Verflucht!

Verflucht!

Genre: Kartenspiel • Gesellschaftsspiel
Autor: Steffen Benndorf
Illustrator: Jan Bintakies
Spieleverlag: Amigo Spiele
Empfohlenes Alter: 10
Spieldauer: 15 Minuten
Anzahl Spieler: 1-5

Verflucht!   02.10.2018 von Born2bewild

Die Spieler verschlägt es nach England ins Jahr 1897, wo nicht nur ein schlechtes Blatt verflucht ist, sondern auch die auf einem Friedhof erbaute Villa des Lords Somerset. Diese versuchen die Spieler von finsteren Kreaturen zu befreien. Ob es uns gelungen ist oder ob wir den Titel des Kartenspiels Verflucht! aus dem Hause Amigo in Dauerschleife laut vorgelesen haben, erfahrt Ihr in unserem Review…

 

Das Material und die Vorbereitung

 

Die Verpackung von Verflucht! ist, wie von Amigo gewohnt, sehr kompakt und bietet eine etwas gruselige, aber dennoch kindgerechte Gestaltung. Im Inneren befinden sich zwei eingeschweißte Kartenstapel mit insgesamt fünfundachtzig Karten. Diese müssen erstmal ausgepackt werden, die fünf Siegel aussortiert und der Rest sorgfältig gemischt werden. Dann kann es an den relativ einfachen Spielaufbau gehen. Dabei werden, je nach Spielerzahl, die Siegel mit der grünen Seite nach oben bereitgelegt. Spielt man alleine, so hat man nur drei Siegel, zu zweit oder dritt vier Siegel und findet man noch mehr Monsterjäger, stehen alle Siegel zur Verfügung. Der Rest der Karten, die mit Gegenständen und Monstern mit den Werten eins bis vierzig versehen sind, werden verdeckt als Haufen auf dem Tisch ausgebreitet. Dann darf der mutigste Spieler mit der kooperativen Monsterjagd beginnen.

 

Die Anleitung

 

Die Anleitung ist sehr kompakt und beschreibt sehr übersichtlich mit vielen Beispielen und Illustrationen die Regeln. Diese sind sehr einfach und können theoretisch auch schon von jüngeren Mitspielern verstanden werden. Gelesen und verstanden sind die Regeln unter fünf Minuten und es kann gleich losgelegt werden.

 

Das Spielziel

 

Reihum versuchen die Spieler die Monster nach und nach aus der Villa zu vertreiben. Dabei können Sie in die Offensive gehen oder sich eher defensiv verhalten, dadurch aber auch das Privileg der Gegnerwahl verlieren. Ziel ist es, alle Karten aufzudecken und am Ende mit den verbliebenen Monstern möglichst wenige Punkte zu erzielen und damit die finstere Bedrohung zu überstehen.

 

Der Spielablauf

 

Jeder Spielzug besteht aus zwei möglichen Aktionen. Der Spieler, der an der Reihe ist, zieht eine Karte ohne sie dabei seinen Mitspielern zu zeigen. Ist darauf ein Monster zu sehen, so muss er es offen in die Auslage legen. Ist darauf ein Gegenstand, darf er ihn auf der Hand behalten. Wichtig ist dabei, dass man mit seinen Mitspielern zwar kommunizieren sollte, dabei aber keinesfalls die Zahlenwerte seiner Karten preisgeben darf. Erlaubt und empfehlenswert ist es, seinen Mitspielern Hinweise zu geben, welche Monster sie bekämpfen sollten und welche man selbst schafft. Nachdem die Karte gezogen und entsprechend behandelt wurde, hat der Spieler die Wahl ein Monster zu bekämpfen. Dabei muss er mit einer oder mehrerer Gegenstandskarten den Wert der Monsterkarte erreichen oder übertreffen. Wenn ihm das gelingt, wird die Kreatur beiseitegelegt und er darf noch weitere Monster bekämpfen. Aber auch die Monster können in die Offensive gehen. Das passiert, wenn das sechste Monster in die Auslage gelegt wird oder die Monster eine Gruppe bilden. Im ersten Fall wird der aktive Spieler sofort vom momentan stärksten Monster angegriffen und muss sich mit seinen Gegenständen wehren. Gelingt ihm das, wird das Monster weggelegt, gelingt es ihm nicht, so muss er ein Siegel dafür von der grünen auf die rote Seite umdrehen und das Monster wird zurück in den Haufen in der Mitte gelegt. Sind bereits alle Siegel rot, ist das Spiel verloren. Die Kreaturen bilden eine Gruppe, wenn mindestens zwei von Ihnen aufeinanderfolgende Zahlen haben. Eine Gruppe hat dabei Vorrang vor der Regel mit dem sechsten Monster. Dadurch haben die Spieler aber den Vorteil, dass sie sich auch als Gruppe wehren dürfen. Entweder darf ein Spieler die Gruppe als Gesamtes bekämpfen oder jeder Spieler jeweils einzelne Monster. In beiden Fällen muss der Wert der Gegenstände natürlich den der Gruppe oder der Kreatur wieder mindestens erreichen. Auch bei der Gruppe muss bei einer Niederlage ein Siegel umgedreht werden. Allerdings eins für die gesamte Gruppe, die aber dann ebenfalls wieder zurück in den Kartenhaufen gemischt wird. Das Spiel endet entweder wenn alle Karten aufgedeckt sind oder bei der Niederlage der Spieler, wenn die Siegel aufgebraucht sind und ein weiteres umgedreht werden müsste. Im Falle eines Sieges darf noch jeder Spieler versuchen die übrigen Monster zu besiegen. Die Werte der übriggebliebenen Monster werden addiert und bilden das Ergebnis des Spiels. Je niedriger es ist, desto besser und zufriedener ist Lord Somerset.

 

Bildergalerie von Verflucht! (9 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 40 Monsterkarten
  • 40 Gegenstandskarten
  • 5 Siegel
  • 1 Anleitung

Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Auf der einen Seite ist eine gute Spielidee, die eine gewisse taktische Tiefe bietet. Etwas ungünstig finde ich es allerdings, dass die Spieler im Grunde genommen Einzelkämpfer sind und man jedes Monster einzeln besiegen muss. Hinzu kommt nämlich noch, dass es sowohl von Monsterkarten als auch von Gegenstandskarten jeweils die Werte eins bis vierzig gibt, man also im Idealfall jedes Monster mit dem gleichwertigen Gegenstand besiegen muss. Das ist im Spiel natürlich nicht der Fall und man muss häufig die stärkeren Kreaturen mit mehr als nur einer Karte bezwingen. Zwar hat das Spiel so einen gewissen Anspruch, aber ich hätte mir diesen anders vorgestellt und mir mehr Zusammenarbeit gewünscht. Etwas Abwechslung könnte man vielleicht durch das zufällige Aussortieren von Gegenstands und Monsterkarten hineinbringen, so erlebt man dann vielleicht auch noch eine böse Überraschung. Nichtsdestotrotz finde ich sowohl die Gestaltung der Karten als auch das Konzept des Spiels gut, was mich zu einer Wertung von 7/10 Punkte bringt. Hier finde ich auch den Spielspaß unabhängig von der Spielerzahl gut, auch wenn ich kein Fan vom alleine spielen bin.

 

Josi:

Generell muss ich auch sagen ist es kein wirklich rundes Spielkonzept. Die Idee mit der „Rudelbildung“ finde ich zum Beispiel sehr gut. Das ist aber fast nicht machbar, wenn sich 2 oder mehr Monster mit Werten über 30 zusammenschließen, es sei denn man hat seeeeehr viel Glück vorher beim Ziehen und nur hohe Gegenstandskarten auf der Hand.  Für mich leider nur eine 5 sowohl vom Spielspaß als auch -prinzip.


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