The Jungle Book

The Jungle Book

Originaltitel: The Jungle Book
Genre: Abenteuer • Drama
Regie: Jon Favreau
Hauptdarsteller: Neel Sethi
Laufzeit: DVD (102 Min) • BD (106 Min)
Label: Walt Disney Home Entertainment
FSK 6

The Jungle Book   31.08.2016 von Born2bewild

Wer kennt es nicht „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ aus Das Dschungelbuch. Mittlerweile ist der zuletzt von Walt Disney veröffentlichte Film schon neununddreißig Jahre alt. Kaum verwunderlich also, dass es eine Neuauflage des Films gibt. In Kombination aus einem realen Schauspieler als Mogli und einem animiertem Umfeld erscheint nun am 01.09.2016 The Jungle Book für das Heimkino. Ob sich die Investition lohnt, erfahrt ihr in unserem Review…

 

Mogli rennt atemlos durch den Dschungel. Er wird verfolgt. Doch die Hetzjagd scheint nur auf den ersten Blick als solche. Sie ist Bestandteil seiner Ausbildung und die Jagenden ist kein geringerer als sein bester Freund, der Panther Baghira. Und dieser erzählt uns auch die außergewöhnliche Geschichte des kleinen Mogli.

 

Vor langer Zeit fand Baghira Mogli im Dschungel. Er hatte Mitleid mit dem kleinen Jungen und übergab ihn an das Wolfsrudel. Die Wölfin Raksha zieht ihn auf wie ihr eigenes Junges und so ist Mogli eher ein Wolf als ein Mensch. Das Leben im Dschungel scheint unbeschwert für ihn. Alle um ihn herum sind ihm freundlich gesonnen. Doch das Blatt wendet sich eines Tages als eine Trockenperiode einsetzt und die Tiere gezwungen sind, ein Gesetz in Kraft zu setzen. Bestandteil des Gesetzes ist, dass alle Tiere friedlich am Wasserloch trinken können, ohne von anderen angegriffen zu werden oder eben andere Tiere anzugreifen.

 

Als Mogli sich eines Tages zu dem Wasserloch begibt, taucht der gefürchtete Tiger Shir Khan auf. Er wittert den Jungen sofort und gebietet den Wölfen, ihn nach der Trockenperiode auszuliefern. Als sie ihm das verweigern, droht er damit, andere Leben zu nehmen. Als die Regenzeit wieder einsetzt, stehen die Wölfe vor der Entscheidung, Mogli zu beschützen und damit ihr eigenes Leben aufs Spiel zu setzen oder den Menschenjungen fort zu schicken. Doch Mogli macht die Entscheidung einfach, er verabschiedet sich vom Rudel. Baghira übernimmt die Aufgabe ihn ins Menschendorf zu führen, als sie auf dem Weg dorthin von Shir Khan angegriffen werden…

 

Wird es Baghira gelingen, Mogli vor Shir Khan zu schützen? Wird Mogli das Menschendorf erreichen?

 

Die grobe Geschichte des Dschungelbuchs dürfte mittlerweile fast jeder kennen. Auch in der Realverfilmung lernt Mogli neben seinen bereits erwähnten Freunden viele weitere, aus dem Original bekannte Gesichter kennen. So bekommt er Kaas erdrückende Zuneigung zu spüren und trifft auch auf den faulen und singenden Bären Balu. Natürlich dürfen auch die bekannten Hits á la „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ nicht fehlen.

 

Anfangs gilt für Mogli noch Baghiras Vorsatz niemals wie ein Mensch, sondern wie ein Wolf vorzugehen. Doch dank Balu lernt er auch seine Stärken als Mensch auszuprobieren. Doch den Erfolg, den sich King Louie von ihm in der Affenstadt erhofft, den kann er nicht verbuchen.

 

Neben dem hervorragenden Schauspiel des jungen Neel Sethi als Mogli bietet der Film das, was auch schon der Zeichentrickfilm bot. Eine schöne Geschichte, die mit viel Humor und Dramatik geleitet wird. Im Film liegen die beiden Emotionen sehr nah beieinander und man schwankt zwischen einem Tränenausbruch und einem Lachanfall.

 

Bildergalerie von The Jungle Book (10 Bilder)

Technisch gesehen ist der Film hervorragend. Die Animationen sind sehr gut gelungen und kommen mit der gestochen scharfen Bildqualität der Blu-ray hervorragend zur Geltung. Der Sound als solches ist ebenfalls sehr gut abgemischt. Hin und wieder waren wir uns nicht sicher, ob da etwas hinter dem Sofa kraucht oder ob es der Sound aus den Boxen ist. Das worüber man sich streiten kann ist die Synchronisation. Sie ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, ist aber dank der turbulenten und emotionalen Handlung schnell vergessen. Die Lieder animieren zum Mitsingen, gerade wenn man das Original schon kennt. Doch wirken sie mit der deutschen Synchronisation leider etwas unbeholfen. An Extras gibt es leider kein Wendecover, dafür aber einige Blicke hinter die Kulissen und Informationen zum Hauptdarsteller.


Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Als der Film gerade in den Kinos lief, habe ich in einer der Kritiken gelesen The Jungle Book wäre Das Dschungelbuch für Erwachsene, die das Original kennen. Diese Aussage trifft es meiner Meinung nach sehr gut. Man erinnert sich im Laufe des Films, der sich in gewissen Details auch vom Original unterscheidet, immer wieder an die Zeichentrick-Variante. Was jedoch wichtig ist zu sagen: Im Gegensatz zur fast vierzig Jahre alten Filmvorlage ist dieser Film definitiv nicht für Kinder geeignet. Warum der Film schon ab sechs Jahren sein soll, ist mir absolut schleierhaft. Es gibt zwar kein Blut oder ähnliches, jedoch herrscht gerade in den Szenen mit Shir Khan eine ziemliche Gewalt. Davon abgesehen gibt es noch die Synchronisation, die mich ein wenig stört. Baghira hat einen sehr guten Synchronsprecher, aber er wirkt meiner Ansicht nach mehr als Erzähler. Gerade am Anfang scheint seine Sprechrolle etwas zu sehr aufgesetzt, anders als wenn er aus seiner „Erinnerung“ erzählt. Nichts desto trotz ist der Film in meinen Augen hervorragend gelungen und bietet für Kinder ab etwa zwölf und für Erwachsene, die schon den Zeichentrickfilm liebten, sehr gute Unterhaltung mit einem Wechselbad der Gefühle.

 

Josi:

Für mich ist The Jungle Book eine gelungene Neuverfilmung. Vor allem die Lieder lassen einen in Erinnerungen schwelgen. Ich erlebte ein Wechselbad der Gefühle. Ich bin mit jeder Schwangerschaft noch näher am Wasser gebaut und es gab so viele schöne und traurige Szenen, dass ich aus dem Tränen vergießen kaum raus kam. Für Kinder ist der Film allerdings nicht empfehlenswert. Sicherlich hat die FSK-Stelle eine Begründung dafür, aber meinen Kindern zeige ich diesen Film nicht bevor sie Zehn sind. Dafür ist er durch das sehr gut umgesetzte Motion Capturing dann doch zu realistisch. Das wiederum spricht für diesen Film. Und der gerademal Zwölfjährige Hauptdarsteller macht einen unglaublich guten Job, wenn man dazu noch bedenkt, dass er ja keinen echten Gegenpart zum Spielen hatte.


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