Titanfall

Titanfall

Publisher: Electronic Arts
Entwicklerstudio: Respawn Entertainment
Genre: Action
Sub-Genre: Shooter
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 13.03.2014
USK 18

Titanfall   26.03.2014 von Zahnfee

Seit der Gamescom 2013 beziehungsweise seit dem Erscheinen der Xbox One ist Titanfall wohl eines der am sehnsüchtigst erwarteten Spiele aller Zeiten. Pünktlich zum Valentinstag war es soweit und EA verteilte per Lotterie Keys für die Closed Beta und Gamer rund um die Welt waren hellauf begeistert. Seit dem 13. März 2014 ist diese Perle unter den Onlinegames nun für den PC und die Xbox One verfügbar, und wir schauen einfach mal, ob die finale Version hält, was die Beta versprochen hat ...

 

Wer von Titanfall noch nichts gehört hat, fragt sich jetzt sicher, worum es in diesem Spiel geht. Hier die Kurzfassung: Die Spieler treten als Piloten in zwei Gruppen á sechs Personen in einem von fünf  Spielmodi oder einer Kampagne gegeneinander an. Dabei werden sie von einigen Truppen mit künstlicher Intelligenz unterstützt, die als Kanonenfutter dienen und kontinuierlich nachgeliefert werden. Ob man sich zufällig in eine Gruppe stecken lässt oder gleich im Team mit ein paar Freunden antritt, bleibt jedem selbst überlassen. Klingt auf den ersten Blick vielleicht eher unspektakulär, ist es aber ganz definitiv nicht.

 

Der Materialschlacht-Modus ist das klassische Team Deathmatch. Man befindet man sich im Häuserkampf und es geht darum, mehr Punkte als die anderen zu sammeln, indem man das gegnerische Team möglichst häufig und am liebsten auch noch kreativ um die Ecke bringt.

 

Last Titan Standing - der Name ist Programm. Alle starten in einem großen Kampfroboter, genannt Titan. Das Team, das als letztes noch einen Titanen im Feld hat gewinnt. Mein persönlicher Lieblingsmodus, wenn man die richtigen Leute an seiner Seite hat.

 

Bei Hardpoint geht es darum, drei verschiedene Punkte auf der Karte einzunehmen und im Idealfall alle gegen den Ansturm des anderen Teams zu verteidigen beziehungsweise zu halten. 

 

Der Titel Capture The Flag sagt eigentlich schon alles: Klau dem gegnerischen Team die Flagge, bringe sie nach Hause, und pass' nebenbei noch auf, dass deine eigene nicht von den Gegenspielern gemopst wird.

 

Im Modus Pilotenjäger zählt jeder Pilotenkill. Das Team, das als erstes 50 Pilotentode auf dem Zähler hat, gewinnt das Match.

 

Multipack ist ein Zufallsmodus, der die Gruppen per Zufallsgenerator in einen der oben genannten Spielmodi schickt.


Ob man sich nun direkt ins Schlachtgetümmel stürzt oder erst die Kampagne spielt, bleibt jedem Spieler selbst überlassen. Es ist jedoch aus zwei Gründen ratsam, sich zuerst durch die Kampagne zu zocken. Erstens dient die Kampagne dazu, dem Spieler ein wenig Titanfall Hintergrundstory zu vermitteln, und das alleine ist schon recht interessant. Zweitens schaltet man durch das Spielen der Kampagne auch die Chassis für den Ogre und den Stryder frei, ab Werk gibt es bei Titanfall nämlich nur das Atlas-Chassis für die Schlachten. Die Kampagne muss jeweils einmal für die Miliz und einmal für die IMC durchgespielt werden. Dadurch werden beide Seiten der Geschichte beleuchtet, und man spielt auch gleichzeitig beide Chassis frei, denn pro Durchgang gibt es nur eines.

 

 

Natürlich darf man nicht mit seinem Titanen spielen, bevor man nicht zum Piloten ausgebildet wurde. Während man in der Beta  um dieses Training nicht herum kam (Hier zwei Videos dazu: Tutorial Soldat, Tutorial Titan), steht es den angehenden Piloten in der finalen Version frei, das Training zu überspringen. Rein aus Übungszwecken ist es jedoch auch hier ratsam, das Training noch einmal zu absolvieren. Für alle die Titanfall noch nicht gespielt haben: so ein Pilot kann noch weitaus mehr, als nur einen Mecha durch die Gegend zu steuern und auf alles draufzuhalten, was sich auf der Karte bewegt. Man kann sich tarnen, wieselflink sprinten, weit und hoch springen, und beherrscht mit dem Skill Wall-Running Parkour um Klassen besser als David Belle.

 

Außer in Last Titan Standing startet der Pilot prinzipiell immer zu Fuß. Rechts unten im HUD kann man verfolgen, wie lange es noch dauert bis der persönliche Titan bereit zum Abwurf ist. Diese Zeit kann durch entsprechendes Sammeln von Punkten durch Kills oder Benutzen von Burn Cards teilweise erheblich verkürzt werden. Es sieht schon verdammt imposant aus, wenn man die V-Taste drückt, den grünen Marker auf der Karte sieht, der Titan dann vom Himmel rast und vor einem landet. Temporär geschützt durch sein Dome Shield wartet der Koloss dann brav auf seinen Piloten, sofern er nicht angegriffen oder vom Piloten in den Follow-Mode befördert wird. Schließlich kann es im Eifer des Gefechts schon einmal dazu kommen, dass man sich von der Abwurfstelle entfernt, da ist es ganz praktisch, wenn der Titan bei Fuß kommt.

 

Kaum im Titanen, wird die Kontrolle komplett an den Piloten übertragen und die Party kann so richtig losgehen. Je nachdem, wie der Titan zusammengestellt ist, verfügt er über diverse Offensiv- oder Defensivwaffen und kann richtig viel Schaden anrichten. Doch Vorsicht, jeder Pilot hat, neben seiner normalen Bewaffnung, immer eine Anti-Titanen-Waffe bei sich oder kann, ganz Rodeo-Style, auf den Titanen springen und ihn von oben schädigen oder zerstören. Ist ein Titan so schwer beschädigt, dass er zu explodieren droht, ist es für den Piloten am gesündesten auszusteigen und auf Ersatz zu warten. Allerdings natürlich nicht, ohne in der Zwischenzeit noch ein paar Gegner ins Nirwana zu befördern. Mit der Nuklearexplosion kann man den Gegnern dann auch noch ein hübsches und farbenfrohes Abschiedsgeschenk hinterlassen, wenn man denn möchte und den richtigen Titanen dabei hatte. Insgesamt kann der Spieler je fünf individuelle Piloten- oder Titan-Loadouts konfigurieren und ist somit für jeden Spielmodus bestens gerüstet. Natürlich stehen nicht alle freien Slots von Anfang an zur Verfügung, sondern man schaltet sie, ebenso wie die besseren Waffen, mit höherem Level im Lauf der Zeit frei.

 

Die KI der Bots war in der Beta stellenweise wirklich ulkig. Sie dienen immer noch vorrangig als Kanonenfutter und Ablenkung. Im Vergleich zur Beta wirken sie jetzt allerdings intelligenter und können nun auch im Nahkampf zu einem richtigen Problem werden. Ist schon blöd, wenn man einen feindlichen Spectre umprogrammieren will und der einen dann per Nahkampfangriff ins virtuelle Jenseits befördert. Aber so ist das Spielerleben, und das Spiel gewinnt meines Erachtens durch den Intelligenzschub der KI. Ab und zu bekommen sie es sogar hin, sich anzuschleichen und einem Piloten den Garaus zu machen, wenn man sich nicht in Acht nimmt. Außerdem salutieren sie immer ganz nett, wenn der Pilot vorbeiläuft und räumen sogar ihre Gefallenen aus dem Weg.

 

Interessant und vor allen Dingen toll finde ich, den auf dem Schlachtfeld verbleibenden Piloten über die Schulter gucken zu können, wenn mich die Leichenstarre gepackt hat. Manche Spieler bewegen sich derart grazil durch die Map und haben einen dermaßen hohen Skill, wenn es um Wall-Running etc. geht, dass es eine wahre Freude ist, ihnen zuzusehen (Freunde, an dieser Stelle ein fettes Chapeau! an euch). Außerdem lobend erwähnenswert ist es, dass Respawn Wert darauf gelegt hat, die Animationen auch passend zu machen. Feuert ein Pilot zum Beispiel seinen Titanen-Abwehrwaffe ab, sieht man ihn auch eine Nachladebewegung ausführen.

 

Bildergalerie von Titanfall (21 Bilder)

Rein von der Hardware ist Titanfall erstaunlich genügsam. Ein AMD Athlon X2 2.8GHz oder Intel Core 2 Duo 2.4GHz, 4 GB RAM, 512 MB VRAM, eine Radeon HD 4770 oder GeForce 8800GT, und Windows 7 64-Bit oder höher sind die Mindestanforderung für diesen kolossalen Spielspaß, der schon in der Beta in der höchsten Auflösung absolut flüssig und fehlerfrei gelaufen ist. Man sieht allen zur Verfügung stehenden Maps an, dass es heftig umkämpfte Gebiete sind. Nachdem in der Beta nur Angel City und Bruch als Maps zur Verfügung standen, war natürlich jeder gespannt, ob die neuen Maps genauso toll gestaltet sind. Ich kann Euch sagen: Ja, sie sind es! Jede Map ist einzigartig und mit einer wirklich sehr großen Liebe zum Detail gestaltet. Ich möchte immer noch manchmal stehen bleiben und einfach nur das Design bewundern, auch wenn es mich in dem Moment vielleicht den Kopf kostet. Die Steuerung ist einfach und intuitiv, was vor allem bei PC-Tastaturen ein klarer Vorteil ist. Mit der vordefinierten Tastaturbelegung lässt es sich jedenfalls einwandfrei spielen.

 

Für alle Süchtigen gibt es einen Season Pass, der für rund 30 Euro käuflich erworben werden kann und dem Spieler insgesamt drei neue Kartenpacks zur Verfügung stellt. Was an sonstigem Spielinhalt noch eingebaut wird, ist noch nicht bekannt. Wir werden Euch aber, wie immer, auf dem Laufenden halten.


Das Fazit von: Zahnfee

Zahnfee

Ich kann nur sagen: Wow, dieses Spiel ist der absolute Hammer! Titanfall ist, ich zitiere hier einen Kollegen, "eine Mischung aus Unreal Tournament und Quake Arena mit der Steuerung von Call of Duty”. Wer also wenigstens eines dieser Spiele mag, für den ist Titanfall ein absolutes Must-Have. Aber auch wer mit Shootern bisher wenig Berührung hatte, sollte es nicht verpassen, sich Titanfall einmal anzusehen. Titanfall ist nicht nur dummes Rumgeballere, sondern ein tempo- und abwechslungsreiches Spiel, das dem Spieler - neben einer Menge Geschick - auch einen sehr guten Sinn für Strategie abverlangt und ihm in einer offenen Welt eine Fülle von Entscheidungsmöglichkeiten bietet. Leider gab es bei der PC-Version kurz nach dem Release eine Invasion von Cheatern, die mit Aimbots gearbeitet haben und das hätte Titanfall fast einen Punkt in der Wertung gekostet. Doch die Jungs und Mädels bei Respawn haben sich der Sache schnell angenommen, mittlerweile den ersten Patch veröffentlicht und damit steht der vollen Punktzahl auch nichts mehr im Weg.


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positiv negativ
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  • Verbesserte KI
  • Chatfunktion muss separat abgeschaltet werden, wenn man das Gebrabbel der Mitspieler über's Headset nicht hören möchte
  • Gruppeneinteilung nach Level teilweise abenteuerlich, Lowbies kämpfen Seite an Seite mit max. Level Spielern





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