The Founder

The Founder

Originaltitel: The Founder
Genre: Drama
Regie: John Lee Hancock
Hauptdarsteller: Michael Keaton • Nick Offerman
Laufzeit: DVD (113 Min) • BD (117 Min)
Label: Splendidfilm
FSK 0

The Founder   27.08.2017 von MarS

Mc Donald´s, gegründet im Jahr 1940 von den Brüdern Richard und Maurice Mc Donald, ist die umsatzstärkste Fast-Food-Kette und gleichzeitig einer der größten Immobilienbesitzer der Welt. Die nicht ganz so einfachen Anfänge des erfolgreichen Franchise-Unternehmens schildert nun Regisseur John Lee Hancock, der auf Geschichten nach wahren Begebenheiten spezialisiert ist (u.a. Blind Side - Die große Chance, Saving Mr. Banks), in seinem Film The Founder...

 

Ray Kroc ist ein Vertreter von Milchshake-Mixern und trotz ausbleibender Erfolge stets motiviert, sehr zum Unmut seiner Frau und belächelt von seinen Freunden. Sein Leben soll sich jedoch mit einem Mal völlig verändern, als er im kalifornischen San Bernardino auf das Schnellrestaurant der Brüder Mc Donald stößt. Er ist so begeistert von der Fast-Food-Idee, dass er alles daran setzt aus dem kleinen Betrieb eine landesweite Franchise-Kette zu erschaffen. Zunächst sind die Brüder nicht sehr begeistert und zweifeln am Vorhaben Krocs, doch letztendlich gelingt es ihm die Rechte für die Expansion zu erwerben. Anfangs scheint alles noch gut zu laufen, doch als Kroc die Effizienz und den Profit der Läden durch eigenwillige Entscheidungen steigern will, stößt er bei den Brüdern Mc Donald auf Widerstand, denn für sie stehen Qualität und Einhaltung ihrer persönlichen Standards an erster Stelle...

 

The Founder präsentiert unterhaltsames Erzählkino, das zwar ein gemächliches jedoch angenehmes Tempo an den Tag legt, dem es jedoch an echten Highlights mangelt. So zeigt der Film die Anfänge der Mc Donald´s Corporation aus der Sicht des ehrgeizigen und hartnäckigen Ray Kroc, großartig dargestellt von Michael Keaton, und wirft dabei sowohl einen Blick auf die rechtlichen Probleme als auch die menschliche Seite des Franchise-Ausbaus, ohne die Präsenz und Ausstrahlung von Keaton würde das Ganze jedoch recht schnell langweilig werden. Die Erzählung ist stimmig und greift alle wichtigen Punkte der Geschichte auf, spult diese aber lediglich chronologisch nacheinander ab ohne inszenatorische Akzente zu setzen. Letztendlich sorgt hier also nur die charakterliche Wandlung und die unnachgiebige Härte der Hauptfigur für die nötige Unterhaltung, denn ansonsten bleiben Spannung oder emotionale Momente leider auf der Strecke. Wirklich gut kommt der Gründer der Mc Donalds Corporation nicht weg, wenn er aus Profitgier und Machthunger seine Ellenbogen ausfährt und die Gefühle der Mitmenschen auf der Strecke bleiben. Kein Wunder also, dass das Unternehmen seine eigenen Anfänge gerne einmal ignoriert und lieber nach vorn blickt.

 

Bildergalerie von The Founder (7 Bilder)

Das Bild der Blu-ray ist optisch sehr ansprechend. Während die Farbgebung natürlich und die Kontrastierung größtenteils ausgewogen ist, können auch Schärfe und Detailreichtum überzeugen. Nur sehr selten sind kleinere Fokussierungsunschärfen auszumachen, gleiches gilt für feines, dezentes Filmkorn, welches ab und an in dunklen Bereichen auftaucht. Die Tonspur ist wie zu erwarten genrebedingt eher frontlastig, bietet im vorderen Boxenbereich aber klar definierte Signalortung und klare Dialoge. Eine Surroundeinbindung bleibt fast vollständig aus, wird hier aber auch nicht benötigt.


Das Fazit von: MarS

MarS

The Founder bietet einen interessanten und aufschlussreichen Einblick in die Anfangszeit der Mc Donald´s Corporation und hält sich stark an die realen Ereignisse in den 50er und 60er Jahren, stützt sich dabei aber inszenatorisch etwas zu sehr auf den Hauptdarsteller Michael Keaton, der das Geschehen weitestgehend im Alleingang stemmen muss. Fehlende Highlights und Akzente kompensiert dieser zwar mit seiner Ausstrahlung und der glaubwürdigen Wandlung seines Charakters, letztendlich fehlt es dem linearen Aufbau jedoch dennoch an Intensität. The Founder bietet unterhaltsames Erzählkino für die ganze Familie, dem es ein wenig an der nötigen Dramaturgie und Emotionalität fehlt.


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