Vampira

Vampira

Originaltitel: Old Dracula
Genre: Komödie
Regie: Clive Donner
Hauptdarsteller: David Niven • Andrea Allan
Laufzeit: DVD (85 Min)
Label: SchröderMedia Handels GmbH
FSK 16

Vampira   07.08.2018 von MarS

Wenn jemand einen Gentleman spielen konnte, dann der im Jahr 1983 verstorbene britische Schauspieler David Niven. Egal ob in ernsten Rollen, Kriegsfilmen oder natürlich auch zahlreichen Komödien, Niven wusste durch seine ganz eigene Art stets zu glänzen. Wie er sich in der Rolle des blutsaugenden Grafen aus Transsylvanien schlägt, das erfahrt Ihr in unserer Kritik zu Vampira...

 

Inhalt

 

50 Jahre lang liegt Draculas Braut Vampira bereits in einem tiefen Schlaf, doch um sie wieder zu erwecken benötigt der Graf eine ganz bestimmte, sehr seltene Blutgruppe. Um potentielle Kandidaten zu finden, veranstaltet Dracula Besichtigungstouren in seinem Schloss in Transsylvanien, und als dort ein Playboy-Shooting stattfinden soll scheint es das Schicksal endlich gut mit ihm zu meinen. Eines der Mädchen hat die richtige Blutgruppe und endlich kann er seine Vampira wieder in die Arme schließen, doch durch eine Unachtsamkeit bei der Verabreichung ist seine Braut nun plötzlich eine farbige Schönheit. Überrascht und schockiert zugleich versucht Dracula alles, um die Verwandlung wieder rückgängig zu machen, während sich Vampira mit ihrem neuen Aussehen bereits angefreundet hat... 

 

Vampira ist eine locker-leichte Komödie, die ohne viel Anspruch die Horrorikone Dracula durch den Kakao zieht. Was zu Beginn noch hervorragend funktioniert und wirklich gute Laune beim Zuschauer verursacht, erweist sich leider mit der Zeit als sehr ermüdend. Je länger Vampira dauert, umso zäher wird die Handlung und umso schlechter sind das Timing sowie die Pointen der Gags, so dass man sich nach spätestens der Hälfte der Zeit selbst gerne in einen Sarg zurückziehen würde. Hauptproblem ist wohl, dass die gesamte Geschichte um David Niven herumgebaut wurde und dieser zweifelsohne im Mittelpunkt steht. Dementsprechend lastet der komplette Unterhaltungswert auf seinen, zugegeben charismatischen, Schultern, was auf Dauer einfach zu viel ist - selbst für einen talentierten und stets präsenten Komiker wie ihn. Highlight sind ganz klar die Dialoge und gemeinsamen Szenen mit Draculas Butler Marc, bei denen Spaß stets vorprogrammiert ist, diese werden jedoch im Verlauf des Films immer weniger. Warum Vampira übrigens eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten hat, erschließt sich nicht wirklich, denn weder gibt es blutige Momente zu sehen, noch verlieren die beteiligten Frauen allzu oft ihre Hüllen. Letzteres hätte sich durchaus stimmig ins Geschehen eingefügt und vielleicht sogar die Freude am Film verstärkt, handelt es sich doch um Playboy-Models...

 

Bildergalerie von Vampira (6 Bilder)

Details der DVD

 

Die DVD bietet eine durchwachsene Bildqualität, die nur über eine mittelmäßige Schärfe verfügt. Viele weichere Szenen und ein relativ schwacher Kontrast bilden das Grundgerüst, während Filmkorn und teils starkes Bildrauschen den Genuss zusätzlich trüben. Schwachpunkt ist ganz klar die deutsche Tonspur, die mit stetigen kleinen Aussetzern und leiernden Passagen zu kämpfen hat, was sich vor allem bei der Hintergrundmusik und dem Soundtrack bemerkbar macht. Dies bessert sich zwar nach etwa 25 Minuten Laufzeit und fällt dann nur noch minimal auf, bis dahin ist die deutsche Tonspur aber fast ungenießbar. Die englische Tonspur weist diesen Fehler nicht auf, verfügt dafür aber über deutlich weniger Dynamik und klingt insgesamt sehr dumpf. 


Das Fazit von: MarS

MarS

 

Vampira ist eine nette Komödie für Zwischendurch, die jedoch vor allem von Hauptdarsteller David Niven und Nicky Henson lebt, der seinen Butler Marc und damit seinen komödiantischen Sidekick mimt. Das "Playboy-Potential" weiß der Film zu keinem Zeitpunkt wirklich zu nutzen und auch Horrorelemente finden sich eigentlich keine, wodurch Vampira am Anfang noch ganz lustig ist, mit der Zeit aber immer mehr seinen Reiz verliert. 


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