Wär' ich doch der Hahn im Korb

Wär' ich doch der Hahn im Korb

Genre: Kinderspiel • Memory
Autor: Lionel Borg
Spieleverlag: Blue Orange
Empfohlenes Alter: 7
Spieldauer: 10 Minuten
Anzahl Spieler: 2-6

Wär' ich doch der Hahn im Korb   10.01.2017 von Born2bewild

Wie fühlt es sich an der Hahn im Korb zu sein? Im Kinderspiel von Asmodee, beziehungsweise blue orangeartet das etwas in Arbeit aus. Ob es sich dennoch lohnt, seine Hühner glücklich zu machen, erfahrt Ihr in unserem Review…

 

Das Material und die Vorbereitung

 

Die Verpackung macht auf den ersten Blick, vergleichbar mit der von Monster unterm Bett, einen sehr wertigen Eindruck. Auf der Front sieht man die Hähne, wie sie sich tollpatschig auf die Jagd nach den Hennen machen. Das Lösen des Deckels von der Unterseite ist nicht so einfach, da der beschichtete Karton einen gewissen Widerstand bietet und dieser durch das Gewicht der Unterseite und des Spielmaterials nur schwer zu überwinden ist. Hat man ihn geöffnet, lächelt einem unter der Anleitung das gesamte Spielmaterial entgegen. Positiv fällt hier auf, dass die achtundvierzig Kartonchips oder -plättchen nicht mehr herausgedrückt werden müssen, sondern schon fertig einsortiert sind. Darüber hinaus natürlich, dass sowohl die Chips als auch die Karten ihren eigenen Platz in dem Kunststoffblister haben. Auch wenn sie aus Pappe sind, machen sie dank ihrer Materialstärke und einer kunststoffähnlichen Beschichtung einen sehr robusten Eindruck.

 

Nachdem die Karten aus der Plastikhülle befreit wurden, kann es auch an den eigentlichen Spielaufbau gehen. Hierfür wird je ein Stapel aus „Herzblatt“-Karten und einer aus „Huhn“-Karten gemischt. Von den „Herzblatt“-Karten erhält jeder Spieler eine. Die restlichen Kartenstapel werden auf die Seite gelegt. Nun werden noch die Chips mit den gebrochenen Herzen parat gelegt und die runden Plättchen mit (oder ohne) Regenwurm verdeckt in der Mitte verteilt. Nun kann das Spiel beginnen.

 

Die Anleitung

 

Sieht man die Anleitung das erste Mal, so kann man schon einmal einen Schock bekommen, wirkt sie doch sehr umfangreich. Bei genauerer Betrachtung fällt aber sofort auf, dass sie mehrere Sprachen umfasst und die Regeln, je Sprache nur drei Seiten in Anspruch nehmen. Diese sind in unter fünf Minuten gelesen und verstanden.

 

Das Spielziel

 

Ziel des Spiels ist es, mit Hilfe der Regenwürmer in der passenden Farbe in vier Runden „Huhn“-Karten zu sammeln. Bei falschen Würmern drohen „Gebrochenes Herz“-Chips, die wertvolle Punkte kosten können. Jede „Huhn“-Karte bringt eine gewisse Anzahl an Punkten und sollte man das Huhn bekommen, das auf der eigenen „Herzblatt“-Karte abgebildet ist, erhält man sogar noch fünf Zusatzpunkte. Am Ende werden die Punkte ausgezählt. Der Spieler mit den meisten Punkten gilt als Herr des Hofes und gewinnt. Gibt es hierbei einen Gleichstand, so gewinnt der Spieler, der die „Huhn“-Karte seiner „Herzblatt“-Karte hat. Führt das ebenfalls zu keiner Entscheidung, so gewinnt der Spieler mit der „Huhn“-Karte mit dem höchsten Wert. Falls nun immer noch Gleichstand herrscht, werden alle betroffenen Spieler zu Herren des Hofes ernannt.

 

Der Spielablauf

 

Das Spiel läuft in Runden ab. Zu Beginn einer jeden Runde werden acht „Huhn“-Karten umgedreht. Nachdem jeder Spieler die Karten studiert hat, beginnt das Spiel, bei dem alle Spieler gleichzeitig mit Hühnerpick-Geräuschen Würmer fangen. Das läuft so ab, dass die Spieler einen Chip nehmen, ihn angucken und mit den „Huhn“-Karten vergleichen. Er kann ihn dann verdeckt vor sich platzieren oder wieder verdeckt zurücklegen. Dabei gilt es zu beachten, dass jeder Spieler maximal zwei Chips vor sich liegen haben darf. Hat er schon zwei, so kann er entweder die Runde beenden indem er laut „Kikeriki!“ ruft oder eins der Plättchen wieder zurücklegen und weiter suchen.

 

Ruft einer der Spieler „Kikeriki!“ so müssen alle Mitspieler aufhören zu suchen. Die Spieler, die noch einen Chip in der Hand halten legen diesen vor sich ab. Nun wird ausgewertet. Für jeden Wurm, der mit einer „Huhn“-Karte übereinstimmt, erhält der rufende Spieler die entsprechende Karte. Ist jedoch ein Wurm dabei, der mit keiner der Karten übereinstimmt, so erhält er stattdessen einen Chip mit einem gebrochenen Herzen. Anschließend dürfen sich die anderen Spieler die „Huhn“-Karten nehmen, die mit ihren Würmern übereinstimmen. Der Unterschied ist der, dass sie keine „Gebrochenes Herz“-Chips erhalten. Die richtigen „Wurm“-Chips kommen wieder in die Verpackung zurück. Nun werden die übriggebliebenen „Huhn“-Karten weggelegt und acht neue aufgedeckt. Anschließend werden die verdeckten „Wurm“-Chips noch gemischt und eine neue Runde beginnt.

 

Sind vier Runden gespielt, so endet das Spiel und die Ergebnisse werden ausgewertet. Für jeden „Gebrochenes Herz“-Chip muss der jeweilige Spieler sich von seinem linken Mitspieler eine Karte Blind ziehen und weglegen lassen. Alle anderen Karten auf der Hand zählen die Werte, die draufstehen. Zusätzlich erhalten Spieler, die das Huhn ihrer „Herzblatt“-Karte gesammelt haben, noch fünf Punkte. Gewonnen hat der Spieler mit den meisten Punkten.

 

Varianten

 

In der Anleitung gibt es drei Varianten, die das Spiel für kleinere Kinder einfacher machen. So kann man die „Herzblatt“-Karten weglassen oder alle „Wurm“-Chips einer Farbe mit den entsprechenden „Huhn“- und „Herzblatt“-Karten entfernen. Darüber hinaus kann man den Schwierigkeitsgrad für die älteren Spieler erhöhen, indem sie – im Gegensatz zu den jüngeren – keine „Huhn“-Karten mit den Werten fünf, sechs oder sieben nehmen dürfen.

 

Bildergalerie von Wär' ich doch der Hahn im Korb (8 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 32 Huhn-Karten
  • 12 Herzblatt-Karten
  • 40 „Wurm“-Chips
  • 8 „Gebrochenes Herz“-Chips

Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Wär‘ ich doch der Hahn im Korb ist ein sehr schönes Kinderspiel. Durch etwas vereinfachte Regeln, wie zum Beispiel das Weglassen der „Herzblatt“-Karten oder das Aufdecken von nur vier statt acht „Huhn“-Karten (bei zwei Spielern) ist das Spiel auch für jüngere Spieler hervorragend geeignet. Wir haben bei unserem dreijährigen Sohn auch das Mischen der „Wurm“-Chips weggelassen, da es so eine „Memory“-Komponente hat und er sich die Positionen der Würmer so auch schon für die nächste Runde merken kann. Das Spielmaterial ist zwar komplett aus Pappe, bietet aber trotzdem eine sehr gute Qualität. Alles in allem also ein gut gelungenes Spiel. In meinen Augen eine 9/10.

 

Josi:

Die Variante ohne das Mischen für unseren Sohn bringt allerdings eher einen geringen Effekt, was das Merken der Positionen angeht. Die Würmer sind sich sehr ähnlich und man kann sehr schnell mal den falschen erwischen. Da fehlt dann eine Brille oder der Wurm hat keine Punkte, obwohl er müsste. Es gibt jede Kombination aus dick/dünn, mit oder ohne Punkte, mit oder ohne Brille in 4 verschiedenen Farben. Wenn das mal keine Variablen sind. Das Spiel bringt großen Spielspaß und das Zählen am Ende wird zumindest in dem Alter unseres Sohnes manchmal völlig zur Nebensache.


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