Twilight

Twilight

Originaltitel: Servants of Twilight
Genre: Horror • Thriller
Regie: Jeffrey Obrow
Laufzeit: DVD (92 Min)
Label: Mr. Banker Films
FSK 16

Twilight   11.05.2018 von MarS

Neben Stephen King ist Dean R. Koontz einer der erfolgreichsten Autoren im Bereich Fantasy und Horror. Ebenso wie Kings Werke wurden auch einige seiner Geschichten bereits verfilmt, unter anderem sein Horrorthriller The Servants of Twilight, den er im Jahre 1984 unter dem Pseudonym Leigh Nichols verfasste. Diese Verfilmung wurde nun erstmals auf DVD veröffentlicht...

 

Inhalt

 

Eigentlich führt die alleinerziehende Christine Scavello gemeinsam mit ihrem Sohn Joey ein zufriedenes, ruhiges Leben. Das ändert sich jedoch schlagartig, als eines Tages die Sektenführerin Grace Spivey auf der Bildfläche erscheint und behauptet, Joey wäre der Sohn Satans und müsse deshalb sterben. Zunächst schenkt Christine den Drohungen keine Beachtung, doch schon bald folgen brutale Übergriffe von Spiveys Anhängern, die den angeblichen Antichristen töten wollen. Nachdem ihr geliebter Hund bestialisch hingerichtet wurde und die Polizei wenig Erfolg bei den Ermittlungen verspricht, sucht Christine Hilfe beim Privatdetektiv Charlie Harrison, der Joey vor Grace und ihrer Sekte beschützen soll...

 

Twilight ist ein Horrorthriller, der zwar gut zu unterhalten weiß, jedoch auf Grund der fürs Genre wenig innovativen Geschichte dabei nur wenig Spannung aufbauen kann. Abgesehen von der ordentlichen Inszenierung in Bezug auf die Flucht vor einer obsessiven Sekte dreht sich hier alles um die Frage, ob das Ziel der Mordanschläge nun tatsächlich das personifizierte Böse ist oder eben nicht, was jedoch immer wieder ein wenig in der restlichen Handlung untergeht. Überhaupt sind die Figuren allesamt viel zu klischeehaft und flach angelegt, als dass man eine Bindung zu ihnen herstellen könnte, wodurch auch die eigentlich recht gute Atmosphäre ein wenig leidet. Ebenfalls einem stimmigen Erzählfluss entgegen wirkt der oftmals unübersichtliche Wechsel zwischen bereits vergangenen Ereignissen und der Gegenwart. Twilight beginnt eigentlich recht stark und hält den Zuschauer in der Anfangsphase sehr gut bei Laune, im weiteren Verlauf erscheinen die Abläufe aber zunehmend wirrer und verpassen es damit, die nötige Intensität durchwegs aufrecht zu erhalten. Die solide aber unspektakulär agierenden Darsteller helfen hier leider auch nicht, den Film über die gesamte Laufzeit packend zu gestalten, wodurch Twilight ähnlich wie auch zahlreiche King-Verfilmungen leider nur ein Streifen unter vielen ist, den man sich einmal anschauen kann, wenn man sonst nichts zu tun hat. 

 

Bildergalerie von Twilight (6 Bilder)

Details der DVD

 

Wie oftmals bei Erstveröffentlichungen kleinerer B-Movies auf DVD wurde auch bei Twilight nicht viel Arbeit in eine Restauration gesteckt, und so präsentiert sich das Bild nicht gerade von seiner schönsten Seite. Alles ist verrauscht und von starkem Filmkorn geprägt, das Kontrastverhältnis sowie der Schwarzwert sind alles andere als ausgewogen. Dementsprechend schwach ist auch die Schärfe, Details gibt es eigentlich keine. Zusätzlich tauchen immer wieder auch kleinere Verunreinigungen auf. Ähnlich schwach zeigt sich die Tonspur, die ohne jegliche Dynamik oder hörbare Abmischung auskommen muss. Die Sprachausgabe ist klar, jedoch recht dumpf, und das gesamte Geschehen konzentriert sich auf den mittleren Frontbereich. Insgesamt ist die Veröffentlichung vergleichbar mit einer alten TV-Ausstrahlung auf einem Röhrenfernseher.


Das Fazit von: MarS

MarS

 

Twilight ist ein solider B-Movie Horrorthriller mit dem Charme eines TV-Films und erinnert über weite Strecken an eine günstig produzierte Version von Das Omen. Spannungsarm aber unterhaltsam inszeniert bietet der Film wenig innovative Kost für Genre-Fans, die gerade keinen anderen Film zur Hand haben. 


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