Todesduell im Atlantik

Todesduell im Atlantik

Originaltitel: The Cruel Sea
Genre: Kriegsfilm
Regie: Charles Frend
Hauptdarsteller: Jack Hawkins
Laufzeit: ca. 115 Minuten
Label: Voulez Vous Film
FSK 12

Todesduell im Atlantik   31.10.2010 von Der Ohm

Ihr habt Lust auf einen klassischen, britischen Kriegsfilm? Dann könnte "Todesduell im Atlantik" etwas für euch sein. Er erscheint als sechster Teil der neuen Filmreihe Vergessene Kriegsfilme beim Label Voulez Vous. Ob dieser Film besser vergessen bliebe, erfahrt ihr im folgenden Bericht.

Das Cover und der Titel machen erstmal wenig Lust, diesen Film in die Hand zu nehmen. Beides etwas zu theatralisch geraten beziehungsweise hat das Cover auch gar nichts mit diesem Film zu tun. Wenn man diese Hürde aber überwunden hat, geht es steil bergauf.


Zu Beginn  wird man unkompliziert anhand von verschiedenen Personen in die Thematik des Filmes eingeführt. Keine heroischen Draufgänger Typen, die nicht früh genug in den Kampf kommen, sondern durchaus ganz normale Menschen, die sich im damaligen  England dann plötzlich mit dem Krieg und ihrer Einberufung konfrontiert sehen. Eine bunt gemischte Truppe findet sich auf einer Korvette wieder, die Geleitzugschutz fahren wird.


Der Film behält durchgehend einen sehr realistischen Hintergrund. Das spiegelt sich in einer sehr ehrlichen Darstellung der damaligen Versorgungslage und den Problemen in  der militärischen Organisation wieder. Hier wird nichts mit dem Hurra-Patriotismus, den man aus Hollywood kennt, übertüncht. Die Personen bleiben durchweg real und gerade auch das Zwischenmenschliche an Bord bleibt ein durchgehender Pfeiler der Handlung.

Die Tricktechnik explizit bei explodierenden Schiffen ist dem Alter entsprechend, aber häufig eingestreute Originalaufnahmen machen vieles wieder wett. Der große Vorteil des Herstellungsjahres 1953 ist, das aufgrund der Nähe zum 2. Weltkrieg das Material sehr authentisch wirkt. Es war wohl damals noch genug verfügbar, wobei gerade die sehr günstig hergestellten Korvetten mit Kriegsende sofort jeden Sinn verloren hatten. Also durchaus ein Pluspunkt.

Die generelle Dramatik eines Krieges wird überzeugend in verschiedenen Situationen rüber gebracht und gipfelt auch in entsprechenden menschlichen Tragödien.

Der Kontrast und die Bildschärfe sind für einen 60 Jahre alten Film wirklich noch gut. Vom Bildrauschen kann man das leider nicht behaupten, während des gesamten Filmes begleitet dieser den Zuschauer, in hellen Flächen wird es teils extrem.

Die beiden Tonspuren werden von einem ständigen Brummen begleitet, sind ansonsten aber gut verständlich. Die deutsche Synchronisation ist schon älter und nicht amatuerhaft neugebastelt worden, wie es leider immer wieder bei Filmraritäten vorkommt.

Bonusmaterial ist leider gar keins vorhanden, einzig das mittlerweile obligatorische Wendecover hat es geschafft, mit an Board zu kommen.


Das Fazit von: Der Ohm

Der Ohm

Wie ihr sehen könnt, kann auch ein alter Kriegsfilm noch anschaubar sein, man muss sich nur auf die damalige Erzählweise einlassen. Die Leute hatten früher einfach mehr Zeit. Abschließend möchte ich erwähnen, dass ich es sehr informativ fand, mal quasi die Gegenseite zu unserem „ Das Boot“ zu sehen. Das Ganze ist britisch fair verpackt und  wirklich sehenswert! Also beide Daumen hoch!


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