Trine

Trine

Genre: Action / Rollenspiel
Erscheinungsdatum: 08.10.2009
USK 12

Trine   26.11.2009 von xXMaNu3lXx

Ich bin nach einer kleinen Pause wieder zurück und möchte euch heute ein 2D Actiongame namens „Trine“ vorstellen. Die Entwickler aus dem Hause Frostbyte haben sich alle Mühe gegeben, ein Spiel auf den Markt zu bringen, das sich trotz der 2D Grafik sehen lassen kann. Ob ihnen dies gelungen ist, möchte ich in meinem Test näher erläutern, doch lest selbst. Seien wir doch einmal ehrlich. Viele Spiele, die heute auf dem Markt verfügbar sind, lassen teilweise zu wünschen übrig. Wenn ich an die damalige Playstation-Zeit zurück denke, waren in fast allen Spielen neue Innovationen enthalten, die man so nicht erwartet hätte. Aktuell werden viele Spiele immer gleich entwickelt, um denselben Erfolg, wie zuvor, auch zu erreichen. Das ist selbstverständlich nicht zu verachten, allerdings haben unter anderem neue Spielideen zunehmend abgenommen. Bis auf die Nintendo Wii, diese hat durch ihre neuartige Controllertechnologie etwas frischen Wind in die Spielbranche gebracht. Auf was ich aber eigentlich hinaus will ist, dass das Spiel „Trine“, das ich euch vorstellen möchte, trotz der veralteten 2D-Technologie immer noch gut aussieht, auch eine spannende Geschichte erzählt und viele Gimmicks enthält – da könnten sich andere eine „Scheibe“ davon abschneiden. Aber nun Schluss mit der Philosophie und ab zu den Fakten des Spiels aus dem Hause Frostbyte!

Die Geschichte wird von einem, meiner Meinung nach, sehr guten Erzähler vermittelt, die von einem verzauberten Königreich handelt, in dem nicht alles so ist wie es scheint. Somit landet man als Spieler in einer Fantasiewelt – das klingt schon mal sehr spannend! Es beginnt mit der Diebin namens Zoya, die sich in einen Tempel begibt, um eine geheimnisvolle Truhe zu öffnen. Sie ist ausgestattet mit einem Bogen, um unbemerkt feindliche Wachen oder gar Skelette, die in das Land dringen, unbemerkt zu beseitigen. Auch ein Seil gehört mit zum Inventar der Diebin, mit dem sie sich über Schluchten oder andere Hindernisse schwingen kann. An der Truhe angelangt, kommt ein geheimnisvolles Relikt zum Vorschein, das sie schließlich berührt und durch den Glanz völlig in Trance gerät. Durch den Lärm, der sich nähernden Skelette, erwacht ein Zauberer, der zweite Held des Spiels, aus seinem Schlaf und traut seinen Augen nicht. Eine „Horde der Finsternis“ ist auf den Weg zum Tempel! Er macht sich auf den Weg zur Schatzkammer, wo er der Diebin Zoya begegnet. Amadeus, seines Zeichens Zauberer des Königreichs, kann Gegenstände durch seine magischen Kräfte zum Schweben bringen. In dem Relikt sieht er „Trine“, ein Artefakt, das das Königreich vor dem Untergang bewahren könnte. Außerdem kann Amadeus durch entsprechende Mausbewegungen des Spielers z. B. eine Kiste herbeizaubern – sehr raffiniert wie ich finde. Auch er berührt das Relikt und ist völlig erstarrt von dessen Magie! Somit komme ich noch zum dritten Helden im Spiel, dem Ritter namens Pontius. Er kämpft für Ruhm und Ehre und eilt den beiden in der Schatzkammer zur Hilfe. Wie sicherlich bereits vermuten lässt, ist er mit Schwert und Schild ausgestattet und kann somit die Gegner gut in Schach halten. Doch er ist auch etwas träge, da ihm seine Eisenrüstung etwas zu schaffen macht. Pontius ist zunächst von dem merkwürdigen Kristall erstaunt, doch schließlich berührt auch er Trine und die Geschichte nimmt seinen Lauf…

Trine verschlingt alle drei Helden, die ihr zuvor in einem kleinen Tutorial kennenlernen konntet. Ihr könnt nun über die ersten drei Nummerntasten zwischen den drei Helden wechseln, um somit alle verschiedenen Rätsel, Gegner, Hindernisse und ähnliche Gegebenheiten zu überwinden. Falls ein Held mal sterben sollte, braucht ihr keine Angst zu haben. Es sind an „strategisch“ wichtigen Punkten im Spiel Kristalle zu finden, die als Checkpoint dienen. Somit wird euer verstorbener Held wiederbelebt und es kann zu dritt in die weiteren Abenteuer der geheimnisvollen Welt von Trine gehen.

Das ist grundlegend der Hauptleitfaden der Geschichte. Einige werden sich jetzt vielleicht denken, ob das schon alles war. Aber in Trine geht es vielmehr um die anspruchsvollen Physik-Knobeleien, bei denen alle drei Charaktere zum Einsatz kommen – das strängt auf Dauer ganz schön an, da kann man, wie ich finde, die Geschichte primär etwas vernachlässigen.

Jeder der drei „Heldenklassen“ verfügt über drei Fähigkeiten, die sich jeweils drei mal ausbauen lassen. So kann der Magier zu Anfang nur eine einzelne Kiste herbeizaubern, später sogar bis zu vier Stück. Zoya bekommt brennende Pfeile, der Ritter Pontius tauscht sein Schwert gegen einen schweren Hammer aus. Diese Upgrades sind in meinen Augen eine nette Auflockerung, allerdings auch für den späteren Spielverlauf essenziell wichtig! Um sich die Erweiterungen leisten zu können, benötigt man Erfahrungspunkte, die man durch besiegte Gegner erhält und durch grüne Ampullen, die überall im Level verstreut bzw. versteckt sind. Was durchaus noch mehr Pepp in das ganze Geschehen von Trine bringt – der Koop-Modus. Es können bis zu drei Spieler an einem Rechner gleichzeitig durch die verschiedenen Level streifen. Somit stehen alle drei Helden auf gemeinsam auf dem Bildschirm, was das Ganze nochmal etwas interessanter macht. Trine zaubert dem Spieler eine durchgehend stimmige und farbenfrohe Fantasiewelt auf den Bildschirm, in der es immer neue Physikrätsel zu entdecken gibt. Baue eine Brücke, staple Kisten um auf eine Plattform zu kommen, stelle dich den flinken Skeletten, die durchaus intelligent sind und sogar Schluchten und Hindernisse überwinden, um euch das Leben schwer zu machen, weiche Feuerbällen aus, die auf euch zugeschossen kommen und viele weitere Dinge, die Abwechslung und frischen Wind in die einzelnen Levels bringen. Die Bedienung der einzelnen Charaktere geht erstaunlich leicht von der Hand und man fühlt sich von Beginn an wohl. Mit dem Fadenkreuz auf dem Bildschirm, wie der nachfolgende Screenshot zeigt, können Gegner anvisiert werden, mit einfachen Mausklicks feuert man beispielsweise Pfeile ab oder bringt Gegenstände zum schweben, je nach Situation und Bedarf.

Abschließend ist noch zu erwähnen, dass sich eingebaute Lichteffekte und Spielereien mit der Physik durchaus sehen lassen können, doch dass die Charaktere einen etwas detailarmen Schatten werfen, hat mich etwas verwundert, wo doch alles andere so schick aussieht! Die Musik untermalt das ganze Geschehen neben der schön erzählten Geschichte zusätzlich und verschnürt Trine zu einem netten Gesamtpaket, das auf jeden Fall einen Blick wert ist! Verfügbar ist das neue 2D-Game für den PC, als Download für die Playstation 3 und ist ab 12 Jahren freigegeben.


Das Fazit von: xXMaNu3lXx

xXMaNu3lXx

Ich komme zu dem Entschluss, dass ich meine Meinung mal wieder etwas geändert habe, denn eigentlich bin ich nicht so der Fan von 2D-Spielen, da ich durchaus die schöne 3D Grafik bevorzuge, doch Trine hat mich eines Besseren belehrt. Die Entwickler von Frostbyte haben es geschafft, ein Spiel zu programmieren, das eine sehr schöne Geschichte erzählt, die mit stimmungsvoller Musik untermalt wird. Hinzu kommen drei unterschiedliche Charaktere, die der Spieler durch abwechslungsreiche Physikrätsel lenken muss. Es ist ein gelungenes 2D Actionspiel geworden, an dem ich nichts Negatives auszusetzen habe, bis auf die etwas detailarmen Charakterschatten, die aber zu verschmerzen sind. Trine ist also eine klare Kaufempfehlung für alle, die Actionspielen im 2D Gewand etwas abgewinnen können. Doch auch die die etwas „eingestaubte“ Dimension normalerweise scheuen, sollten sich das Spiel auch zu Gemüte ziehen, zumal kalte Wintertage von der Türe stehen.


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positiv negativ
  • Stimmungsvolle grafische Darstellung
  • Schöne Hintergrundmusik
  • Passender Sprecher
  • Abwechslungsreiche und unterschiedliche Charaktere
  • Helden führen selten einen Dialog
  • Keine Zwischensequenzen
  • Keine Charakterschatten





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