Sandstrand unter den Füßen, umringt von Palmen und ein blauer Himmel der schöner kaum sein könnte. Das Setting des neuen Wii-Titels trifft auf Anhieb die momentane Urlaubsstimmung in Deutschland. Ob jedoch auch der Spielinhalt überzeugen kann, lest ihr hier.
Machen wir uns doch nichts vor. Keiner würde behaupten, dass es der Nintendo Wii an Minispielsammlungen oder auch an Casual Games fehlt. Jedoch hat mich der momentane Sommertrend und vor allem das tropisch angehauchte Cover des Wii Titels sofort in seinen Bann gezogen. Nach einem kurzen Blick in meinen Geldbeutel und der Erkenntnis, dass in ihm leider nicht genug
Geld für ein Flugticket nach Hawaii zu finden ist, hat mich wenigstens die Vorstellung getröstet, in meinem eigenen trauten Heim Hula zu tanzen oder auch auf Wellen reiten zu können. Dementsprechend euphorisch habe ich nur noch schnell die Batterien für meine Wii-Mote und mein Balance Board geladen um sofort und ohne Unterbrechungen beginnen zu können.
Das Spiel startet mit einem kleinen Charaktereditor in dem man sich wahlweiße eine männliche oder eine weibliche Spielfigur erstellt. Man kann über deren Haarschnitt, Kleidung und Hautfarbe bestimmen. Zum Schluss gibt es noch einen wellenbrechenden Namen für unser Minimi und schon kann unser Inselabenteuer beginnen. Jedoch ist nach meiner Meinung der Charaktereditor etwas zu mager ausgefallen. Einige Änderungen wie Gesichtsformen, lustige Hütte oder Brillen hätten hier sicher nicht geschadet. So finden wir uns also komplett Brillenlos im Hauptmenu wieder. Dieses ist wie ein kleiner Infostand aufgebaut. Bevor ich zur ersten Inselerkundung aufbreche, fallen mir sehr positiv Kleinigkeiten wie ein animierter Papagei auf, der quer durchs Bild hin und her fliegt und so die Urlaubsstimmung noch abrundet.
Jetzt wird es aber Zeit denn Infostand sich selbst zu überlassen, denn das Meer ruft nach uns. Nur noch die Ski und das Wakeboard eingepackt und schon geht’s Richtung kühlem Nass. Die Minispiele werden auf einer kleinen Landkarte in Form von goldenen Sternen angezeigt. Es gibt insgesamt acht verschiedene Minispiele, angefangen beim Surfen bis hin zu Wasserski, Slalomrennen, Hindernisrennen und sogar Feuertänzen ist alles mit dabei, was das Urlauberherz begehrt. Vor jedem Spiel werden wir gefragt welche der zwei Steuerungsvarianten wir benutzen möchten,
denn jedes Spiel lässt sich entweder mit Wii-Mote und Nunchuk oder dem Balance Board steuern. Falls ihr Zuhause die Möglichkeit besitzt das Balance Board zu benutzen, würde euch wirklich was entgehen, wenn ihr mit der Wii-Mote spielt. Denn nicht nur die Abfrage der Bewegungen funktioniert besser, nein vor allem die skurrilen Ideen machen tierische Laune oder habt ihr euch schon mal mit euren vier Buchstaben auf das Board gehockt.
Danach haben wir noch die Möglichkeit, über die Länge der Bahn und den Schwierigkeitsgrad zu entscheiden. Jedoch hält sich der Unterschied der Schwierigkeitsgrade stark in Grenzen und bleibt so im Großen und Ganzen Casual-typisch einfach. Bei den Spielen geht es wie bei fast jeder Minispielsammlungen nur darum, möglichst viele Punkte einzuheimsen. Das geschieht zum Beispiel beim Wasserrennen dadurch, dass man silberne und goldene Münzen einsammelt und beim Tanzen die Bewegungen möglichst genau nachahmt. Besonders viel Spaß machen diese Münz-, Punktejagden natürlich aber erst, wenn sich noch mindestens ein weiterer menschlicher Mitspieler an der Wasserschlacht beteiligt. Maximal bis zu vier Personen können an einer Konsole gegeneinander antreten und sich um die höchsten Punktzahlen bemühen. Jedoch bleibt der Wiederspielwert, nachdem man irgendwann denn 10.Highscore aufgestellt hat, doch recht schnell auf der Strecke. Einzig und allein die Möglichkeit bei dem Surffachgeschäft seines Vertrauens die verdienten Gold und Silbermünzen gegen verschiedene Klamotten und Ausrüstungen einzutauschen, lassen den kleinen Sammler ans Tageslicht hervorkommen.
Von der technischen Seite lässt sich hier auf keinen Fall lästern. Wie schon oben beschrieben bin ich sehr von dem Wasser, das wichtigste Elemente in diesem Spiel, angetan. Die tropische Ausrichtung des Spiels wird immer wieder gut aufgefangen und für Wii Verhältnisse, sehr hübsch in Szene gesetzt. Zusammen mit dem sich zwar schnell wiederholendem, aber immer passenden Soundtrack, rückt das Urlaubsfeeling näher.
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