War of the living Dead

War of the living Dead

Originaltitel: Zombie Wars
Genre: Horror
Regie: David A. Prior
Hauptdarsteller: Adam Stuart • Alissa Koenig
Laufzeit: ca. 77 Minuten
Label: MIG Filmgroup
FSK 18

War of the living Dead   11.10.2010 von Beef Supreme

Schon wieder ein Vertreter des gepflegten „Hey ich hab `ne Steuerrückzahlung von 200$ bekommen! – Cool, ich hab gestern im Vollsuff ein Drehbuch verfasst! – Klasse! Machen wir `nen Zombiefilm draus“-Streifens. Schöpfer war dieses Mal David A. Prior, unbekannt aus Krachern, wie „Waterland - Kampf ums Überleben“, „Death Squad“ oder auch „Raw Nerve“. Dann mal auf ins Geschnetzel…

Die Erde, irgendwann, irgendwo, vollkommen egal. Auf jeden Fall 50 Jahre nach diesem Zeitpunkt steigen Zombies aus der Erde und haben Hunger. Warum? Keine Ahnung. Danke, für diese brillante und einzigartige Erklärung. Die Brüder David und Bryan dienen im militärisch organisierten Widerstand gegen die Zombies. Sie entdecken auf einer ihrer Patrouillen ein paar Zombies, welche ein wenig gefesseltes, weibliches Frischfleisch durch die Gegend transportieren. Ein paar Kopfschüsse später sind die zwei gestandenen Kerle mit ihrem Fund zurück im Basiscamp und sperren die Mädels erst mal ein. Darauf folgt ein symbolisch dargestellter Angriff: Fünf Zombies kommen aus dem Busch gerannt und vertreiben zwölf bis an die Zähne bewaffnete Soldaten, weil es angeblich zu viele sind. „Superdave“ hat sich derweil ein wenig abseits mit einer der Gefangenen angefreundet und erklärt ihr was Hähnchen ist, als sie von den Zombies einkassiert und abermals gefesselt verschleppt werden.

„Fesseldave“ stellt fest, dass die Zombies ebenfalls ein Camp – einen alten Bauernhof – führen und dort die Menschen als Zuchtvieh halten. Bryan ist nicht begeistert und will alles daran setzen, Brüderchen wieder zu finden. Dies wird aber vorerst nichts, denn keiner weiß wo dieses Camp ist.

Zwischenzeitlich bringt „Teacherdave“ seiner Freundin, er nennt sie Star (nicht grün oder grau, sondern das gasförmige Himmelsobjekt) das Sprechen bei, weil sie ebenso aus einem ökologisch wertvollen Zuchtprogramm stammt und daher nur fließend Zombisch beherrscht. Sliver, ein zwielichtiger Mitgefangener, Ex-Soldat, passionierter Gärtner und beruflicher Dauerdämlichgrinser führt „Prisondave“ in die Gebräuche und Abläufe des Lagers ein, zum Beispiel, dass kein Tor verschlossen ist, dass man des nachts überall herumspazieren kann und dass man, egal was man braucht nur Sliver the Dealer fragen muss. So ergibt es sich und „Kartographendave“ zeichnet seinen Armeekollegen eine kryptographierte Karte, steckt sie einem Zombie zu, der unwissend die Botschaft überbringen soll. Nach und nach stellt „Sherlock Dave“ fest, dass Sliver doch nicht so vertrauenswürdig ist wie angenommen und dass hinter der Farm mehr steckt, als Karl der Oberzombie, vermuten lässt.

Über dieses epochale Monument viele Worte zu verlieren, grenzt an ein Sakrileg, daher kurz und knapp. Dies ist ein Zombie-B-Movie, wie es im Buche steht. Die Handlung ist so dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass es einen fast selbst am Schopfe schmerzt. Es wird nichts erklärt, nichts in Frage gestellt, keine Lösung gesucht – mit dem Status Quo, dass die Zombies sich hier und da ein Menschlein gönnen. Desweiteren zeugt das Ende wirklich davon, worauf schon in der Einleitung verwiesen wurde. Überdies, verrichten nicht einmal die Zombies schauspielerische Leistung und das will erst geschafft werden. Selten habe ich unmotivierteres und steiferes Kanonenfutter gesehen. Doch der Rest des Cast überzeugt ebenso wenig, von dem her. Zu keiner Zeit kann auch nur einer der Schauspieler ernst genommen werden, garniert wird das Ganze mit Dialogen, die einem die Fußnägel hochrollen lassen. Die deutsche Synchro leistet ihr übriges, um das Desaster zu komplettieren.

Doch nicht alles ist schlecht: Die vom Militär liebevoll genannten Eiterbeulen eitern zwar an keiner Stelle und die Maske ist zum Davonlaufen, doch das Ganze wirkt durchaus charmant und wird auch gar nicht anders erwartet. Hier und da gibt es unter dem ganzen Kopfschusswahn auch die ein oder andere Ausweidung, ein paar abgetrennte Köpfe und Gliedmaßen, sowie die obligaten Biss-Szenen zu bestaunen, welche handwerklich gar nicht so schlecht sind.

Das Bild an sich ist nicht gerade der Hit. Die Unschärfe bei hellen Aufnahmen erinnern an gewisse Werke, welche bevorzugt von VOX zu fortgeschrittener Stunde ausgestrahlt wurden und Nachtszenen sind so verrauscht, dass sich analoges Rauschen noch ein Beispiel dran nehmen kann. Über die CGI muss man erst keine Worte verlieren, nur so viel, sie entspricht dem Rest. An der Extrafront gibt es auch nichts Neues: Zwei Trailer, sowie der Originaltrailer zum Film und ein Wendecover dazu und fertig. 


Das Fazit von: Beef Supreme

Beef Supreme

Irgendwas muss ich Panikmike getan haben, dass er mich ständig mit solchen Filmen bestraft J Aber gut, es war nicht ganz so schlimm, ich lebe noch. Alles in allem wird man doch irgendwo unterhalten und es wird auch zumindest etwas Wert auf Logik und so gelegt. Dennoch lassen sich nicht alle Logik- und Kontinuitätsfehler vermeiden. Das macht aber nix, denn es gibt weitaus schlimmere und vor allem längere Streifen. Zudem finden sich hier die wahrscheinlich intelligentesten Zombies seit Land of the Dead. Das Züchten ist ein interessanter Ansatz, hätte aber besser ausgeführt werden müssen, um die Unterlegenheit der Menschen zu demonstrieren. Insgesamt wäre in allen Bereichen mehr drin gewesen, so aber ist es einfache Standartunterhaltung ohne Sinn, Anspruch oder sonst etwas, dass einen guten Film von einem mittelmäßig bis schlechten Film unterscheidet. Reizvoll könnte höchstens der Trashfaktor sein.


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