Vera: Ein ganz spezieller Fall - Staffel 2

Vera: Ein ganz spezieller Fall - Staffel 2

Originaltitel: Vera
Genre: Krimiserie
Regie: Daikin Marsh • Stewart Svaasand
Hauptdarsteller: Brenda Blethyn
Laufzeit: DVD (356 Min)
Label: Edel Germany GmbH
FSK 12

Vera: Ein ganz spezieller Fall - Staffel 2   29.12.2015 von Born2bewild

Mit der Bafta-, Golden Globe und Empire Award-Gewinnerin Brenda Blethyn wirbt die Serie Vera: Ein ganz spezieller Fall - Staffel 2. Ob sie uns auch in der an Ann Cleeves Romane angelegten Serie überzeugen konnte, erfahrt Ihr in unserem Review…

 

Als Sgt. Stuart Macken (Steven Hartley) auf dem Nachhauseweg ist, telefoniert er mit seiner Tochter Stella (Jessica Barden). Wie üblich veräppelt sie ihn ein wenig, was die zu erledigende Hausarbeit in seiner Abwesenheit angeht. Mitten im Gespräch ist seine Tochter in dem abgelegenen Haus auf einmal der Meinung, er wäre schon vor das Haus gefahren, obwohl er noch weit entfernt ist. Sie legt das Telefon auf die Seite und er kann nur noch leise hören, was dann passiert.

 

Währenddessen ist Vera Stanhope (Brenda Blethy) beim Arzt. Sie wird von ihrem Partner Joe Ashworth (David Leon) abgeholt. Auch wenn ihre Miene anderes erahnen lässt, versichert sie ihm, dass alles in Ordnung ist und ihre Symptome nicht weiter wild währen. Auf dem Heimweg erreicht sie ein Anruf, dass ihr ehemalige Kollege und Mentor Sgt. Macken im Krankenhaus ist.

 

Im Krankenhaus angekommen findet sie den an beiden Armen bandagierten und ausgemergelten Ex-Kollegen vor sich. Auf sein Haus wurde ein Brandanschlag verübt und er konnte seine Tochter gerade noch so aus der Flammenhölle retten. Nur liegt sie jetzt, unfähig selbst zu atmen, im Koma in der Intensivstation und er macht sich Vorwürfe. Als dann auch noch seine Frau auftaucht, gelingt es ihm, Vera zu überlisten und sich in den Tod zu stürzen.

 

Wird es Vera gelingen, den Täter zu finden? Warum hat sich Stuart den Freitod gewählt und hat der neue Mann seiner Exfrau, Brian Gower (Ron Cook) vielleicht etwas damit zu tun?

 

Vera: Ein ganz spezieller Fall ist eine eher ungewöhnliche Serie. Ich konnte erst nicht glauben, dass eine komplette Staffel mit vier DVDs nur vier Folgen hat. Die Folgen sind in sich abgeschlossen und dauern jeweils etwa 90 Minuten. Die Serie kommt aus dem vereinigten Königreich, was man auch sofort merkt. Sie ist eher düster gestaltet und gespickt mit Situationen, die zum einen der kühlen Vera geschuldet eher grob und kalt wirken, zum anderen aber auch unter britischem Humor fallen könnten.

 

Vera ist die Person, die der Serie nicht nur ihrem Namen gibt, sondern auch verständlicher Weise im Mittepunkt steht. Sie ist schwer krank und hat ein Alkoholproblem und das merkt man auch immer wieder an ihren Gemütszuständen. Auf der einen Seite ist sie eine recht gute Ermittlerin, auf der anderen Seite kann sie irgendwie nicht mit Menschen umgehen. Sie hat zwar Phasen, wo sie einem Verwandten eines Opfers auch mal einen Tee macht und Gefühl zeigt, aber dann auch wieder andere Phasen, in denen sie wie eine Dampframme auf die Gefühle ihrer Mitmenschen einprügelt.

 

Technisch gesehen sind die DVDs in Ordnung. Die Bildqualität ist auch bei den recht düsteren Bildern recht gut. Der Ton kommt nur in Stereo daher, ist aber für die Serie absolut ausreichend. Die Serie schafft es irgendwie auch ohne großartige (Sound-)Effekte ihren Zuschauer zu fesseln. Extras gibt es leider keine.

 

Bildergalerie von Vera: Ein ganz spezieller Fall - Staffel 2 (9 Bilder)

Abschließend noch die recht übersichtliche Episodenliste:

 

  • Phantomschmerz
  • Stummer Schrei
  • Sprengfallen
  • Brückenschlag
     

Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Vera ist, wie schon der Titel verrät, ein sehr spezieller Fall. Die Serie ist ähnlich wie bei Oliven ganz klar Geschmackssache. Im Free-TV wurde sie auf ZDF Neo ausgestrahlt und man merkt irgendwie einen leicht öffentlich-rechtlichen Touch, gewissermaßen eine Art Tatort-Feeling. Mein Fall ist die Serie nicht so ganz, ich bin aber auch bisher immun gegen das Tatort-Virus. Dennoch muss ich zugeben, dass mich jede Folge der Serie gefesselt hat und die einzelnen Geschichten gut durchdacht waren. Somit würde ich sagen, dass Vera gute Krimikost ist mit einem sehr starken englischen Touch und Humor. Die Hauptdarstellerin hat mich bezüglich ihrer sozialen Kompetenz irgendwie sehr an The Big Bang Theory´s Sheldon Cooper erinnert. Ich denke, dass die Serie bei Fans von Tatort und nordischen Krimis im Stile der Stieg Larsson Trilogie ankommen dürfte. So komme ich schließlich auf durchschnittliche 6/10 Punkten.


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