Tom Clancys H.A.W.X.

Tom Clancys H.A.W.X.

Publisher: Ubisoft
Genre: Flug-Shooter
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 05.03.2009
USK 16

Tom Clancys H.A.W.X.   19.03.2009 von DeWerni

Mit Tom Clancy’s H.A.W.X. erscheint der nächste Ableger der Serie. Dieses Mal wagt sich Ubisoft an einen actiongeladenen Flugzeugshooter, der interessant in das Tom Clancy-Universum integriert ist. Wie das Unterfangen gelaufen ist und ob ihr euch an den Flugzeugknüppel wagen solltet, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest…

Ubisoft wagt sich an eine neue Ausgabe aus Tom Clancy’s Universum. Dieses Mal habt ihr die Möglichkeit, den Terroristen per Düsenjet auf die Pelle zu rücken und wichtige infrastrukturelle Ziele zu zerstören. Neben vielen Ablegern der Reihe, wie beispielsweise die komplette Ghost Recon- oder Rainbow Six-Serie oder aber auch das vor kurzem erst erschiene Endwar, fügt sich H.A.W.X. nahtlos in die Tom Clancy-Welt ein. Ihr seid nämlich abgesehen von der eigentlichen Terroristenjagd auch dafür da, die Ghost Recons in manchen Missionen zu unterstützen. Auf jeden Fall müsst ihr bei H.A.W.X. die Steuerung über eine von über 50 Flugzeugtypen übernehmen, darunter bekannte Namen wie die F-16 Fighting Falcon, Mig-25 oder auch der Eurofighter. Die meisten Maschinen haben reale Vorbilder. H.A.W.X. steht für „High Altitude Warfare Experimental Squadron“, das dafür gegründet wurde, um neue Kriegstechnologien zu erforschen und bewährte zu verbessern. Aus diesem Grunde stehen euch auch einige fiktive Flieger zur Verfügung, mit denen ihr als Söldner einer privaten Militärfirma (kurz PMC = Private Military Company) eure Aufgaben zu bewältigen habt. Dabei wurde
in den letzten Jahren zwischen 2008 und 2012, zu der Zeit das Game angesiedelt ist, der Übergang von staatlichen zu privaten Militärs geschaffen, um gefährliche strategische Ziele meist von Terroristen zu beseitigen. Nun aber mal zum Gameplay an sich.

Gameplay
Das Gameplay bei Tom Clancy’s H.A.W.X. ist sehr gut umgesetzt worden. Die Steuerung beispielsweise ist sehr intuitiv und schnell erlernbar. Ihr findet euch sofort zurecht, sofern ihr jemals schon mal einen beliebigen anderen Kampfjetsimulator geflogen seid. Das heißt jetzt aber nicht, dass es sich bei H.A.W.X. um eine Simulation handelt. Nein, es ist eigentlich ein reiner Actionshooter. Allerdings habt ihr hier die Möglichkeit, euch das Leben selber ein wenig schwerer zu machen. Ihr könnt jederzeit in den „Assistent OFF“-Modus schalten und so alle Flughilfen deaktivieren. Dabei fliegt sich das ganz schon ein wenig realistischer, weiterhin aber ohne den Anspruch auf eine Simulation zu erheben. Was das ganze Game aber auch so intuitiv bedienbar macht, ist das ERS, das „Enhanced Reality System“, das ihr bei Bedarf in einigen Situationen anfordern könnt. Zocker, die schon andere Titel der Tom Clancy-Reihe gespielt haben, wird dieses System sicherlich ein Begriff sein. Ihr könnt es bei Situationen wie eigenem Raketenbeschuss verwenden oder bei zu verfolgenden wendigen Zielen. Auch bei versteckten strategischen Bodenzielen bekommt Ihr damit den geeigneten Flugkorridor in Form von Dreiecken angezeigt, die ihr einfach durchfliegen müsst. Ansonsten werden die Ziele per Knopfdruck markiert, wie man es auch schon von anderen Flugzeugshootern gewohnt ist. Zum Abschuss hat man auch hier Primär- und Sekundärwaffe, hierzu aber gleich im Kampagnenmodus ein wenig mehr.

Kampagne

Die Kampagne stellt das zentrale Element im kompletten Spiel dar. Wie schon erwähnt, startet das Game im Jahre 2012. Die größte militärische Macht ist an die „Private Military Companies“ übergegangen. Diese sind durch das Abkommen von Reykjavik eingeführt worden und werden durch internationale Gremien kontrolliert und dadurch autorisiert, weltweit in kriegerische Handlungen einzugreifen. Ihr beginnt als Pilot der amerikanischen Luftwaffe. Nachdem ihr euch aber einige Ungereimtheiten erlaubt habt, werdet ihr entlassen und von einer der PMCs angeheuert. Mit der Zeit verdient ihr gutes Geld bei der privaten Firma und seid mit eurem Job zufrieden. Nur genau in diesem Zeitpunkt scheinen die PMCs, langsam eine militärische Übermacht zu gewinnen und damit eine Bedrohung für die Welt zu werden. Das könnt ihr natürlich so nicht hinnehmen…

Die Kampagne ist mit 19 Missionen nicht übermäßig lang, dafür bieten euch die Missionen ausreichend Abwechslung. Sie beinhalteten Aufgaben wie einfache Feindabschüsse im Luft-Luft-Kampf über Eins-gegen-Eins-Kämpfe, Begleitschutzaufträge, Unterstützung der Ghost Recon Einheit bis hin zur Zerstörung von strategischen Zielen von Rebellen. Außerdem müsst ihr auch Aufgaben meistern, bei denen euch das gegnerische Radar nicht erfassen darf. Die Palette der gegnerischen Gefährte reicht dabei von Kampffliegern über Panzer- und Marineeinheiten bis hin zu Flakstellungen und Bodentruppen. Ihr seht schon, ihr müsst euer Flugzeug beherrschen, um all diese Aufgaben zu meistern. Dagegen stehen euch auch, wie bereits erwähnt, über 50 Flieger zur Verfügung, die ihr beim Missionsbriefing in Kombination mit der benötigten Waffenbestückung auswählen könnt.

Auch bei der erwähnten Waffenauswahl steht euch ein breites Spektrum zur Auswahl bereit. Dabei könnt ihr immer zwischen einzelnen Gesamtpaketen wählen. Die Auswahl sollte abhängig vom Missionsdesign sein. Ihr erfahrt beim Briefing immer, welche Arten von Gegnern (Luft oder Boden) euch erwarten, demnach könnt ihr dann das entsprechende Paket auswählen. Im Game selber seid ihr dann der Squadleader. Euch stehen also weitere Flieger zum Einsatz bereit, die mit euch unterwegs sind. Diese könnt ihr, ähnlich wie eure Kameraden bei Ghost Recon, gegen einzelne Gegner einsetzen und deren Verhalten einstellen (Angreifen oder Verteidigen). Um alle Missionen zu schaffen, seid ihr auf den Einsatz der Squadmember angewiesen. Euch stehen noch weitere Unterstützungsmöglichkeiten wie die Tec-Map oder auch Täuschkörper zur Verfügung.

Wichtig an dieser Stelle ist noch, dass all die Flieger und ihre Ausrüstung anfangs noch (jedenfalls die meisten davon) gesperrt sind. Durch Abschüsse und der Erledigung von Sonderzielen könnt ihr Erfahrungspunkte sammeln, um so die Karriereleiter bis schließlich zur höchsten 40. Stufe hinaufzuklettern. Jeder erreichter Level schaltet wieder ein paar Teile frei, genauso wie die Erledigung der einzelnen Missionen. Für jeden Schwierigkeitsgrad gibt es pro Level nochmal etwas besonderes, was freigeschaltet wird. Aber keine Angst, ihr braucht nicht immer die komplette Kampagne auf der Schwierigkeitsstufe durchzuspielen. Zum einen kann man bei jeder Mission der Kampagne den Schwierigkeitsgrad individuell einstellen, zum anderen lassen sich auch einzelne Missionen in anderen Schwierigkeitsgraden wiederholen, sobald sie das erste Mal durchgespielt sind.

Multiplayer-/Onlinemodus

Der Multiplayermodus kann überzeugen und bietet (fast alle) Modi, die ein moderner Shooter, auch wenn es ein Flugzeugshooter ist, heutzutage bieten muss. Erwähnenswert ist hier vor allem der Koop-Modus. Ihr könnt die komplette Story jederzeit mit bis zu 3 (!!!) weiteren (Online-)Freunden zocken, die dem Spiel jederzeit beitreten können, es aber ebenso zu jeder Zeit wieder verlassen können. Dabei kann jeder einzelne Spieler sogar den Schwierigkeitsgrad individuell einstellen. Der Host des Spiels übernimmt dabei den Part des Squadleaders, der den anderen Spielern Befehle geben kann und das Sagen hat. Weiterhin gibt es auch den typischen Onlinemodus des Team-Deathmatch. Dabei könnt ihr insgesamt zu acht in zwei Teams gegeneinander antreten. Es geht dabei jeweils über drei Runden, die zeitlich begrenzt sind. Das Team mit den meisten Abschüssen gewinnt die jeweilige Runde, das Team, das zuerst zwei Runden gewonnen hat, gewinnt das Spiel. Erwähnenswert ist hier noch, dass es zusätzlich in den Team-Deathmatch Runden verschiedene Unterstützungselemente, wie beispielsweide Reparaturdrohnen, Raketenbeschränkung oder auch Geschütz-Upgrades gibt. Diese Elemente erhaltet ihr situationsabhängig. Die Onlinegames werden dabei immer je nach TrueSkill-Level zusammengestellt und auch in diesen könnt ihr Erfahrung für eure Pilotenlaufbahn sammeln. Einen Nachteil gibt es jedoch: Alle Multiplayermodi lassen sich nur online spielen. Ein gemeinsames Zocken in irgendeiner Art und Weise an einer Konsole ist leider nicht berücksichtigt worden.

Grafik und Sound
Die Grafik ist wirklich rundum gelungen. Ihr düst durch authentisch wirkende Wolken, zieht euren Flieger gerade noch über dem Boden hoch, greift Truppen oder Panzer auf dem Boden an und zerstört ganze Stützpunkte. Bis auf ganz wenige Stellen in Bodennähe wirkt grafisch gesehen wirklich alles sehr wirklichkeitsgetreu. Gerade auch Explosionen, egal ob in der Luft oder zu Lande, sehen richtig gut aus. Auch die soundtechnische Untermalung kann jederzeit überzeugen. Da sind zum einen die Raketen, die einem praktisch am Ohr vorbeisausen und dann auch noch die unterstützenden oder auch panischen Funksprüche, die einen zu allerlei Aktionismus auffordern. Atmosphärisch gesehen kann man H.A.W.X. aber auch gar nichts vorwerfen. Da hat Ubisoft fast alles richtig gemacht.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Also ich finde H.A.W.X. einfach nur geil. Es hat alles, was ein Shooter heutzutage braucht: Schöne Grafik, eine motivierende Story mit vielen Elementen zum Freischalten, einen guten Koop-Modus und kurzweilige, wenn auch manchmal etwas unübersichtliche, Multiplayeraction. Die Karten spielen hier weniger eine Rolle, dafür aber umso mehr die Flugzeuge, die man freispielen kann. Außerdem ist es der erste Flugzeugshooter seit langem, der richtig etwas taugt. Für alle Hobbyflieger ein Muss. Also dann mal ran an den Knüppel…


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positiv negativ
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