Throne of Fire

Throne of Fire

Originaltitel: Il trono di fuoco
Genre: Fantasy • Abenteuer
Regie: Franco Prosperi
Hauptdarsteller: Pietro Torrisi • Sabrina Siani
Laufzeit: DVD (86 Min)
Label: SchröderMedia Handels GmbH
FSK 18

Throne of Fire   05.10.2017 von MarS

Wenn ein Film bereits Teil der SchleFaZ-Reihe auf Tele 5 war, dann sollte man sich wohl nicht allzu viel davon erwarten. Wir haben es trotzdem gewagt, den Fantasy-Abenteuerfilm Throne of Fire aus dem Jahr 1983 in unseren Player zu schieben...

 

In einer Zeit, in der es noch rau zugeht und die Menschen entweder in Burgen oder leicht entflammbaren Holzhütten hausen, trägt es sich zu dass eine Frau Besuch vom dämonischen Botschafter Satans bekommt. Belial, so wird er genannt, zeugt mit ihr den teuflischen Nachwuchs Morak, der wenn er groß und stark geworden ist den Thron des Landes besteigen soll. Da der Thron selbst aber etwas eigen ist und nur würdige Nachfolger auf sich Platz nehmen lässt, muss Morak nachdem seine Mannen den Herrscher um die Ecke gebracht haben erst einmal dafür sorgen, dass er die Prinzessin Valkari heiraten kann, um nicht als menschliches Brikett zu enden. Die flüchtet jedoch lieber vor ihrem Verehrer, der kurzerhand brandschatzend und mordend durchs Land zieht, um sie wieder in seine begierigen Arme schließen zu können. Allerdings gibt es da auch noch Siegfried, von seinen Eltern als zukünftiger Held und mutiger Krieger aufgezogen, der sich Morak im Lendenschurz und mit eingeölten Muskeln entgegenstellt. Denn wenn schon einer auf dem Thron sitzen soll, dann doch bitte ein attraktiver Muskelmann und kein dahergelaufener Satansbraten...

 

In der SchleFaZ-Reihe auf Tele 5, also den schlechtesten Filmen aller Zeiten, gibt es zwei unterschiedliche Kategorien. Da wären die Filme, die so grottenschlecht und trashig sind, dass sie schon wieder Spaß machen und eine durchaus ansehnliche Fanbase aufweisen können. Und dann gibt es da noch die Filme, die einfach unabsichtlich schlecht sind und auch mit dem Trash-Bonus einfach nicht besser werden wollen. Zu letzterer Sorte zählt ganz klar auch Throne of Fire. Um dieses Fantasy-Abenteuer zu überstehen benötigt man schon eine wirklich niedrige Hemmschwelle und gute Nerven, denn es gibt eigentlich nichts, was dem Film eine Daseinsberechtigung attestieren würde. Angefangen beim Drehbuch, vermutlich verfasst von einem Autor und Alkoholeinfluss, der dabei einfach eine Liste mit "Barbarenfilm-Zutaten" abgehakt hat, über die wenigen aber dafür umso hirnloseren Dialoge bis hin zu den "Actionszenen", die nicht nur miserabel anzusehen sind, sondern gemäß Angaben im Internet sogar teilweise aus einem anderen Film hineingeschnitten wurden, hier passt es einfach hinten und vorne nicht. Da können auch die Darsteller nix mehr reißen, schon gar nicht wenn sie so unmotiviert und talentlos agieren wie hier. Die Freigabe ab 18 Jahren dürfte hier wohl auch nur noch auf Grund einer fehlenden Neuprüfung auf dem Cover prangen, dient sie doch immerhin als kleines Kaufargument für Fantasy-Interessierte.

 

Bildergalerie von Throne of Fire (6 Bilder)

Die Qualität der DVD setzt die inhaltliche Qualität konsequent fort. Kaum kontrastierte, meist unscharfe und von Filmkorn sowie Bildrauschen durchzogene Bilder, die durch zahlreiche Verunreinigungen und Bildfehler noch zusätzlich verschmutzt wirken, das ist alles andere als schön fürs Auge. Ähnlich schmerzhaft ist das Ganze auch fürs Ohr, denn hier spielt sich alles im zentralen Frontbereich ab und verfügt weder über Dynamik noch über eine ordentliche Sprachausgabe. Die Dialoge klingen irgendwie zwischen dumpf und blechern, aber das stört am Ende dann auch nicht mehr groß.


Das Fazit von: MarS

MarS

Bei der Definition von "Barbarenfilm-Gurke" im Wörterbuch für Filme ist bestimmt ein Bild von Throne of Fire abgedruckt, denn deutlicher kann ein Machwerk wie dieses gar nicht mehr versagen. Das Drehbuch ist Käse, die Schauspieler mies, die Dialoge noch schlimmer und vom Rest braucht man auch gar nicht wirklich reden. Throne of Fire verfügt über keinerlei Schau- oder Unterhaltungswerte und hat sich seinen Rang in den schlechtesten Filmen aller Zeiten mit Bravour verdient.


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