This Strange Realm Of Mine

This Strange Realm Of Mine

Publisher: Doomster Entertainment
Entwicklerstudio: Doomster Entertainment
Genre: Action
Sub-Genre: First Person Shooter
Art: Lowprice
Erscheinungsdatum: 19.07.2017

This Strange Realm Of Mine   15.08.2017 von VanTom

Ein First Person Shooter sollte über eine realistische Grafik verwögen und entweder im zweiten Weltkrieg oder in einem Zukunftsszenario spielen. Das es aber auch anders geht, hat der Psychologie-Experte VanTom im neuen Titel This Strange Realm Of Mine feststellen können. Im Folgenden wird er seine Eindrücke schildern...

 

Das Spiel startet sehr schnell und der Spieler landet in einem sehr aufgeräumten Menü. Die Benennung der Menüpunkte sticht dabei schon positiv ins Auge. So kann der Spieler mit „New Path“ ein neues Spiel beginnen. Über „Mechanics“ können die Einstellungen konfiguriert werden. Und der Punkt „Disassociate“ kann das Spiel wieder verlassen werden. Das ist mal was anderes. Da ich nicht länger warten will, wähle ich also direkt einen neuen Pfad aus. Das Spiel gibt kurz Hinweise. So erfahre ich, dass es automatisch speichert. Ich muss also bestimmte Punkte im Spiel erreichen, so dass der Spielstand gesichert wird. Weiterhin erhalte ich Hilfe im Spiel, wenn ich nicht weiterkomme durch Drücken der Escape-Taste. Im nächsten Fenster soll ich einen Namen eingeben und kann erste wichtige Entscheidungen treffen. So kann ich angeben, ob ich unter Motion Sickness leide oder nicht. Das Spiel passt sich dann entsprechend an. Über die Einstellung „I am Okay with Resistance“ kann der Schwierigkeitsgrad bestimmt werden. Anschließend geht es auch schon los und das Spiel begrüßt mich mit einem freundlichen „The End“.

 

Das Spiel fängt also eigentlich da an, wo bei anderen Spielen der „Leider verloren“-Bildschirm erscheint. Aus Sicht des Spiels ist ein Ende nur ein neuer Anfang. Dementsprechend fange ich als neuer Spieler als eine weiße Kugel an und kann mit der üblichen WASD-Steuerung weitere Kugeln einsammeln. Dabei wird meine weiße Kugel immer größer. Meine Spielfigur erwacht und stellt sich die ersten wichtigen Fragen: Wo bin ich? Was ist dies für ein Ort? Weiterhin wird mir mitgeteilt, dass an einem solchen Ort God tot sein muss. Das fängt ja gut an. Meine Spielfigur erwacht und hält eine pixelige Fackel in der Hand. Ich befinde mich in einem gemauerten dreidimensionalen Gang. Auch hier kann ich wieder mit dem klassischen WASD und der Maus steuern. Mit der linken Maustaste kann ich meine Figur mit der Fackel schlagen lassen. Wichtig ist aber auch, dass die Fackel Licht spendet. Ich beginne meine Erforschung und werde schon kurz danach von einer zweidimensionalen alptraumhaften Gestalt angegriffen. Unter Einsatz der Fackel mache ich kurzen Prozess mit dem Angreifer. Leider erwischt der Angreifer mich auch, so dass ich etwas von meinen 100 Lebenspunkten verliere. So stellt sich heraus, dass der Angreifer nicht alleine ist und ich mich weiterhin mit der Fackel der Angriffe erwehren muss. Zum Glück finde ich bald darauf einen Verbandskasten mit einem klassischen roten Kreuz drauf. Dies stellt meine Lebenspunkte wieder her. Bei Verletzungen fällt mir allerdings auf, dass je schwerer meine Spielfigur verletzt ist, umso grauer wird die Grafik. Die Farbe der Umgebung ist also ein Indikator, wie schwer verletzt der Spieler ist. Nach weiterer Forschung finde ich einen Hebel und nach einem kleineren Verschieben-Rätsel meine erste Schusswaffe. Die Pistole brauche ich auch kurze Zeit später um mit einem Schuss auf ein übergroßes Auge eine Tür zu öffnen. Kurze Zeit später erreiche ich das Ende des Levels welches durch einen violetten Nebel symbolisiert wird. Damit verlasse ich das Level und erreiche ein Level was dem ersten sehr ähnlich sieht und weitere Herausforderungen bereithält. Um die Tür zum Levelausgang zu öffnen muss ich ein Bild wieder zurechtschieben.

 

Anschließend lande ich in der Taverne Limbo. Die Musik hier ist ruhig und ich fühle mich sicher. Ich schaue mich um und finde nur einen weiteren Charakter hier. Es handelt sich um Ulrich. Dieser erklärt sogleich, dass wir uns in einem sicheren Hafen in meinem Verstand befinden. Das ist ja interessant. Vor meinem ersten Quest nach Antworten erklärt Ulrich mir aber, dass ich gestorben bin. Zu den Details lässt er sich nicht weiter aus, weil es ja eh nicht mehr zu ändern sei. Weiterhin teilt er mir mit, dass es noch unerledigte Dinge in meinem Leben gäbe und ich mich besser darauf vorbereiten sollte, diesen in meinem Verstand zu begegnen. Auf meinen berechtigten Einwand, wie es denn einen Verstand geben könnte, wenn ich tot bin, erwidert Ulrich, dass der Verstand außerhalb des Körpers existiert. Mehr kann ich nicht erfahren und beginne somit meine erste Aufgabe.

 

Somit beginnt die Reise durch den Verstand, welche mich an ganz unterschiedliche Orte und in merkwürdige Situationen bringt. Beispielsweise finde ich mich bei einem Tier wieder, welches versorgt werden möchte. Dazu möchte es gerne Wein und gegrilltes Fleisch bekommen. Dummerweise ist die Maschine, welche für den Wein verantwortlich ist, defekt. Und das Fleisch lebt leider auch noch und greift mich an. So repariere ich dich Maschine und jage gleichzeitig die entsprechenden Monster. Anschließend kommt das Fleisch auf die bereitstehenden Grills. Ist die gewünschte Anzahl produziert geht es zu dem Tier, welches dies auch direkt in sich hineinstopft. Damit wird ein Mechanismus in Gang gesetzt, welcher durch das erhöhte Gewicht den Zugang zum Levelende freigibt. Nachher meint das Spiel lakonisch, dass das entsprechende Tier wohl eine innere Leere verspürte und dies mit Nahrung füllen wollte.

 

Bildergalerie von This Strange Realm Of Mine (13 Bilder)

So erforsche ich alle Level und lande dabei bei ganz unterschiedlichen Orten. Innerhalb des Spiels wird Abwechslung groß geschrieben, so dass der Spieler auch mal einem einen zweidimensionalen Spielabschnitt landet und ein Raumschiff steuern muss. Die Level an sich sind nicht sonderlich lang oder schwer, aber wissen zu unterhalten. Irgendwie möchte man als Spieler gerne wissen was dahinter steckt. Dabei gibt es auch viele philosophische Texte zu lesen, welche auch durchaus zum Nachdenken anregen. Was wäre, wenn der Verstand tatsächlich losgelöst vom Körper existiert und man beim Tod seine Werte und Moral nicht verliert. Das Spiel behandelt also nicht unbedingt eine leichte Kost, setzt dies aber sehr interessant um.

 

Die Grafik ist dreidimensional mit zweidimensionalen Pixelart-Gegnern und sehr flüssig gestaltet. Dies wirkt irgendwie aus der Zeit gefallen und macht das Spiel umso interessanter. Die Musik ist ebenfalls sehr passend gewählt und in den meisten Fällen zurückhaltend, kann aber vor allem gegen Ende sehr aufpeitschend sein. Die Steuerung ist einfach gestaltet und macht es dem Spieler einfach. Dabei ist das Spiel aber nicht sonderlich lang, weiß aber durchaus während der Spielzeit zu unterhalten.


Das Fazit von: VanTom

VanTom

This Strange Realm Of Mine ist eine andere Art von Spiel. Es will nicht durch realistische Grafik unterhalten, sondern setzt auf eine interessante und motivierende Geschichte, welche in eine ansprechende Präsentation gesteckt wurde. Dies wird mit philosophischen Gedanken zum Sinn oder Unsinn des Lebens gewürzt und mit ein bisschen psychologischen Horror abgerundet. Insgesamt kommt ein sehr interessanter Mix dabei heraus, welcher definitiv eine Chance verdient hat. Wie schon gesagt fällt die Grafik dabei etwas aus der Zeit, was aber zum Konzept des Spiels passt.


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positiv negativ
  • Interessanter Mix
  • Spannende Geschichte mit philosophischen Gedanken
  • Verschiedene Pixel-Waffen
  • Pixelart-Gegner
  • Keine hohe Wiederspielbarkeit
  • Sehr kurze Level





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