Adventure Spiele waren früher sehr begehrt und sie wären es heutzutage immer noch, wenn es in diesem Segment einfach mehr geben würde. Rätsel lösen, Gegenstände kombinieren und eine Top-Story genießen, das wär doch mal wieder eine Abwechslung zu den aktuellen Spielen, oder?
England, bekannt für seine schönen Küstenabschnitte, Stoff über Piraten und Schmuggler. Ja daher ist die kleine Insel berühmt und wo es die Schifffahrt gibt, da muss auch ein Schatz versteckt sein. Doch genug um die Mythen und Sagen von der Welt, es geht hier schließlich um mehr als nur gespenstische Geschichten. Hier war schon das Schlagwort: Gespenster und Geister.
Als Nigel Danvers seine Nase ein wenig zu tief in gewisse Angelegenheiten steckte, die ihn aber nichts angehen, muss er fliehen. Er wird von zwei Agenten gejagt, die ihm sicherlich nichts Gutes wollen. Also schnell zum Bahnhof und einen Zug nehmen, der ihn weg von hier bringt. Wo er landet ist vorerst mal irrelevant. Gesagt, getan! Doch der Zug bringt ihn nicht in eine Großstadt, sondern in ein kleines, verschlafenes Fischerdorf namens Saxton. Nach wenigen Gesprächen mit den Einheimischen, stellt er fest, dass hier ein Mythos zu finden ist. Viele tragische Ereignisse zieren diesen Ort. Das
Highlight ist allerdings die Geschichte über die verlorene Krone des angelsächsischen Königs. Ergo beginnt hier eure Aufgabe, ihr wisst ja was zu tun ist…
Die Präsentation fängt schon bei der Schachtel des Spiels an. Ein hochwertiger Pappschuber, den man ausklappen kann, befindet sich um das Spiel. Auch wenn es nur ein Karton ist, so macht er sich gut in meinem Regal! Viel zu selten achten die Publisher heutzutage auf ein äußerliches Erscheinungsbild. Die Anleitung präsentiert sich ebenso sehr gut, auf 20 Seiten findet ihr alles Wichtige, dass ihr für das Spiel benötigt. Schön gemacht ist auch, dass sich in der Mitte der Anleitung eine Karte von Saxton befindet. Ihr könnt diese also vorsichtig heraustrennen und benutzen.
Nach der Installation komm ich mir vor wie von der Zeit zurückgesetzt! Das Menu ist in schwarzweiß und erinnert mich an die guten alten Zeiten des Horrorfilms. Das Hauptmenü alleine hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Das Spiel selbst ist auch in diesen dunklen Tönen gehalten, jedoch werden Schlüsselobjekte, diverse Szenen und markante Punkte farbig dargestellt. Auch wenn man anfangs ein wenig geschockt ist, so ist die Präsentation sehr gut und stimmig. Die Horroratmosphäre ist in „The lost Crown“ sehr stimmig und gruselig. Tipp am Rande: Alles wird noch besser, wenn man das Licht ausmacht!
Die Grafik ist sehr gut, die Details und die Kameraperspektive unglaublich gut gelungen. Es wird einem nie langweilig, wenn man den Charakter und auch die Szenen in unterschiedlichen Blickwinkel sehen kann. Die Details wie schleichender Nebel, fliegende Insekten oder Vögel die vorbeifliegen, sehen ebenso super aus. Das Ganze passt stimmig zum Gesamtkonzept des Spiels.
Der Sound ist ebenso gut gelungen. Man merkt die professionelle Arbeit mit Sounddesignern. Die Geräusche wirken alle sehr echt und wurden zum richtigen Zeitpunkt integriert. Horrorelemente wie eine jaulende Katze dürfen ebenso nicht fehlen, wie eine klingende Kirchturmglocke.
Die Steuerung ist wie bei einem typischen Point&Klick Adventure. Klickt man irgendwo in die Spielszene, so geht der Charakter dort hin. Das waren die guten alten Zeiten, wo man sich noch nicht eine Farbe oder Form des Mauszeigers merken musste. Einfach und effektiv! Eine Lupe zeigt uns an, dass wir etwas näher untersuchen können und ein Schraubenschlüssel symbolisiert uns, eine Interaktion mit dem Inventar. Dieses befindet sich generell immer im Bild und ich kann per Drag&Drop Gegenstände rausnehmen. Passen diese ins Geschehen, so leuchtet es grünlich auf.
Das alles ist ja ein Rätselspiel, gibt es allerdings genügend auf höheren Niveau? Ja, das ist es. Alle Rätsel sind sauber und nicht an den Haaren herbei gezogen, allerdings muss man der Geschichte aufmerksam folgen, da man sonst schnell ein Detail verpasst hat. Macht man alles richtig, so hat man ein unglaublich gutes Abenteuer auf dem PC, das einen in den Bann ziehen wird. Doch bringt starke Nerven mit, denn „The lost Crown“ ist nicht ohne!
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