Ultimate Band

Ultimate Band

Publisher: Disney Interactive
Genre: Musikspiel
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 12.03.2009
USK 0

Ultimate Band   29.03.2009 von Panikmike

Endlich erscheint ein Spiel für die Wii auf dem Markt, das man mit Guitar Hero und Rockband vergleichen kann. Der Traum des Rockstars geht in Erfüllung und das sogar ohne teure Instrumente, denn alles spielt man mit der Fernbedienung und dem Nunchuk-Controller. Ob es auch Spaß macht, seht ihr hier.

Einfach die CD ins Laufwerk der Wii legen und schon geht’s los. Keine teuren Instrumente kaufen, keine Anschlussprobleme und keine Fingerbrüche und Verknotungen mehr beim Spielen. Die Frage ist nur, ob das dann auch dementsprechend Spaß macht, die über 40 Songs zu spielen? Was Ultimate Band auf alle Fälle schon mal von den anderen Titeln unterscheidet ist eine ausgefallene Story, die mit diversen Zwischensequenzen aufgepebbelt wurde. Auch wenn sie technisch nicht ganz auf Wii-Niveau sind, so passen sie trotzdem ins Spiel und werten es ein wenig auf. Die Geschichte ist klar aus dem Leben gegriffen, denn wer hatte nicht irgendwann in seinem Leben den Traum, ein Rockstar zu werden.

Funktioniert das allerdings ohne Gefühl für Musik? Sicherlich nicht, zuerst sollte man sich aber im Klaren sein, welche Position man in der Band einnehmen möchte. Will man der Schlagzeuger sein, der immer den Rhythmus angibt und fast immer im Hintergrund der anderen Bandmitglieder steht? Oder dich lieber der Gitarrist, der die Menge mit seinen Showeinlagen zum Ausflippen bewegen kann? Zu guter letzt könnte man auch noch den Bass spielen, der am einfachsten zu handeln ist, aber auch meistens bei den echten Bands selten gewürdigt wird. Habt ihr eure Topposition ausgewählt, so kann es auch schon losgehen.

Du brauchst zuerst mal eine Band. Also zuerst den Bandnamen eingeben und die verschiedenen Bandmitglieder bearbeiten. Wie in jeder Band hat man einen Schlagzeuger, einen Gitarristen, einen Bassisten und einen Sänger. Ob man nur weibliche oder männliche Rocker haben möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Natürlich kann man nach Belieben untereinander kombinieren. Nun sollte man sich noch seine Rocker zusammen basteln. Hier stehen verschiedene Klamotten, Kopfformen, Accessoires und Haarfarben zur Verfügung. Die Auswahl ist hier im Vergleich zu Rockband oder Guitar Hero eher mäßig. Aber es kommt ja aufs Spiel an und nicht auf die Möglichkeiten der Bandmitglieder. Nachdem man sich totgebastelt hat, kann die Tour auch schon losgehen.

Nun wähle ich noch meinen Lieblingssong und meine Position. Ich wähle „Complicated“ und werde mich mal an die Gitarre machen. Doch nach ca. einer Minute merke ich schon, dass ich keine Ahnung habe, was ich machen muss. Zurück ins Menu und erstmal das Training angehen. Dort wird langsam alles klar. Ich muss den Nunchuk und die Fernbedienung nehmen wie eine echte Gitarre und dann mit der Fernbedienung nach unten schlagen, wenn eine Note kommt. Dadurch soll das Gefühl einer echten Gitarren aufkommen. Keine dumme Idee! Aber nicht nur diese einfachen Noten kommen, sondern auch diverse andere. Zum Beispiel kommen später mal Klatschnoten und Windmühlennoten. Also es ist echt wichtig, das Tutorial durchzuspielen, dass man alle Noten gesehen hat und dann weiß, wie man sie spielen muss. Im Endeffekt ist die Ähnlichkeit zu Guitar Hero und Rock Band zu erkennen, aber die Entwickler versuchten, es möglichst realitätsgetreu zu halten, ohne dass man extra Instrumente benötigt.

Als zweites versuche ich das Schlagzeug, mit den zwei Controllern wäre es ja noch das ähnlichste Instrument zu den echten. An sich spielt es sich tatsächlich auch so, ich habe einfach zwei Sticks in der Hand und haue drauf los. Hier gibt es verschiedene Variationen: Schläge zur Seite, Schläge mit beiden Controllern oder auch Fill-Ins. In diesen müsst ihr, in einer vorgegebenen Zeit, mit beiden Händen so oft nach unten hauen, wie es auf dem Bildschirm steht. Schafft ihr es öfters, so winken euch Bonuspunkte. Die Eingabegeräte sind wie geschaffen für den Krachmacher, der den Hintergrundbeat, wie auch die Fill-Ins spielen muss. Das Ganze artet zum Teil in ein wildes Gefuchtel aus, doch es macht trotz dessen Spaß und ist in meinen Augen das schönste Instrument im Spiel. Die Kontrolle funktioniert sehr gut, selten kommt es vor, dass eine Bewegung nicht registriert wird. Passiert dies, ist es jedoch sehr ärgerlich, da der Kombozähler gelöscht wird und die Bonuspunkte dann wieder weniger sind. Die Genauigkeit von Rockband oder Guitar Hero erreicht man hier natürlich nicht. Dafür spart man sich allerdings das Geld für die Instrumenten-Controller.

Das Schlagzeug macht viel Spaß, der Unterschied zur Gitarre ist allerdings nicht sehr groß. Auch bei ihr muss man nach unten hauen, allerdings gibt es da mehr Variationen. Ultimate Band spielt sich sehr gut, doch ein Instrumentenfeeling kommt nicht wirklich auf. Der Bass spielt sich wie die Gitarre, einzig beim Leadsänger versuchten die Programmierer, etwas Besonderes zu machen. Bei gewissen Noten muss man das Micro nach oben oder unten halten, manchmal kommen „Punch“-Noten, bei denen man mit der Hand Richtung Bildschirm schlagen muss. Es ist zwar eher wie eine Kombination aus Singen und Boxen, aber es macht Spaß und bringt Kondition. Alles in Allem macht das Spiel wirklich Laune, ist aber kein wirklicher Vergleich zu den großen Brüdern Guitar Hero und Rock Band. Wem auf Dauer das Einzelspielererlebnis zu langweilig ist, der kann jederzeit auf Tournee gehen und mit drei Freunden rocken. Als Einzelspielergame ist es auf Dauer ungeeignet, als Partygame ist es definitiv sehr spaßig. Los auf die Bühne und rocken…

Hier noch die komplette Trackliste:
Girls Not Grey: AFI
Complicated: Avril Lavigne
Hanging on the Telephone: Blondie
Song 2: Blur
I Want You To Want Me: Cheap Trick
All Right Now: Free
Anna Molly: Incubus
Club Foot: Kasbian
Won't Go Home Without You: Maroon 5
Dashboard: Modest Mouse
Helena: My Chemical Romance
Get the Party Started: Pink
Crushcrushcrush: Paramore
Just: Radiohead
Stumble and Fall: Razorlight
When Did Your Heart Go Missing?: Rooney
In Too Deep: Sum 41
Unconditional: The Bravery
Somebody Told Me: The Killers
Always Where I Need to Be: The Kooks
Debaser: The Pixies
Fell in Love with a Girl: The White Stripes
Break on Through: The Doors
Beverly Hills: Weezer
Move Along: All American Rejects
Rock Lobster: B-52’s
First Date: Blink 182
Whip It: Devo
Take over the Break is Over: Fall Out Boy
Hold On: Jonas Brothers
Our Time Now: Plain White T’s
Just What I Needed: The Cars
All Day and All of the Night: The Kinks
Steady As She Goes: The Raconteurs
My Generation: The Who


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Endlich mal ein schöner Guitar Hero Klon für Nintendos Kultkonsole. Doch richtig vergleichen kann man es nicht, da ein Musikspiel in diesem Ausmaß natürlich erst mit Instrumenten richtig Spaß macht. Eine Alternative ist es trotzdem, man spart sich die Anschaffung der teuren Geräte und hat dennoch mit den Wii Controllern jede Menge Spaß. Die 40 Songs sind ausreichend, jedoch erhofft man sich per Download weitere Angebote. Die großen Titel haben es ja schön vorgemacht! Familienunterhaltung im Wohnzimmer, so soll es sein.


Die letzten Artikel des Redakteurs:


positiv negativ
  • Über 40 Songs
  • Schöne Story
  • Kindlicher Grafikstil
  • Keine Instrumente nötig
  • Leider nur Coversongs
  • Keine Möglichkeit per Micro zu singen
  • Musikauswahl sehr durcheinander gewürfelt
  • Steuerung bei den Instrumenten zum Teil gleich





Kommentar verfassen

Schreibe hier einen Kommentar. Du musst einfach alle Felder, die mit einem *-markiert sind, ausfüllen.

Noch 1000 Zeichen übrig

Meine Eingaben merken?

Ich akzeptiere die AGBs


Kommentare[X]

[X] schließen