Warhammer 40000: Dawn of War II

Warhammer 40000: Dawn of War II

Publisher: THQ
Genre: Strategie
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 20.02.2009
USK 16

Warhammer 40000: Dawn of War II   14.03.2009 von xXMaNu3lXx

Ende 2004 brachte THQ mit dem Echtzeitstrategie-Spiel Dawn of War einen Action-Hit auf den Markt. Die Entwickler legten in den laufenden Jahren noch drei Addon’s nach. Nun, am 20. Februar 2009, war es endlich soweit: „Dawn of War II“ kam in die Läden und alle Liebhaber können sich in das neue Abenteuer der Space Marines stürzen. Wie sich die Fortsetzung spielt, lest ihr im folgenden Test. Gespannt stürze ich mich in die erste Mission und treffe auf die erste Neuerung gegenüber dem ersten Teil. Der Basisbau fällt komplett weg und wird durch schnellere und actionreichere Schlachten, wie etwa in Company of Heroes, das vom selben Entwickler stammt, ersetzt. Zu Beginn des Spiels ist man mit zwei Einheiten unterwegs, doch schnell wächst mein Team auf sechs Truppen an. Diese Einheiten werden von je einem Hauptcharakter der Warhammer Geschichte angeführt. Als erstes bin ich als Oberkommandierender, der mit Kettensägenschwert und Pistole ausgestattet ist, bei jedem Einsatz mit von der Partie. Sergeant „Tarkus“ ist ein Alleskönner, den man entweder auf Nah- oder Fernkampf trimmen kann. Der Sturmtrupp mit „Thaddeus“ springt mit seinen Jetpacks mitten ins Geschehen und lehrt mit Kettensägenschwertern den Feinden das Fürchten. „Avitus“ gewährt mit seinem Großkaliber, wie der schweren Bolter oder der Plasmakanone, Rückendeckung. Die Scouts von „Cyrus“ schleichen sich, bewaffnet mit Scharfschützengewehren, an die Gegner heran und bringen die Gegner mit gezielten Schüssen zur Strecke. Als letztes Mitglied ist „Davian Thule“ mit im Bunde, der mit einem Cybot-Stampfer unterwegs ist und den Feind zu Kleinholz verarbeitet. Vor jeder Mission kann der Spieler, ähnlich wie in einem Rollenspiel, seine Einheiten mit neuen erbeuteten Waffen ausstatten und bei einem Levelaufstieg außerdem die erhaltenen Erfahrungspunkte verteilen. Die zahllos erhaltenen Gegenstände, wie neue Rüstungen oder Waffen, erlauben außerdem viele taktische Möglichkeiten. Falls sich zu viele oder nicht mehr benötige Gegenstände im Inventar befinden, können diese gegen Skillpunkte eingetauscht werden, um somit selten eingesetzte Einheiten aufzupäppeln.

 

Eine weitere Neuerung in „Dawn of War II“ ist, dass die Missionen nicht nacheinander „abgearbeitet“ werden müssen, sondern nach jeder Mission steht einem die Entscheidung offen, welche Schlacht als nächstes geschlagen werden will. Dies schafft dem Spieler gewisse Freiheiten und bringt neuen Wind in das Strategie-Genre. Je nach Ausgang der jeweiligen Mission ändert sich das Spielgeschehen und erhöht, zusätzlich zu den Rollenspielelementen, den Wiederspielwert. Außerdem gibt es noch optionale Missionseinsätze, die bei Bestehen neue Waffen und Fähigkeiten freischalten. In der Geschichte wird um die Herrschaft des gesamten Aurelia-Raumsektors gekämpft, der aus drei Planeten besteht: Dem Heimatplaneten Calderis, dem Dschungelplaneten Typhon und dem Planeten Meridian mit einer gigantischen Stadt und Waffenschmiede. Diese werden von drei anderen Völkern bedroht: Den brutalen Orks, den etwas futuristischen Eldar, die bereits aus den Vorgängern bekannt sind, und einem neuen Volk, den Tyraniden, die an die Zerk aus dem Starcraft Universum erinnern.

 

Allerdings kann der Nachfolger auf Dauer etwas langweilig werden, da es (bisher) nur drei Auftragsarten gibt, die ich nun etwas näher erläutern möchte. In den so genannten Attentatsmissionen, die zu Anfang sehr häufig vorkommen, ist es das Missionsziel, einen Bossgegner zu besiegen, der dem Spieler nach Scharen von Feinden gegenübersteht. Der Boss beherrscht mächtige Spezialattacken und hält die Truppen der Space Marines mächtig auf Trapp. Nur mit taktischen Überlegungen ist der Gegner zu schlagen und die Mission ist geschafft. Während einer solchen Mission können des Weiteren eines von drei Gebäudetypen erobert werden. Zum Beispiel Schreine, Gießereien oder Kommunikationsfelder, die im Falle einer Eroberung, Boni bringen. In Verteidigungsmissionen wird ein bestimmtes Bauwerk der Space Marines angegriffen, das der Spieler vor vier Feindwellen verteidigen muss. Die Gegnerwellen können hier von mehreren Seiten kommen und haben mich ganz schön ins Schwitzen gebracht. Nach den Truppenangriffen steht noch ein Bossgegner des jeweiligen Volkes an, den es erst einmal zu besiegen gilt. Hier ist taktisches Vorgehen und Raffinesse gefragt! Beide Missionstypen motivieren und sind eine neue Innovation zum ersten Dawn of War. Ich finde allerdings, dass nach einiger Zeit die immer gleich ablaufenden Missionen etwas an Reiz verlieren können. Der letzte Missionstyp mit den abwechslungsreichsten Zielen sind die Story-Aufträge. Diese kommen leider nur sehr selten zum Zug, obwohl sie mit sehr schönen Videosequenzen in Szene gesetzt sind. Im Gegensatz zu dem teils langweiligen Einzelspielmodus geht’s in den Multiplayerschlachten richtig zur Sache. Es stehen alle Rassen zur Auswahl, die mit schweren Geschützen und Kampfgeräten, wie den Schwebepanzern der Eldar oder den Läufern der Orks, ausgestattet sind. Bis zu sechs Spieler treten, wie im Vorgänger und dessen Erweiterungen, in den Partien gegeneinander an und kämpfen um die auf der Karte verteilten Kontrollposten. Dawn of War II setzt auf noch schnellere und taktische Kämpfe und verlangt sogar von geübten Spielern einiges ab. Die sehr gut umgesetzte Technik und die liebevoll animierten Figuren sind eine Augenweide für jeden Warhammer Fan.

 

Abschließend ist zu sagen, dass Dawn of War II nur für den PC verfügbar ist und über die Valve eigene Plattform Steam installiert wird. Hierbei wird eine aktive Internetverbindung zur Aktivierung des Spiels benötigt. Dies hat ohne Einschränkungen und Probleme funktioniert. Das Game ist in Deutschland unzensiert und ab 16 Jahren freigegeben. Kostenlose Erweiterungen und Zusatzfunktionen für den zweiten Teil wollen die Entwickler den Spielern kostenlos über Steam zur Verfügung stellen.


Das Fazit von: xXMaNu3lXx

xXMaNu3lXx

Ich habe mich sehr auf den neuen Teil von Dawn of War gefreut und konnte es kaum erwarten. Was mich etwas negativ gestimmt hat ist, dass der Basisbau im Singleplayermodus komplett weggefallen ist. Dies machten aber die stimmige Atmosphäre und die atemberaubenden Effekte wieder wett. Auch die Multiplayerpartien mit Freunden oder gegen den Computer machen sehr viel Spaß und laden auf stundenlange Schlachten ein. Alles in Allem ist das Spiel gut gelungen, auch wenn ich mir den Basisbau im zweiten Teil wieder gewünscht hätte.


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positiv negativ
  • Sehr gut umgesetzte Grafik und bombastisches Sounderlebnis
  • Rollenspielelemente haucht dem Spiel Individualismus ein
  • Taktische und anspruchsvolle Bosskämpfe
  • Einheiten suchen selbständig Deckung
  • Multiplayer sehr gut gelungen
  • Einzelspieler zum Ende hin etwas ermüdend
  • Speichern nur am Ende jeder Mission möglich
  • Optionale Einsätze meist nach dem gleichen Prinzip
  • Kampagne aktuell nur mit Space Marines spielbar





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