Virginia

Virginia

Publisher: 505 Games
Entwicklerstudio: Variable State
Genre: Abenteuer • Gelegenheitsspiele • Indie
Art: Lowprice
Erscheinungsdatum: 22.09.2016
USK 12

Virginia   26.09.2016 von VanTom

Gerade ist ein neues Mystery-Spiel auf Steam erschienen. Der neue Titel Virginia führt den Spieler in eine Geschichte, die aus Akte X (X-Files) oder Twin Peaks stammen könnte. Okkultismus-Experte VanTom hat sich den Titel angesehen und teilt seine Erkenntnisse im Folgenden mit Euch...

 

Nach dem Spielstart landet der Spieler im Titelschirm. Durch ein beherztes Klicken des Game Controllers oder Drücken der Enter-Taste gelangt der Spieler in das Spiel-Menü. Hier können wir einen Stadtplan des Orts Kindom bewundern. Auf den ersten Blick kann der Spieler erkennen, dass es sich um eine verschlafene Kleinstadt irgendwo in Virginia handeln muss. Wir können die örtliche Tankstelle sehen, aber auch die Kirche und der Laden. Eine Militärbäsis und ein Observatorium stechen aber heraus. Das Menü selbst bietet die üblichen Einstellungsmöglichkeiten und zusätzlich einen Brief der Autoren.

 

Diesem Brief kann der Spieler entnehmen, dass das Spiel über zweieinhalb Jahren entwickelt wurde. Insgesamt war die Arbeit an Virginia wohl verwirrend und seltsam und die Autoren hoffen, dass sie mit Virgina ein ebenso verwirrendes und seltsames Spiel geschaffen haben. Na, das wird sich wohl zeigen. Ansonsten gibt es eine Kapitelauswahl, welcher der Spieler entnehmen kann, dass es 42 Kapitel gibt und diese hier ausgewählt werden können. 42... Zufall?

 

Nach dem Start der Geschichte erfährt der Spieler, dass Virginia im Jahr 1992 spielt und die Ereignisse einer Ermittlung des FBI zum Verschwinden eines Jungen, Lucas D. Fairfax, aus dem Ort Kingdom erzählt. Dabei übernimmt der Spieler die Rolle der frischgebackenen FBI-Agentin Anne Tarver. In dieser Rolle erleben wir mit, wie ihr die Marke und der Ausweis eines FBI-Agenten verliehen wird.

 

Natürlich setzt das FBI keine blutjunge Anfängerin alleine auf den Fall an, sondern teilt Anne die erfahrene Agentin Maria Halperin als Partnerin zu. Schon in den ersten Minuten des Spiels kann der Spieler eine Besonderheit des Spiels feststellen. Es wird nicht gesprochen. Der Spieler kann also keinen Unterhaltungen folgen und daraus seine Schlüsse ziehen, sondern muss viel mehr auf die Reaktionen der anderen Spielfiguren und Charaktere achten. Dabei spielt sich Virginia aber auch nicht wie ein klassisches Spiel, sondern ist eher wie ein Film aufgebaut. Es ergeben sich kurze Spielanschnitte in denen die Handlung vorangetrieben wird. Hier kann der Spieler dann nach spielrelevanten Gegenständen oder Aktionsmöglichkeiten suchen. Es kann also sein, dass der Spieler etwas finden und aufnehmen oder vielleicht auch nur untersuchen muss um weiterzukommen. Manchmal muss der Spieler auch einfach nur irgendwo langgehen, bevor ein Sprung in der Handlung passiert. Hier weiß der Spieler nie, ob er irgendwann zufällig oder durch eine Aktion in vorankommen kann. Ansonsten sind in den einzelnen Kapitel aber auch Gegenstände versteckt, welche nicht direkt Handlungsrelevant sind, aber durchaus mitgenommen und gesammelt werden können.

 

Bildergalerie von Virginia (14 Bilder)

Durch die schon genannte Aufteilung in Kapitel hat der Spieler aber auch nicht das Gefühl, dass er sich in einem Spiel, sondern eher in einem interaktiven Film befindet. Eigentlich haben wir keinen wirklichen Einfluss auf die Handlung, sondern müssen nur den Punkt finden, der angeklickt werden muss. Der Fokus liegt damit also nicht auf dem spielerischen Inhalt oder Entscheidungen, sondern beim Erzählen der interessanten Geschichte, welche viele Wendungen und Traumsequenzen enthält. Der Spieler erlebt das Spiel aus der Ego-Perspektive der FBI-Agentin und dem entsprechend kann der Spieler die üblichen WASD-Steuerung nutzen. Eine Steuerung über eine Game Controller ist aber ebenso problemlos möglich.

 

Ein ganz großer Pluspunkt ist der geniale Soundtrack zum Spiel, welcher vom Prager Philharmonie Orchester eingespielt wurde. Der Soundtrack bringt die Stimmung des Spiels auf den Punkt und kann auch gerne bei anderer Gelegenheit gehört werden. Zu dem guten Soundtrack gesellen sich ebenfalls sehr gute und passende Soundeffekte, sodass der Spieler die Dialoge nicht unbedingt vermisst. Die Grafik des Spiels hat etwas sehr künstlerisches, so dass gerade die Lichtwechsel oder Autofahrten in der Dämmerung sehr stimmig wirken. Die Gesichtszüge der Charaktere wirken eher rudimentär, können aber durchaus Emotionen und Reaktionen des Charakters darstellen. Dies ist ganz besonders wichtig, da ja eben nicht miteinander gesprochen wird. Damit entwickelt sich die Geschichte und der Spieler kann die Woche der Ermittlungen verfolgen und erleben.


Das Fazit von: VanTom

VanTom

Virgina ist kein Spiel im eigentlichen Sinne, sondern viel mehr ein interaktiver Film oder Fernsehfolge. Wir haben als Spieler nicht viel mehr zu tun als der Handlung zu folgen und die richtigen Klickpunkte zu finden. Damit wird es nicht Jedem gefallen. Spieler die sich aber mit einem solchen interaktiven Film anfreunden können und Twin Peaks mochten, können hier bedenkenlos zugreifen. Der Spieler fühlt sich innerhalb der 2-4 Stunden Spielzeit gut unterhalten und vielleicht auch etwas verwirrt. So können auch mehrere Spielläufe erforderlich sein um zu verstehen, was eigentlich in der Geschichte abgeht.


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positiv negativ
  • Genialer Soundtrack
  • Schöne und passende Grafik
  • Interaktiver Film
  • Verwirrende, aber interessante Story
  • Wenig Spiel
  • Kein so hoher Wiederspielwert





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