Gewaltige Roboter transformieren sich in Autos, Trucks oder Düsenjets. Nebenbei gibt es große Explosionen, Lärm, viel leere Munitionshülsen und einen Haufen Schrott. Die Rede ist vom neuen Videospiel „Transformers 3“, welches zeitgleich mit dem Kinofilm erschien…
Das Spiel ist allerdings nicht, wie man erwartet, inhaltsgleich mit dem Film. Man könnte es als Prequel des dritten Streifens sehen oder als Fortsetzung des letzten Transformers Videospiel (Kampf um Cybertron), dessen Bericht Ihr hier noch einmal nachlesen könnt. Die High Moon Studios zeigten, dass man ein Actionspiel mit den wandelbaren Robotern gut gestalten kann. Immerhin hat es satte 8 von 10 Punkten bei uns ergattert. Natürlich sind die Erwartungen der Fortsetzung hoch, welche leider nicht erfüllt worden sind.
Die Geschichte ist kaum erwähnenswert, sie geht ein wenig unter und ist weniger gewichtig. Es geht darum, dass der Bösewicht der Decepticons (die böse Seite der Transformers) namens Megatron eine Superwaffe von den Menschen zurückholen möchte. Sein übergeordnetes Ziel ist allerdings die Vertreibung der Menschheit vom Planeten Erde. Logischerweise können das die Autobots (die gute Seite der Transformers) nicht zulassen und versuchen, dies zu verhindern. In sieben Kapiteln kann der Spieler zeigen, wie viel Action er vertragen kann. In jedem Kapitel spielt man einen anderen Charakter der Autobots, wie zum Beispiel Bumblebee oder Optimus Prime, aber auch mal den Feind, wie zum Beispiel Megatron. Den Protagonisten kann man aber nicht selbst wählen, i
n jedem neuen Kapitel wird einer automatisch zugewiesen. Es ist zwar mal nett, dass man auch den Feind wählen kann, jedoch wäre die Wahl von zwei Kampagnen (Gut und Böse) eindeutig die bessere Wahl.
Jeder der Transformers hat andere Eigenschaften, wie Unsichtbarkeit, Flugfähigkeiten oder Heilung, und natürlich andere Waffensysteme. Trotzdem spielt sich jeder Protagonist gleich, abgesehen von der Fähigkeit, mit Starscream in die Lüfte zu gehen. Man kann es sich in etwa vorstellen wie ein aktueller Shooter, in dem man verschiedene Waffen aufsammeln und Fähigkeiten erwerben kann. Egal welchen Charakter man steuert, jeder hat zwei unterschiedliche Waffen und drei Modi. Beim ersten kann man als Roboter durch die Gegend ziehen, Nahkampfangriffe machen und mächtig aussehen. Der zweite ist der Tarnmodus, bei dem man quasi als Auto oder Flugzeug schwebt, sehr wendig ist und ein mächtiges Waffenarsenal zur Verfügung hat. Ebenso ist unser Torso in diesem Modus sehr stark. Nummer drei ist dann der Fahrzeug-Modus, in dem man seinen Bleifuß einsetzen kann. Doch von einer guten Steuerung kann man hier nicht sprechen. Vergleicht man es mit einem Flugsimulator oder einem Autorennen, so fällt die Steuerung von Transformers total ab. Man benutzt den Modus eigentlich nur, wenn man starre Geradeaus-Strecken vor sich hat, denn in den Kurven kracht man eher irgendwo dagegen, als diese schön nehmen zu können.
Abwechslung gibt es nicht so viel, wie man es sich wünschen würde. Zwar spielt man immer verschiedene Charaktere in unterschiedlichen Landschaften, trotzdem gibt es kaum Überraschungen oder Wendungen. Eigentlich läuft es so ab: Laufen, fahren oder fliegen – ballern, ballern und ballern – dann wieder laufen, fahren … Was für mich unverständlich ist, ist die Tatsache, dass man alles nur alleine spielen kann. Der Vorgänger hatte noch einen Koopmodus, der hier leider nicht mehr vorhanden ist. So spielt man Abschnitt für Abschnitt, bis das Game Over und der Abspann ablaufen – Schade :(

Technisch gesehen ist Transformers 3 gutes Mittelmaß. Es bietet des Öfteren eine gute Grafik, hübsche Hintergründe und schöne Texturen. Leider gibt es dann aber auch hin und wieder öde Abschnitte, Pop-ups und gelegentliche Ruckler. Vergleicht man es mit dem Vorgänger, so hat sich nicht viel getan. Ich würde es sogar als eine Verschlimmbesserung sehen, denn manche Sachen konnte Kampf um Cybertron besser. Soundtechnisch liefern die Entwickler allerdings wieder etwas Gutes ab, die Sprachausgabe kann sich hören lassen und auch die Effekte passen gut zum restlichen Stil des Spiels. Leider gibt es nur eine englische Sprachausgabe, wobei diese grandios geworden ist.
Kurz noch ein paar Worte zum Mehrspielermodus. Wie beim Vorgänger kann man auch online mit ein paar Leuten gegen eine Gruppe anderer Roboter spielen. Leider beschränkt sich alles auf lediglich drei verschiedene Modi auf fünf Karten. Während meiner Testphase war zwar immer etwas los, jedoch hat es nie so richtig Spaß gemacht. Auch hier war der Vorgänger besser bestückt.
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