Warhammer 40000: Inquisitor - Martyr

Warhammer 40000: Inquisitor - Martyr

Publisher: Bigben Interactive
Entwicklerstudio: NeocoreGames
Genre: Rollenspiel
Sub-Genre: Action-Rollenspiel
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 24.08.2018
USK 16

Warhammer 40000: Inquisitor - Martyr   01.09.2018 von Xthonios

Es herrscht weiterhin kein Frieden im Warhammer-Universum. Auch im dem neuen Titel Warhammer 40,000: Inquisitor – Martyr geht es alles Andere als friedlich zu. Unsere Sofahelden-Inquisitoren haben sich den Action-Rollenspiel-Titel angesehen, welcher schon im Juni als Early Access (Steam) verfügbar war und nun endlich für Playstation und XBOX erschienen ist ...

 

Im August 2017 haben wir Euch bereits einen ersten Eindruck (unser Artikel) vermittelt, was den Spieler beim neuen Titel Warhammer 40,000: Inquisitor – Martyr erwarten wird.

 

Um was geht es?

Das Spiel verbindet das Spielprinzip von Diablo mit dem reichhaltigen Hintergrund aus dem Warhammer 40000-Universum. Im Mittelpunkt steht der Spieler, welcher die Rolle eines Inquisitors übernimmt. Das Universum wie wir es kennen, wird von den Mächten des Chaos bedroht. Dabei versucht es, die Menschen zu verderben und ein Klima des Verrats zu erzeugen.

das Imperium wird vom heiligen Imperator geschützt. Unglücklicherweise befindet sich dieser jedoch nach einem Verrat durch seinen korrumpierten engsten Vertrauten in einer Stasis und kann somit nicht mehr selbst agieren. Das Imperium besteht aber nicht nur aus dem Imperator, welcher als eine Art Gott verehrt wird, sondern aus verschiedenen Organisationen, welche den Willen des Imperators umsetzen sollen. Eine dieser Organisationen ist die heilige imperiale Inquisition, welche sich zur Aufgabe gemacht hat, die Sicherheit innerhalb des Imperiums zu garantieren. Sie agieren dabei als eine Art von Geheimpolizei, welche nach Anzeichen von Gefahren und Bedrohungen in und außerhalb der Welten des Imperiums zu suchen. Die Inquisition unterteilt sich dabei in drei verschiedene Arme. So gibt es das Ordo Malleus (Dämonenjäger), das Ordo Xenos (Alien Jäger) und das Ordo Hereticus (Hexenjäger). Inquisitoren sind nun die Vertreter der Inquisition und sammeln Informationen und kämpfen gegen die jeweiligen Bedrohungen. Sie agieren dabei im Verborgenen um ihre Feinde nicht aufzuschrecken. Um das Imperium und die Menschheit zu schützen gehen die Vertreter der Inquisition über Leichen. Auch in der Wahl der Mittel unterscheiden sich die einzelnen Inquisitoren deutlich. So gibt es, Inquisitoren, welche der reinen Lehre folgen und niemals die Mittel des Feindes einsetzen würden. Diese Fraktion sind die Puritaner. Die andere Fraktion, welche durchaus auch verbotenes Wissen und Waffen zum Schutz des Imperiums einsetzen, werden als Radikale bezeichnet. Im Imperium sind Inquisitoren mächtig und sehr gefürchtet. Soviel zur Geschichte.

 

Die Kampagne

Der Spieler findet sich im Caligari-System wieder und reagiert auf ein Notsignal, welche uns zu einem uralten Raumschiff bringt, welches scheinbar verlassen und aufgegeben wurde. Doch während der Landung aktivieren sich plötzlich die Verteidigungssysteme und euer Schiff wird angegriffen. Etwas lädiert und in den Trümmern Eures brennenden Schiffes macht Ihr Euch auf, das Schiff zu erkunden, den scheinbaren Befall des Chaos zu vernichten und den Verantwortlichen für all dies zu finden. Doch schnell wird klar, dass Ihr hier einer größeren Sache auf der Spur seid als anfänglich geplant. Und ein Name fällt in dem Zusammenhang, der Euch aufhorchen lässt: Hochinquisitor Klosterheim. Doch bevor Ihr ein Urteil fällt, liegt es an Euch, weitere Beweise für einen Verrat am Imperator zu finden. Und das Universum ist groß - sehr groß.

 

Die Charakterwahl

Der Spieler übernimmt hier die Rolle eines Inquisitors. Bevor es jedoch losgeht, muss ein Benutzerkonto bei NeoCoreGames angelegt werden, da es sich hierbei um ein reines Onlinespiel handelt. Leider muss dies auf der XBOX manuell durchgeführt werden und, ein automatischer Abgleich mit dem Xbox-Live-Konto findet nicht statt. Der Spieler benötigt diesen Account, um so in diesem Sandbox-Spiel gemeinsame Kampagnen und Missionen mit anderen Spielern zu spielen. In der Konsolenversion gibt es neben dem Online-Koop-Modus übrigens auch exklusiv ein lokalen Zweispieler-Koop-Modus. Nachdem der Account jedoch einmal erstellt und via Mail bestätigt wurde, müssen hier keine weiteren Schritte durchgeführt werden.

Als Nächstes kann der Spieler sich einen Charakter erstellen. Hier stehen drei Klassen zur Auswahl: Assassine, Psioniker oder Kreuzritter. Jede Klasse hat wiederum drei Spezialisierungen, die sich jedoch nur in der anfänglichen Ausstattung unterscheiden. Denn dem Spieler steht im Laufe des Spiels jede Waffe und Rüstung zur Verfügung, sodass er sich jederzeit auch innerhalb des Spielverlaufs für seine favorisierende Spielweise entscheiden kann. Während der Psioniker sich der Macht des Chaos (Warpenergie) bedient, steht der Kreuzritter eher für ein Waffenarsenal und dicke Panzerung. Die Assassine kann sowohl im Tarnmodus mit Schwerten hantieren, aber auch als Scharfschützin agieren - wie es dem Spieler gefällt.

 

Nach der Charaktererstellung stehen dem Spieler zudem zwei Schwierigkeitsgrade zur Verfügung. Im Story-Modus bietet NeoCoreGames eher leichte Kämpfe, sodas sich der Spieler auf die Atmosphäre und die Geschichte konzentrieren kann. Der Challenge-Modus bietet deutlich härtere Kämpfe. Nach dem Tutorial kann der Spieler dies jedoch vor jeder einzelnen Mission (egal ob Kampagne oder zufällig) stets ändern. Und wer es noch knackiger mag, kann den Challenge-Modus mit Modifikatoren noch deutlich schwerer machen - bis hin zu "unmöglich".

 

Fertigkeiten, Heldentaten, Vorteile usw.

Wenn man W40K - Inquisitor Martyr Eines nicht vorwerfen kann, dann, dass es wenig Auswahl bietet. Das Spiel bietet jenem, der den Überblick nicht verliert, ein mannigfaltiges Repertoire an Möglichkeiten, seinen Charakter ganz seinen Wünschen und seiner Spielweise zu "konfigurieren". Neben gelegentlichen frei verteilbaren Attributspunkten, kann man auch Fertigkeitspunkte in verschiedenen Bereichen verteilen. Dem nicht genug, kann man über Heldentaten neue Fertigkeiten freischalten, nur um im Anschluss ein komplett neuen Fertigkeitsbaum skillen zu können. Zusätzlich besitzt z.B. der Psioniker noch einmal spezielle Artefakte, mit Denen er seine Fähigkeiten weiter individualisieren kann. Und wem das nicht reicht, besitzen Rüstungen, Waffen und verschiedene Schmuckgegenstände verschiedene Boni oder Mali, die bei richtiger Kombination noch mehr Schaden oder zusätzlichen Schutz bieten. Wer einfach nur etwas Metzeln wollte, wird hier schnell an die Grenzen kommen und nur selten die höheren Schwierigkeitsgrade meistern. Ein echtes Manko ist die fehlende Einführung in das ganze Fertigkeiten- / Heldentatensystem. Ausführliche Erklärungen zu den einzelnen Punkten oder Fertigkeiten findet der Spieler nur mithilfe von viel Zeit, Einarbeitung und teils "Try and Error". Glücklicherweise kann man jederzeit seine Punkte verlernen und neu verteilen.

 

Die Steuerung (XBOX)

Bei der Steuerung bietet uns das Spiel auch fünf unterschiedliche Tastaturbelegungen an, die sich neben klassischen Shootern auch an anderen üblichen Belegungen anlehnen. Lediglich die Kameraführung und Bewegung (linker und rechter Analogstick) bleiben auf der festen Position; und genau hier gibt es einen ersten kleinen Schwachpunkt, der auch über die Optionen nicht zu beseitigen ist. Wie recht üblich dient der rechte Analogstick der Kameraführung (links / rechts), jedoch hat NeoCore hier auf dem Stick auch eine Zoomfunktion implementiert (oben / unten), was dazu führt, dass man recht häufig bei der Drehung der Kamera auch schnell dazu neigt, in das Spiel hinein- oder hinauszuzoomen. Was im Nahkampf vielleicht nicht ganz so störend sein mag, sorgt bei Fernkämpfern schnell für Frustmomente. Ein weiterer Kritikpunkt für uns ist die Mehrfachbenutzung der A-Taste und das Auto-Aiming. Wenn man einen Gegner in einer Gruppe erledigen will, bleibt einem nichts Anderes übrig, als den Gegner zuvor zu fixieren (Taste), da sonst die Figur oft wahllos einen Gegner anvisiert und angreift. Das allerdings nur, solange nicht zufällig eine Kiste in der Nähe steht, die unsere Spielfigur so fasziniert, dass sie lieber diese öffnen will (und auch hinläuft), als die Gegner neben ihm zu töten. Ansonsten funktioniert die Steuerung soweit tadellos mit etwas Übung laufen die Kämpfe reibungslos ab; sehr zum Bedauern der Chaostruppen.

 

Das Gameplay

Abschließend stellt sich natürlich noch die Frage, wie läuft das Spiel so auf der XBOX. Während man auf dem PC die Framerate für das Spiel selbst einstellen kann, fehlt diese Option in der XBOX-Version. Dies führt auf der XBOX One S jedoch zu zwei argen Schnitzern. Bei Reisen von Planeten und Subsektoren tritt nahezu immer ein starkes Ruckeln in den Animationen auf, was wirklich nicht schön anzuschauen ist. Der zweite Schnitzer sind kurzzeitige Freezes in kampfintensiven Situationen. Das tritt vor allem dann auf, wenn man davorsteht, viele Gegner mit einem vernichtenden Schlag zu töten. Scheinbar sorgen die bevorstehenden Animationen dann für einen Zusammenbruch der Framerate, die auch mit mehreren Spielern in einer Session mitbewundert werden können. Aber es ist definitiv viel Positives zu finden. Fans der Warhammerreihe werden mit authentischen Sounds, coolen Dialogen und einem insgesamt gesehen sehr stimmigen Szenario belohnt. Auch die Kämpfe im Allgemeinen sind richtig cool und werden bei höhrerer Machtbewertung auch allein knackig. Während man anfangs auf das Deckungssystem eher verzichtet, wird das im späteren Verlauf doch recht wichtig und nützlich. 

 

Was in anderen Spielen die Erfahrung ist, ist hier der Ruhm. Nach einer erfolgreichen Mission gibt es Ruhm und Kohle. Über den Ruhm steigt der Inquisitor im Rang auf und schaltet neue Fähigkeiten und oft auch neue Waffen frei, die dann verfügbar sind. Im Laufe der Kampagne schaltet man auch neue Verbündete frei, die sich dann auf der Kommandobrücke des eigenen Schiffes wiederfinden und neue Optionen freischalten. So können hier neben all den oben bereits erwähnten Fertigkeiten / Fähigkeiten auch noch Gegenstände verbessert, angepasst, zerlegt oder verkauft / gekauft werden. Obendrauf gibt es dann noch ein Crafting-System. Ein wirkliches Manko in dem gesamten Spiel sind aktuell noch die doch arg fehlerhaften Übersetzungen ins Deutsche. Dies betrifft alle Plattformen (PC / XBOX / PS4), NeoCore ist sich Diesem bereits bewusst und arbeitet hier mit Firmen zusammen, um dies schnellstmöglich zu beheben. 

 

Bildergalerie von Warhammer 40000: Inquisitor - Martyr (25 Bilder)

Das Spiel wurde von der Sofahelden Redaktion auf PC und XBOX getestet. 


Das Fazit von: VanTom

VanTom

Warhammer 40,000: Inquisitor – Martyr ist ein solides Action-Rollenspiel im Warhammer 40000-Universum. Es ist nicht so schnell, wie vergleichbare Titel, sondern setzt eher den Fokus auf ein taktisches Vorgehen und eine entsprechende Planung vor dem Beginn einer Mission. Eine erhöhte Wiederspielbarkeit kann sich durch die Events ergeben. Hier wird sich zeigen, was der Entwickler/Publisher seinem Publikum bieten wird, um das Spiel weiterspielen zu wollen. Ich bin jedenfalls gespannt darauf und kann es nicht erwarten weitere Untersuchungen als Inquisitor durchzuführen. Der Imperator beschützt. 

PC-Fazit: 8 / 10 Punkte


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Das Fazit von: Xthonios

Xthonios

Mit Warhammer 40K Inquisitor Martyr kommt ein richtig gelungenes Action-RPG-Spiel auf die Konsolen. Wer das W40K Universum mag, wird das Spiel lieben. Hier hat NeoCore mit seinem Lead-Lore-Designer ein absolut genialen Titel auf den Markt gebracht. Leider krankt das Spiel aktuell noch an einigen Kinderkrankheiten, wie z.B. eine teilweise arg lausige deutsche Lokalisierung, reproduzierbaren Frameeinbrüchen und manchen Steuerungsmängeln, welche das Gesamterlebnis jedoch nicht vollständig trüben. Der Koop-Modus sorgt in der Redaktion aktuell für viel Spaß, leider sind nur zufällige Missionen auswählbar, die Kampagne selbst kann momentan nicht gemeinsam gespielt werden. Positiv: Es wurde bereits das erste DLC angekündigt - KOSTENLOS. 

Fazit (XBOX): 7 / 10 Punkte


Die letzten Artikel des Redakteurs:


positiv negativ
  • Action-Rollenspiel im Warhammer 40000-Universum
  • Die Rolle eines Inquisitors übernehmen
  • Drei verschiedene Klassen mit drei Unterklassen
  • Grafik nicht so abwechslungsreich
  • Viele Fehler in der deutschen Textübersetzung
  • Always On-Zwang



positiv negativ
  • Komplexes Fertigkeiten und Fähigkeiten-System
  • Absolut stimmige Spielatmosphäre
  • Jede Menge Gore
  • Gelungene englische Sprachausgabe
  • Cooler Mehrspieler-Koop Modus
  • Umfangreiches W40K Universum
  • Kostenloses DLC bereits angekündigt
  • Verschiedene Steuerungsvarianten wählbar
  • Schwierigkeiten jeder Mission einzeln auswählbar
  • ... die Neulinge schlichtweg überfordern wird
  • Deutsche Lokalisierung aktuell arg fehlerhaft
  • Frameeinbrüche bei Reisen zwischen Planeten
  • Teilweise Doppelbelegung von Tasten
  • Fertigkeiten / Fähigkeiten nur rudimentär erklärt





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