The Hunter 2013 - Deutsche Wälder

The Hunter 2013 - Deutsche Wälder

Publisher: Randomedia
Entwicklerstudio: Rondomedia
Genre: Simulation
Sub-Genre: Jagd-Simulation
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 28.08.2012
USK 12

The Hunter 2013 - Deutsche Wälder   25.10.2012 von BeN

Im Oktober letzten Jahres erschien mit „The Hunter 2012“ die erste echte Jagd-Simulation überhaupt. Schnell konnte der Titel mit seinem hohen Grad an Realismus unzählige Spieler für sich gewinnen. Umso mehr wird es diese freuen, dass vor wenigen Wochen der Nachfolger aus dem Hause Rondomedia erschienen ist. Besagtes Spiel trägt den Namen „The Hunter 2013 - Deutsche Wälder“. Ob es sich hierbei um einen gelungenen Nachfolger handelt oder Ihr lieber zur Vorgänger-Version greifen solltet, erfahrt Ihr natürlich in unserem Review ...


Das Spielprinzip von The Hunter 2013 ist schnell erklärt. Ihr streift durch ein offenes Waldgelände und könnt verschiedene Arten von Jagdwild aufspüren, anlocken und erlegen. Das Fährten-lesen sowie Hochschütze helfen dabei. Insgesamt ist die Simulation wirklich sehr realistisch und gelungen. Leider kämpft auch The Hunter 2013 mit dem gleichen Problem wie die meisten Simulationen: der sehr monotone Spielverlauf. Schon nach wenigen Stunden stellt sich eine gewisse Langeweile ein, zumindest bei uns.  
 



Keine signifikanten Unterschiede erkennbar!

Erfahrungsgemäß erwartet ein Spieler bei einem Nachfolger mehrere Verbesserungen beziehungsweise Veränderungen. Diese sucht man bei The Hunter 2013 allerdings vergebens. Zwar kann die Simulation wieder mit wunderschöner Grafik, einer tollen Vertonung, großer Spielwelt, realistischen Tag- und Nachtwechseln und sogar mit Wetteranimationen aufwarten, allerdings kann das der günstigere Vorgänger auch. Ebenfalls an dem Verhalten der Tiere konnten wir keine entscheidenden Änderungen feststellen. Weiterhin unterstützt The Hunter 2013 das sogenannte ethische Jagen. Dieses schreibt Euch waidgerechte Waffen und Munition vor. Damit soll verhindert werden, dass große Tiere mit kleinen Kalibern gequält und kleine Tiere von großen Kalibern zerfetzt werden. Dieser Aspekt verleiht dem Spiel mehr Realismus, wobei andere Aspekte wie Wildbretverlust vernachlässigt wurden. Zusatzfunktionen wie Ranglisten und das Teilen der Erfolge über Facebook sind ebenfalls implementiert.


Wie bereits erwähnt, gibt es keine signifikanten Veränderungen. Beispielsweise fehlt weiterhin ein Multiplayermodus, eine Handlung gibt es ebenfalls nicht, genauso wenig wie ein Karriere-Modus oder freies Speichern. Ebenfalls ist es nicht möglich, in der Nacht auf Jagd zu gehen, denn bei Nachteinbruch teleportiert Euch das Spiel zurück in Euer Lager. Andere Funktionen, wie Angeln oder neue Gegenstände, lassen ebenfalls auf sich warten. Sogar die Liste der vorhandenen Tiere ist weitesgehend gleich geblieben: Elch, Schwarzbär, Weißwedelhirsch, Wildschwein, Kojote, Fasan, Truthahn, Schwarzwedelhirsch, Maultierhirsch und Roosevelt-Wapiti. Was allerdings vorhanden ist, ist eine Abonnement-Pflicht. Dieses schlägt mit circa 3,50€ pro Monat zu Buche. Ob besagte Gebühren gerechtfertigt sind, lässt sich schwer abschätzen, weswegen wir von einer Wertung dieser absehen.
 



Verkaufsversion versus Onlineversion

Prinzipiell gibt es zwei verschiedene Versionen von The Hunter 2013 - Deutsche Wälder. Auf der einen Seite gibt es die klassische Verkaufsversion mit DVD-Hülle, Beschreibung und allem, was dazu gehört. Auf der anderen Seite gibt es die Onlineversion, diese könnt Ihr einfach aus dem Internet kostenpflichtig herunterladen. Einen wirklichen Unterschied gibt es hierbei nicht. Allerdings beinhaltet die Verkaufsversion neben einer 6 monatigen Mitgliedschaft zwei exklusive Bonusgegenstände. Den exklusiven Jagdrepetierer "Anschütz 1780 D FL - Kaliber .308 Win" sowie ein Outdoor-Zelt. Beide Gegenstände würden im Online Shop circa 10 Dollar kosten.


Die wohl einzige Neuerung bei der 2013er-Version ist das neue Jagdgebiet. Es trägt den Namen „Hirschfelden“ und ist deutschen Wäldern nachempfunden. Leider hat das Szenario nichts mit dem gleichnamigen Hirschfelden bei Krumbach in Bayern zu tun. Ebenfalls konnte uns das neue Gebiet nicht überzeugen. Es handelt sich schlussendlich um einen Mischwald ohne besondere Orte oder Sehenswürdigkeiten. Einzig zwei Bauernhöfe sind auf dem großen Areal verteilt, dabei haben deutsche Wälder so viel mehr zu bieten. Insgesamt wirkt dieser Titel höchstens wie ein kleiner Patch und keineswegs wie ein eigenes Spiel und noch weniger wie ein Nachfolger.


Probieren geht über Studieren!

Über die Spiel-eigene Internetseite www.thehunter.com könnt Ihr eine Probeversion herunterladen. Diese ist überraschend vielseitig und natürlich komplett kostenlos. Wir raten Euch, diese vorab zu erwerben und das Spiel ausgiebig zu testen. Ihr startet dort in dem Gebiet „Loggers Point“ mit einer Waffe und unendlicher Munition. Vor Ort könnt Ihr dann jede Menge Rotwild jagen. Sollte Euch das Spiel zusagen, könnt Ihr getrost zulangen, ansonsten Finger weg!


Sollte Eure Mitgliedschaft einmal ablaufen, landet Ihr automatisch mit Eurem Charakter auf dieser Probe-Ebene. Allerdings behaltet Ihr sämtliche Gegenstände, Fähigkeiten, Erfolge und Boni.


Das Fazit von: BeN

BeN

Bei The Hunter 2012 und The Hunter 2013 handelt es sich nahezu um identische Spiele. Einziger Unterschied ist das neue Jagd-Gebiet „Hirschfelden“ in Deutschland. Allerdings könnt Ihr auch mit Eurer alten Version und der Investition von wenigen Euro dieses Gebiet für einen Monat spielen. Ein Kauf des Nachfolgers ist dafür nicht zwingend notwendig. Die Serie ist wirklich eine der besten Simulationen, die ich bisher testen durfte. Alles wirkt sehr realistisch, die Grafik ist wunderschön, die Tiere verhalten sich sehr intelligent und auch sonst wirkt das Spiel sehr stimmig. Natürlich gibt es hier und da ein paar Kritikpunkte, wie fehlende Multiplayermodi oder die Nachtjagd. Bis Ihr schlussendlich ein Tier erlegen könnt, gehen mehrere Stunden ins Land, Simulation wird hier wirklich sehr groß geschrieben. Doch all dies hatte auch schon der günstigere Vorgänger zu bieten und Neuerungen sucht man vergebens. Wenn Ihr also interessiert seid. solltet Ihr lieber zu dem Vorgänger The Hunter 2012 greifen.


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