erkannt hat, ändert sich für den PC-Spieler bis auf die Grafik so gut wie nichts. Wohl nicht zuletzt deshalb stellt Bethesda das Update für alle, die bereits vor Release der Special Edition Besitzer von Skyrim waren, das Update kostenlos zur Verfügung. Eine Einschränkung gibt es hier trotzdem, man muss auch im Besitz aller Add-ons sein.


Das Fazit von: Der Ohm

Der Ohm

Skyrim ist bereits jetzt ein Klassiker der Rollenspielwelt, doch nicht nur grafisch in die Jahre gekommen. Die unveränderte Spielmechanik schmeißt dem Spieler hier und da Knüppel zwischen die Beine, die Inventarverwaltung ist weiterhin unübersichtlich und zäh zu bedienen. Dass so etwas heute nicht mehr nötig ist beweisen moderne Genrevertreter wie allen voran The Witcher 3. Hoch anzurechnen ist es Bethesda aber, dass sie auch nach all den Jahren das Spiel nicht vergessen haben. Wie oft wird von den Studios nach dem Release ein Spiel direkt zu den Akten gelegt, vielleicht höchstens noch ein Bug gefixt. Da ist die kostenlose Bereitstellung für langjährige PC Spieler noch ein I-Tüpfelchen und ein echter Mehrwert für den Kunden. Ich bin begeistert.


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positiv negativ
  • Kostenlos für PC Spieler der ersten Stunde
  • Erstmals für die aktuellen Konsolen verfügbar
  • Mod support
  • Alte Probleme nicht beseitigt
  • Angestaubtes Inventar-Management





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