Torchlight

Torchlight

Publisher: Microsoft
Entwicklerstudio: Runic Games
Genre: Rollenspiel
Sub-Genre: Hack&Slay Rollenspiel
Art: Download-Titel
Erscheinungsdatum: 09.03.2011
USK 16

Torchlight   14.03.2011 von Panikmike

Wir befinden uns in einem dunklen Dungeon mit einem Stab in der Hand und sind auf der Suche nach grausamen Monstern. Über 500.000 Spieler zocken immer wieder Torchlight auf dem PC, nun gibt es endlich eine Xbox 360 Version. Sammelt Schätze, verkloppt Monster, erforscht Höhlen und besiegt Bosse. Ob das Spiel so spannend ist wie der Text, seht ihr hier …

Wer kennt das PC-Spiel Diablo nicht? Ehrlich? Dann mal schnell in die Ecke und eine Runde schämen. So das reicht, dann erklär ich es Euch mal. Im sogenannten Hack&Slay-Rollenspiel besiegt man Feinde, sammelt Gegenstände und steigt mit seinem Helden auf. Der Vergleich mit Diablo kommt nicht von irgendwo her, da sich Torchlight an einigen diabolischen Elementen bedient. Das kommt aber daher, dass einige der Programmierer ein eigenes Studio gründeten und dann Torchlight entwickelten. Doch nicht nur Grafiker und Entwickler waren damals schon am Werk, ebenso wurde der Komponist Matt Uelmen für dieses Projekt verpflichtet. Man merkt also, dass dieses Spiel sehr viele Wurzeln vom damaligen Hit enthält.

Das Spielprinzip ist einfach erklärt: Man nehme einen von drei Helden und begebe sich in tiefe Dungeon, um diverse Aufgaben zu erledigen. Man erkundet eine eigene Welt, plättet viele Gegner und Bosse, sammelt und kombiniert haufenweise Waffen und Rüstungen und bedient sich verschiedener Fähigkeiten, die man im Laufe des Spiels erlernt. Ob man nun den starken Nahkämpfer, die schnelle Bogenschützin oder den mächtigen Magier nimmt, ist einem Selbst überlassen. Jeder hat seine Stärken und Schwächen, die man mehr oder weniger durch das Aufsteigen ausbügeln kann. Mit auf der Höllentour ist immer einer von drei Begleitern, der fleißig mitkämpft oder sogar die unbrauchbaren Gegenstände während des Kampfes in der Stadt verkaufen kann. Nebenbei gibt es immer wieder mal computergesteuerte Charaktere, die einem in einer Quest zur Seite stehen. So spielt man ca. 12 Stunden und darf dann das Game Over betrachten, klingt toll oder?


Was gibt’s zu tun?
Doch das war nicht alles! Wer Diablo gespielt hat, der weiß, dass alles natürlich immer nach Schema F abläuft. Sammelt hier mal den Gegenstand X auf, lauft dort in Dungeon Y oder befreit da drüben mal Freund Z. Die Geschichte selbst bleibt dadurch ein wenig auf der Strecke. Im Endeffekt geht es um einen Glutstein, den die fleißigen Dorfbewohner brauchen. Dummerweise sind sie auf ihrer Suche nach diesem auf eine Schar von Monstern gestoßen. Nun sind wir an der Reihe, den Keller der Mine mal kräftig zu entrümpeln. Doch wer braucht schon eine Story? Bei einem Hack&Slay ist dies eh zweitrangig. So kämpfen wir uns immer von A nach B, um eine Quest zu erledigen, nur um dann eine neue Quest anzunehmen und vorher die Belohnung abzuholen. Generell klingt alles nicht sonderlich spannend, doch wer einmal in den Bann von Torchlight gezogen worden ist, der kann sich selten aus ihm lösen. Nur noch eine Aufgabe, nur noch einmal Aufsteigen oder nur noch Gegenstand X verkaufen. So könnten Sätze anfangen, um seiner Liebsten beizubringen, warum man noch ein paar Minuten oder Stunden vor der Konsole sitzen muss. Man braucht schon einen verständnisvollen Partner, wenn die Beziehung Torchlight überleben soll!

Waffen, Gegenstände und Rüstungen!
Im Spiel selbst dreht sich aber nicht alles nur um die Aufgaben, ein großer Bestandteil ist das Handeln und das Kombinieren von Gegenständen. In Torchlight gibt es unzählige Gegenstände, die man selbst tragen oder in der Stadt verkaufen kann. Geld macht zwar glücklich, eine gute seltene Rüstung allerdings mehr. So sammelt man viele Items ein, um dann irgendwann mal stehen zu bleiben und alles in Ruhe zu betrachten. Ist vielleicht ein Gegenstand besser als einer, den ich bereits trage? Vielleicht ist sogar ein ganz Seltener dabei, welcher mir mehr Boni gibt. Oder kombinier ich einen Vorhandenen mit einem Edelstein, sodass er mein neuer treuer Begleiter werde! Hier gibt es unglaublich viele Möglichkeiten. Wer Lust hat, der kann die Hälfte der Spielzeit alleine mit den Gegenständen verbringen. Doch es gibt nicht nur Waffen und Rüstungsteile, sondern auch Schriftrollen, Tränke und noch vieles mehr.

Magie, der Schlüssel zum Erfolg
Waffen und deren Angriffe sind eine Sache, doch wer möchte nicht mal magische Allüren gegen die Gegner schmeißen. In Torchlight gibt es einen schönen Fertigkeitsbaum, bei dem man sehr viele Möglichkeiten hat. Pro Aufstieg bekommt man dafür einen Punkt, den man einsetzen kann. Der Magier kann zum Beispiel Gift verschießen, Monster heraufbeschwören und diese dann auch noch stärker machen. Egal welchen

Weg man geht, der Charakter wird immer stärker und das Spiel dadurch immer einfacher. Doch es gibt nicht umsonst verschiedene Schwierigkeitsgrade, im Letzten hat man sogar nur ein Leben. Ist dies erloschen, heißt es: Time to say goodbye. Also unterschätzt Torchlight nicht, an jeder Ecke wartet eine Überraschung.


Grafik, Sound und Stimmung
Wer Diablo II mochte, der wird Torchlight lieben. Die Grafik präsentiert sich für ein Arcade Game absolut tauglich, die Lichteffekte sehen gut aus, die Texturen sind sauber und Licht und Schatten kommen gut rüber. Die gesamte Spielwelt sieht gut aus, da macht es noch mehr Spaß, eine Ecke mehr zu erforschen. Die Atmosphäre kommt dabei nicht zu kurz, alles ist absichtlich ein wenig dunkel gehalten, dass besonders der Fackelschein zum Vorschein kommt. Die Magie im Spiel unterstreicht noch einmal alles. Mal hier ein Feuerball, der in der hinteren Ecke ein Fass zerstört oder mal da eine Giftwolke, die Gegner den Lebenssaft entzieht. Ebenso sieht es mit der Musik und den Soundeffekten aus. Wie oben schon erwähnt war auch hier der grandiose Komponist von Diablo am Werk. Leider wurde bei der deutschen Sprachausgabe ein wenig geschludert, hier fehlen teilweise die Emotionen. Dies drückt ein wenig die Stimmung.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich habe Diablo geliebt und daher war Torchlight für mich ein absolutes Muss. Schon nach ein paar Minuten ist man wieder voll drin und kann sich den Monstern, den ganzen Quests und der tollen Atmosphäre hingeben. Die Xbox 360 Version ist toll umgesetzt, es macht immer wieder Spaß, ein paar Minuten Zeit zu investieren. Leider haben die Programmierer einen Mehrspielermodus nicht eingebaut, was für mich unverständlich ist. So ein Spiel schreit gerade nach einem Onlinemodus, in dem sich zwei bis vier Spieler in das Kampfgetümmel stürzen können. Auch wenn der Einzelspielermodus super geworden ist, so gibt es deshalb meinerseits eine Abwertung. Torchlight ist eigentlich ein Anwärter auf eine volle 10, doch ohne Mehrspielermodus hat das Spiel nicht mehr als eine 8 verdient. Vielleicht ist dies für die Entwickler ein Ansporn, diesen per Download nachzuliefern.


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positiv negativ
  • Extremes Suchtpotential
  • Gute Grafik
  • Intelligenter Begleiter
  • Unglaublich viele Gegenstände
  • Toller Fertigkeitsbaum
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