Ein Comeback in aufgehübschtem Gewand: „The Humans“ kommen 17 Jahre nach ihrem ersten Release auf dem Sega Mega Drive auf den PC und den DS. Hat sich das Warten gelohnt? Einfach hier klicken und lesen...
Human History
Das passierte 1992: Microsoft bringt Windows 3.1 auf den Markt, der neue Münchner Flughafen wird eingeweiht und U96 führen 13 Wochen lang die Singlecharts an. Und ein paar Leute sitzen vor dem Sega Mega Drive und zocken das Plattform-Game „The Humans“.
Wer noch das Spiel „Lemmings“ kennt, dem ist das Spielprinzip vertraut: In einem aus Plattformen aufgebauten Level muss man sich unter Zeitdruck seinen Weg zum einem Zielhäuschen bahnen. Dabei können verschiedene Hilfsmittelchen verwendet werden, wie zum Beispiel Keulen, Pfeile, Fackeln oder auch andere Stammesmitglieder, die als menschliche Leiter dienen. Als zusätzlichen Anreiz für besondere Effizienz beim Spielen gibt es noch zusätzliche Sekundärziele zum Sammeln für Bonusmedaillen. So kann man beispielsweise gegnerischen Statuen um modellieren oder versuchen die Levels innerhalb bestimmter knapper Zeitlimits zu schaffen.
Gameplay
In den acht Welten mit jeweils 10 Levels findet das hauptsächliche Spielgeschehen auf dem unteren Bildschirm statt, der obere zeigt euch immer eine gröbere Karte des aktuellen Spielgebiets. Wirklich übersichtlich, prima gelöst.
Die Steinzeitleute mit der auffälligen Knollennase folgen durch Bewegungen mit dem Steuerkreuz eurem Marschbefehl. Bei Bedarf können sie auch kleinere Abstände zwischen Plattformen überspringen. Wenn´s mal breitere Lücken gibt, braucht man eine Art Speer, mit dem ihr den Urmenschen ähnlich wie im Stabhochsprung über eine Schlucht bringt. Der Speer kommt euch auch sehr gelegen, wenn Urzeitviecher wie Dinosaurier und ähnliche unangenehme Zeitgenossen von damals euch den Weg zum Ziel blockieren. Mit einem gezielten Schuss tragt ihr dann euren Beitrag zum Aussterben der Reptilien bei. Achtung Tierfreunde: Nein, Tierschutz bringt euch hier nicht weiter. In diesem Fall müsst ihr leider bei Tetris oder Peggle bleiben.
Ein klassisches Tutorial gibt es so gesehen nicht, das Wissen wird euch von einem Medizinmann eingetrichtert. Damit er euch gnädig gestimmt ist und an seiner Weisheit teilhaben lässt, müsst ihr ihn mit seinen Lieblingsfrüchten versorgen, die im Level verteilt gesucht werden müssen. Was euch von eurem Ziel dem Levelausgang trennt, sind zum Beispiel Hürden wie hohe Wände. An diesen kann man eine Räuberleiter aus mehreren Stammesmitgliedern bilden. Pro Level stehen einem nämlich meist mehrere „Humans“ zur Verfügung, zwischen denen ihr per Knopfdruck wechseln könnt.
Als sehr praktisch bei Barrieren, die den Weg versperren, können sich Fackeln erweisen. Da löst sich das Problem dann wunderbar einfach in Rauch auf. Auch Bergsteigerfreunde unter euch werden bedient: Mit einem Seil könnt ihr euch an steilen Hängen abseilen und euch drei mal kräftig auf die Brust klopfen.
I´m only human
Die ersten Levels sind nicht besonders anspruchsvoll, aber nach einigen Runden kommt der Bereich für Puzzlelösung in euren grauen Zellen langsam in Schwung und muss auch mal in die Raucherpause gehen. Am Anfang sind es nur wenige und sehr einfache Knobelaufgaben, die ihr pro Level lösen müsst. In späteren Spielabschnitten verliert man zunehmend den Überblick, wann man wo und vor allem mit welchen Humans etwas machen muss. Es dauert auch einigermaßen lange, wenn man sich im Level mal verlaufen hat oder andere Humans zum Bauen einer Räuberleiter von einem entlegenen Punkt aus wieder holen muss. Das verbraucht Zeit und Nerven.
Die Grafik ist für DS-Verhältnisse okay, die Comicgrafik kommt hier sehr nett rüber. Die Animationen der Knubbelnasen sind nett, jedoch sieht man sich mit der Zeit ein bisschen daran satt.
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