The Railway Man - Die Liebe seines Lebens

The Railway Man - Die Liebe seines Lebens

Originaltitel: The Railway Man
Genre: Drama
Regie: Jonathan Teplitzky
Hauptdarsteller: Colin Firth • Nicole Kidman
Laufzeit: DVD (102 Min) • BD (106 Min)
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 12

The Railway Man - Die Liebe seines Lebens   25.11.2015 von MarS

Dass die größten Geschichten meist das Leben selbst schreibt wurde in der Vergangenheit schon des Öfteren bewiesen und viele der oftmals emotionalen Lebensgeschichten auch bereits filmisch umgesetzt. Das britisch-australische Kriegsdrama The Railway Man - Die Liebe seines Lebens erzählt nun ebenfalls eine solche Geschichte, basierend auf der Autobiografie „The Railway Man“ von Eric Lomax, der während des Zweiten Weltkriegs in einem japanischen Kriegsgefangenenlager in Thailand saß...

 

1980: Der ehemalige britische Offizier Eric Lomax, schon immer fasziniert von Technik und der Eisenbahn, lernt während einer Zugfahrt die junge Patti kennen, welche er wenig später auch heiratet. Doch die beiden stehen schon bald vor Problemen, denn Eric kann seine Kriegsgefangenschaft während des Zweiten Weltkriegs in Thailand einfach nicht vergessen, wo er Gräueltaten über sich ergehen lassen musste, über die er auch heute noch immer nicht sprechen kann. Eines Tages stellt sich heraus, dass einer seiner Peiniger noch lebt und sich immer noch in Thailand aufhält, und so beschließt Eric ihm einen Besuch abzustatten und ihn zur Rede zu stellen...

 

The Railway Man ist ein emotionales Kriegsdrama, welches mit viel Gespür und ohne zu sehr auf die Tränendrüse zu drücken an das eher heikle Thema der Kriegsfolter und den daraus resultierenden psychischen Traumata herangeht. Colin Firth liefert dabei erneut eine hervorragende Darstellung ab und spielt äußerst glaubwürdig und nachvollziehbar den von Erinnerungen gequälten ehemaligen Soldaten. Aber auch Jeremy Irvine als junger Eric Lomax während des Krieges steht ihm mit seiner Leistung in nichts nach. Nicole Kidman als Ehefrau bleibt hingegen eher blass und unspektakulär. Hervorzuheben ist Hiroyuki Sanada als einstiger Peiniger, der trotz seiner kurzen Screentime die wohl emotionalsten Momente des Films zusammen mit Colin Firth bestreitet und letztendlich für die ein oder andere vergossene Träne beim Zuschauer verantwortlich ist. 

 

Insgesamt ist The Railway Man ein Appell an Menschlichkeit und Vergebung, zeigt aber auch in stellenweise drastischer Art und Weise die Gräuel des Krieges und erinnert an ein eher unbekanntes, dunkles Kapitel des Zweiten Weltkrieges. Meist werden hier nämlich nur die Taten des direkten Kriegsschauplatzes Europa beleuchtet, nicht aber die "Nebenkriegsschauplätze" in Asien, die nicht minder tragisch waren. Bisher wurde die Thematik um die Kriegsverbrechen des Eisenbahnbaus der Thailand-Burma-Strecke, der sogenannten "Todeseisenbahn", in Filmen nicht behandelt, die Eisenbahn selbst hatte ihren größten Auftritt im Kriegsfilmklassiker Die Brücke am Kwai

 

Bildergalerie von The Railway Man - Die Liebe seines Lebens (6 Bilder)

Das Bild der Blu-ray ist sehr gut und bietet dem Zuschauer eine klare Schärfe bei natürlicher Farbgebung. Nur in wenigen Momenten schleichen sich leichte Unschärfen ein, die teilweise jedoch als Stilmittel eingesetzt wurden. Der Ton ist für das vorliegende Genre sehr atmosphärisch und kann durch gezielten Einsatz von Surround-Effekten genauso überzeugen wie durch die stets verständlichen Dialoge und die vorhandene Dynamik. Der Soundtrack ist stimmig und emotional.


Das Fazit von: MarS

MarS

 

Das Kriegsdrama The Railway Man verbindet gekonnt die psychischen Auswirkungen des Krieges auf den Mensch nach seiner Rückkehr mit emotional ergreifenden Rückblenden und liefert so packendes Erzählkino nach wahren Begebenheiten. Der Film wird vor allem durch seine starken Schauspieler getragen, die dafür sorgen dass der Zuschauer bewegt wird und sich mit der eher unbekannten bzw. verschwiegenen Thematik auseinandersetzt. Sehr interessant ist im Zuge dessen auch das halbstündige Making of.


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