The Legend of Zelda: A Link Between Worlds

The Legend of Zelda: A Link Between Worlds

Publisher: Nintendo
Entwicklerstudio: Nintendo
Genre: Adventure
Sub-Genre: Action-Adventure
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 22.11.2013
USK 6

The Legend of Zelda: A Link Between Worlds   15.11.2013 von Benji

Spätestens seit A Link to the Past ist die Zelda-Reihe ein Erfolgsgarant für Nintendo. Die Abenteuer um den mutigen Helden Link gehören zur Videospielgeschichte. Jetzt erscheint mit A Link Between Worlds ein neuer Teil für den Nintendo 3DS, der an den Klassiker A Link to the Past anknüpft. Doch der neue Ableger wirft teils bekannte Spielmechaniken über Bord. Können treue Zelda-Fans trotzdem ihren Spaß finden?

 

Es herrscht Aufregung in Hyrule. Viele Jahrhunderte, nachdem der große Held das Land vor den düsteren Plänen Ganons gerettet hat, sorgt ein mysteriöser Zauberer namens Yuga wieder für Unruhe. Ausgerechnet die Nachfahren der sieben Weisen, die dem Helden damals zur Seite standen, werden in Gemälde verwandelt und in eine Paralleldimension entführt. Der junge Schmiedelehrling Link entpuppt sich in dieser aussichtslosen Lage als neuer Held und muss den Zauberer stoppen.

 

Doch einfacher gesagt, als getan. Link wird fast schon selber zum Opfer, als der Zauberer ihn in ein Gemälde verbannen will. Zum Glück hilft ihm ein magisches Armband, das er vom Händler Ravio bekommen hat, dem Zauber zu entkommen. Mehr noch kann er danach auf Wunsch als Gemälde durch Wände gehen. Gerade diese neue Fähigkeit gibt ihm die Möglichkeit durch Risse in die Parallelwelt Lorule zu gehen, wo Yuga die sieben Gemälde der Weisen versteckt hat.

 

A Link Between Worlds spielt in der gleichen Welt, wie der alte SNES-Klassiker A Link to the Past. Das wird dem geneigten Kenner der Reihe schon durch einen Blick auf die Weltkarte bewusst. Allein durch diesen Wiedererkennungswert stellt sich nach dem Einschalten sofort das typische „Zelda-Feeling“ ein. So startet man als Spieler auch im gleichen Haus, um dort auch an den Wänden direkt kleine Easter-Eggs wie die Majoras Maske zu finden. Die ersten Minuten des Spiels ähneln sich zu denen der anderen Zelda-Titel. Der Held wird in die Geschichte eingeführt und schnell kommt Yuga als Bösewicht dazu.

 

Bildergalerie von The Legend of Zelda: A Link Between Worlds (10 Bilder)

Auch sonst merkt man dem Spiel an, dass es ein richtiges Zelda ist. In kleinen Mini-Spielen kann man wieder Herzteile gewinnen. Durch das Suchen kleiner Oktopusse (sogenannter Maimais) kann man seine Ausrüstung verbessern und in unterschiedlichen Höhlen lassen sich Rubine und andere Dinge finden. Das Spiel bietet also neben der Hauptquest wieder viele Möglichkeiten an, um sich abseits zu beschäftigen.

 

Vollkommen neu hingegen ist die Rolle des mysteriösen Händlers Ravio. Der krempelt nämlich das klassische Spielprinzip der Reihe vollkommen um. Anstatt wie früher die wichtigen Items in den Tempeln zu bekommen und mit ihnen die Rätsel zu lösen, werden diese nun von Ravio verkauft. Ob Enterhaken, Hammer oder Bogen. Ravio bietet sie zunächst zum Ausleihen an und gibt später auch die Möglichkeit, sie komplett zu kaufen. Ein Spielprinzip, das zumindest für Zelda Spiele sehr interessant ist. Habt ihr ein Item nur ausgeliehen, was im Durchschnitt 80-100 Rubine kostet, nimmt Euch der kleine Diener von Ravio diese bei Eurem Ableben wieder ab. Eine sehr nervige Geschichte, da Ihr dadurch gezwungen seid, diese bei Ravio wieder neu auszuleihen. Erst nach der Einführung, wenn es durch die Risse nach Lorule geht, gibt Ravio dem Spieler die Chance die Items für mehr als 1000 Rubine permanent zu kaufen.

 

Diese Anpassung hat eine große Auswirkung auf die Linearität des Spielverlaufs. Denn die Tempel können nun in beliebiger Reihenfolge von den Spielern angegangen werden. Zwar sind immer noch in jedem Tempel spezifische Items notwendig, doch diese können mit Leichtigkeit von Ravio geholt werden. Im Tempel selber gibt es dann als Belohnung Rüstungsupgrades, wie ein stärkeres Schild, die dabei helfen, den Helden im Kampf ausdauernder zu machen.

 

Eine absolute Stärke des Spiels ist der gelungene Cell-Shading Look, der im Zusammenhang mit der klassischen Iso-Perspektive das Feeling der alten Zelda-Titel auf eine moderne Ebene hebt. Die 3D-Effekte des Spiels unterstreichen diesen Eindruck noch. So macht es einiges her, wenn Link bei einem Sprung von einer Anhöhe kurze Zeit aus dem Bildschirm zu kommen scheint.

 

Damit hat es Nintendo geschafft, weg von den neuen Toptiteln für ihre Hauptkonsolen das Feeling der alten 2D-Teile auf ein neues modernes Niveau zu heben.


Das Fazit von: Benji

Benji


Ich fühle mich fast wie in alten Tagen. Wenn Link aus seinem Haus kommt und die typischen Fanfare durch die Lautsprecher klingen, dann fühlt man wieder die Magie der Zelda-Reihe. Etwas ungewohnt war die Umstellung durch Ravios Itemshop. Dadurch entsteht zwar mehr Freiheit im Spielablauf, doch ohne die Freude über die gefundenen Items verliert das Spiel auch ein wenig an Reiz. Trotzdem bleibt The Legend of Zelda - A Link Between Worlds ein verdammt gutes Spiel für den 3DS und kann wohl getrost als Pflichtkauf zu Weihnachten bezeichnet werden.


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