The Sect

The Sect

Originaltitel: La setta
Genre: Horror • Albtraum-Thriller
Regie: Michele Soavi
Hauptdarsteller: Kelly Curtis
Laufzeit: DVD (112 Min) • BD (117 Min)
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 16

The Sect   06.12.2016 von Panikmike

Der italienische Regisseur und Drehbuchautor Dario Argento ist Horrorfans bestens bekannt. Er hat aber auch einige Filme produziert und einer von ihnen erschien nun als Mediabook auf Blu-ray. Ob The Sect alias The Devil´s Daughter von Regisseur Michele Soavi furchteinflößend oder eher totlangweilig ist, klären wir in folgendem Bericht…

 

Irgendwo in Amerika in den 1970ern: Ein paar Hippies sind in der freien Wildbahn und leben dort ihr Leben wie es ihnen gefällt. Eines Tages treffen sie auf einen Unbekannten, der sich als Damon (Tomas Arana) vorstellt. Nachdem sie ihn in die Kommune aufgenommen und mit ihm gefeiert haben, erleben sie eines Nachts eine böse Überraschung.

 

Ungefähr 20 Jahre später begeht ein Familienvater in der Nähe von Frankfurt einen Mord an einer jungen Frau und wird daraufhin von der Polizei gefasst. Bevor sie ihn abführen können, steckt er sich die Waffe eines Beamten in den Mund und drückt ab. Er klatscht zu Boden und lässt das Herz seines Opfers fallen, welches er zuvor in seine Jackentasche gesteckt hatte.

 

Wenige Tage später fährt die Lehrerin Miriam (Kelly Kreisl) fast am selben Ort einen alten Mann über den Haufen. Dieser ist zwar wohl auf, aber weil ihr der Unfall so peinlich ist und sie den alten Mann (Herbert Lom) nicht hängen lassen möchte, nimmt sie ihn mit nach Hause, um ihn zu pflegen. Als er dann wenige Stunden später weg ist und Miriam zusammen mit ihrem Bekannten Frank (Michel Adatte) unter ihrem Haus einen geheimen Gang entdeckt, gehen die bösen Überraschungen von 1970 weiter…

 

Den Film zu beschreiben ist nicht einfach, da ein direkter roter Faden fehlt und es einem so vorkommt, als wären es mehrere kleine Geschichten, die dann zu einer großen Handlung umgebaut wurden. Dennoch hat der dritte Spielfilm (sein erstes Werk 1985 war eine Dokumentation) von Michele Soavi etwas und sollte von Fans nicht ausgelassen werden. Alleine das Schauspiel von Jamie Lee´s Schwester Kelly in der Hauptrolle sollte man sich nicht entgehen lassen, sie verstand in dem Film ihr Handwerk ähnlich gut wie ihre Schwester. Doch auch der alte Mann, der von Herbert Lom verkörpert wurde, ist eine tragende Rolle und wurde sehr gut in Szene gesetzt. Von seinen 70 Filmen war The Sect der Drittletzte, leider verstarb der großartige Schauspieler 2012 in London. Die verschiedenen Settings wurden gut gestaltet und versprühen ein gewisses Flair, welches in einem Horrorfilm vorhanden sein sollte. Doch so richtig Horror ist es eigentlich nicht, eher eine Mischung aus Albtraum, Horror und Thriller.

 

Die Qualität des Bildes ist sehr gut, betrachtet man das Alter des Films. Immerhin hat The Sect schon 25 Jahre auf dem Buckel, was man aber aufgrund des vorliegenden Bildes nicht ansieht. Auch wenn es immer wieder ein Bildrauschen zu erkennen gibt, so sollte man dies als Fan aber außer Acht lassen. Ansonsten gibt es kaum was zu meckern, lediglich in manchen Szenen wirken die Farben ein wenig blass und unnatürlich. Der Ton ist zwar frontlastig und natürlich nicht 2016-konform, dafür ist der Soundtrack aber eine Granate und passt sehr gut zu den gezeigten Szenen. Die deutsche Synchronisation ist ok, leider gibt es einige Stimmen, die überhaupt nicht zu den Schauspielern passen oder aber ein anderes Lautstärkenverhältnis haben, als die restlichen Personen. Im Film selbst gibt es zahlreiche Szenen auf Italienisch mit deutschen Untertiteln, leider wurden die ungeschnittenen Szenen damals nicht mitsynchronisiert. Der Film selbst ist im Mediabook ungeschnitten und nicht wie die damalige VHS gekürzt. Übrigens gibt es massenweise Extras, insgesamt bekommt der Fan über 140 Minuten für Augen und Ohren. 

 

Bildergalerie von The Sect (12 Bilder)

Details zum Mediabook

 

Die Vorderseite des Mediabooks zieren lediglich zwei kurze Zeilen Text, den Titel mit einer verschnörkelten Schrift und ein blau-weißes Bild, was aus Strichen und Farbverläufen besteht. Warum hier nicht das Cover mit seinem Alternativtitel verwendet wurde, bleibt ein Rätsel. Erstens wäre es viel attraktiver und zweitens sieht es nicht so langweilig aus. Es ist aber nun so wie es ist, dennoch wird das Mediabook deswegen schon einmal keinen Oscar gewinnen. Auf der Rückseite gibt es die typischen Infos zum Film, vier Szenenfotos und die Details. Innen sind die drei Discs (zwei DVDs und eine Blu-ray) enthalten und ein 20-seitiges Booklet, welches Informationen, Szenenfotos und ein paar Filmcover beinhaltet. Auf einen Innendruck hat Koch Media verzichtet, hier ist einfach alles in Schwarz gehalten. 


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich kannte den Film bis zur Veröffentlichung nicht und war gespannt, was Regisseur Soavi auf die Beine gestellt hat. Mit dem typischen italienischen Flair und einem gewissen Einfluss von Altmeister Dario Argento hat es Soavi geschafft, ein gutes Werk abzuliefern, ohne dabei zu glänzen oder einen Oscar zu gewinnen. Inhaltlich ist der Film ein wenig chaotisch, doch er hat auch richtig gute Szenen und ist alles in allem spannend inszeniert. Aufgrund der Wendung am Schluss und der guten schauspielerischen Leistung würde ich eigentlich 7 von 10 Punkte vergeben, wäre da nicht das schlichte Mediabook, welches um einiges besser hätte sein können. Ein schlechtes und nichts aussagendes Cover und keine Liebe zum Detail zwingen mich förmlich, eine Note abzuziehen. So bleiben 6 von 10 Punkte und ein ganz guter Film für Fans übrig. 


Die letzten Artikel des Redakteurs:




Kommentar verfassen

Schreibe hier einen Kommentar. Du musst einfach alle Felder, die mit einem *-markiert sind, ausfüllen.

Noch 1000 Zeichen übrig

Meine Eingaben merken?

Ich akzeptiere die AGBs


Kommentare[X]

[X] schließen