The Legend of Korra

The Legend of Korra

Publisher: Activision
Entwicklerstudio: Platinum Games
Genre: Action
Sub-Genre: Abenteuer
Art: Lowprice
Erscheinungsdatum: 21.10.2014
USK 12

The Legend of Korra    30.11.2014 von Hinack

Die Legende von Korra, der Nachfolger der extrem populären Serie Avatar – Der Herr der Elemente, bekommt endlich sein eigenes PC-Game. Ob das Spiel die hohen Erwartungen erfüllt, die an einen Entwickler wie Platinum Games (Bayonetta) gestellt werden, und die seit 2012 laufende Serie bereichert, lest ihr hier.

 

Story

 

Zeitlich ist das Spiel zwischen den Staffeln 2 und 3 angesiedelt. [Anfang Spoiler] Korra hat Unalaq besiegt, Republic City hat aber schwere Schäden davongetragen. [Ende Spoiler]. Zu Spielbeginn wird Korra überfallen, und Chi-Blocker nehmen ihr die Fähigkeit die Elemente zu bändigen. Und so beginnt das Abenteuer. Korra versucht aus Republic City zu fliehen und Air Temple Island zu erreichen, in der Hoffnung, dass Tenzin ihr helfen kann. Dieser ist aber nicht dort und ihre Verfolger spüren sie schnell wieder auf. Im Laufe des Spiels habt ihr die Möglichkeit, eure Bändigungsfähigkeiten wieder zurückzuerlangen und herauszufinden, mit wem ihr es zu tun habt. Alles in Allem ist die Story leider sehr dünn, selbst für ein Spiel, das man locker in 4-6 Stunden durchspielen kann. Man darf sicherlich keine Story à la Assassin's Creed erwarten, aber ein wenig mehr Einbindung in die Welt oder die Serie hätte nicht geschadet.

 

Technik & Gameplay

 

Technisch hinterlässt das Spiel einen gemischten Eindruck. Die Grafik ist in Ordnung und orientiert sich, zumindest bei einigen Locations und den Figuren, stark an der Serie. Was man aber vermisst, sind hochauflösende Texturen. Wände sind oft nur braune, matschig aussehende Flächen, denen jede räumliche Tiefe fehlt. Die Kampfanimationen sind flüssig und jeder Kampfstil ist komplett anders animiert. Das sorgt für angenehme Abwechslung. Mit Abwechslung können die Gegner leider nicht trumpfen. Wir treffen im Prinzip fast immer dieselben Gegner, die sich wie die Standardgegner nur in der Farbe der Uniform und ihrer Angriffstaktik etwas unterscheiden. Manche Zwischengegner sehen nur anders aus, sind im Endeffekt aber immer wieder dieselben. Das ist sehr schade, denn dort wäre sehr viel mehr möglich gewesen. Musikalisch jedoch ist das Spiel top. Es werden viele Songs aus der Serie benutzt, und das sorgte bei mir schon für ordentliche Stimmung, da ich großer Fan der Serie bin. Was mir aber wirklich sauer aufstößt, sind Dinge wie folgende: Wenn ihr sterbt, müsst ihr jedes verfluchte Mal in Korras Zimmer, der Raum, in dem ihr euer Inventar und eure Items verwaltet. Dort müsst ihr dann die Verbrauchsgegenstände jedes Mal aufs Neue auf die Slots legen, um sie auch nutzen zu können. Sonst habt ihr sie beim neuen Versuch nicht ausgerüstet. Keine Ahnung, wer diese glorreiche Idee hatte, aber das ist schon ziemlich nervig – selbst, wenn man nicht oft stirbt. Und was mir auch ein wenig sauer aufstößt, ist ein Problem, das seit Assassin's Creed zur absoluten Modeerscheinung geworden ist: das Counter-System. Viele eurer Gegner besiegt ihr stumpf durch inflationäres Benutzen der Counter-Taste, und Korra putzt sie weg. Es ruiniert das Spiel nicht, aber schmälert für mich die manchmal Kämpfe doch merklich. Ist aber auch wohl eher meckern auf hohem Niveau, denn die Kämpfe sind schnell und, da man in Kombos auch das benutzte Element wechseln kann, sehr abwechslungsreich. Jedes Element spielt sich anders, Erde teilt mächtig aus und kann nicht geblockt werden, ist aber langsam. Wasser geht auf Reichweite, ist recht schnell und ermöglicht viele Kombos. Feuer richtet viel Schaden an und Luft sorgt für schnellere Bewegungen und Kombos. Es gibt auch noch einen Pro-Bending-Spielmodus, in dem man das Team der Fire Ferrets in Ligaspiele schicken kann und dort steuert. Um das freizuspielen, müsst ihr die Story einmal komplett durchspielen. Auf jeden Fall für zwischendurch eine willkommene Abwechslung und gute Idee für Fans.

 

Bildergalerie von The Legend of Korra (10 Bilder)

Steuerung

 

Tut Euch einen Gefallen und spielt dieses Spiel mit einem Controller! Zu Beginn des Reviews verweigerte mein treuer Xbox-Controller den Dienst, und bis Ersatz da war, hab ich mich mal an die Tastatur getraut. LASST ES! Egal, ob Kämpfe oder Kletterpartien, ihr seid bei beidem wesentlich besser beraten, wenn ihr einen Controller benutzt. Gerade die manchmal vorkommende Kletterei ist mit einem Controller schon nervig genug, wenn man versucht, Vorsprünge zu treffen, die scheinbar massiv kleine Hitboxes haben. Insgesamt lässt sich Korra aber gut steuern, und es gibt wenig zu mäkeln.


Das Fazit von: Hinack

Hinack

Wie bereits im Artikel angedeutet, hinterlässt dieses Spiel gemischte Gefühle. Ich bin großer Fan der Avatar-Serien und war voller Vorfreude, als das Spiel angekündigt wurde. Es ist definitiv ein netter, kurzweiliger Zeitvertreib, gleichzeitig aber auch eine immens große vertane Chance. Es dominiert zwar die Reihe der mal so lapidar entwickelten Lizenzspiele, die von vielen Filmen oder Serien produziert wurde, aber um diese traurige Riege zu dominieren, muss man sich ihr eben leider auch anschließen. Dieses Spiel ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein Entwickler mit gutem Ruf diesen sehr schnell verspielen kann. Für mich wird Platinum Games erst mal nicht mehr zu den Namen zählen, die eigentlich Qualität versprechen. Für Fans ist dieses Spiel durchaus einen Blick wert, wenn man mal Lust hat, den aktuellen Avatar selbst zu verkörpern. Wenn man den Preis von 15 Euro berücksichtigt, kriegt man sogar ein ganz annehmbares Preis-Leistungs-Verhältnis – gerade, wenn man bedenkt, was viele Hersteller heute für vollwertige Spiele oder Add-ons verlangen. Ich hatte zwar schon einigen Spaß mit dem Spiel, aber insgesamt bleibt es eine vertane Chance und verschwendetes Potenzial.


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positiv negativ
  • Gute Animationen der Charaktere
  • Stimmige Musik
  • Viele Kombos möglich
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Schwammige Texturen
  • Teils nervige Sounds
  • Counter-Spammen nötig
  • Trotzdem recht kurz
  • Viel verschenktes Potential





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