We Are What We Are (Steelbook)

We Are What We Are (Steelbook)

Originaltitel: We are what we are
Genre: Horror
Regie: Jim Mickle
Hauptdarsteller: Bill Sage
Laufzeit: DVD (101 Min) • BD (105 Min)
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 16

We Are What We Are (Steelbook)   22.04.2015 von AndyRVR

Der Tod eines Elternteils bringt das intakte Gefüge einer Familie immer durcheinander, vor allen Dingen dann, wenn die Kinder noch nicht erwachsen und aus dem Haus sind. Für die Schwestern Rose und Iris ist der plötzliche Tod ihrer Mutter ganz besonders traumatisch, denn während ihr Vater trauert, müssen sie die Bürde der dunklen Familientradition tragen. Wie die Mädchen damit umgehen und was dabei passiert, erzählt Euch der Film We are what we are 

 

Familie Parker lebt zurückgezogen in einem kleinen, verschlafenen US-Städtchen. Das riesige Grundstück der Famile befindet sich etwas außerhalb, sodass Besuche durch Fremde eher rar gesät sind. Währen monsunartige Regenfälle über den Staat toben und die Straßen überfluten, befindet sich Mutter Parker (Kassie DePaiva) in der Stadt und erledigt die Einkäufe. Auf dem Weg zurück zum Auto erleidet sie einen Schwindelanfall, stürzt, schlägt dabei mit dem Kopf an einer Metallstange an und versinkt bewußtlos in einer Pfütze, in der sie schließlich ertrinkt.

 

Tief bestürzt versinkt die Familie in große Trauer. Vor allen Dingen Vater Frank (Bill Sage), der seine Familie mit eiserner Hand regiert, kann den Tod seiner Frau kaum fassen. Da die Familie gerade ihre persönliche Fastenzeit als Vorbereitung auf den “Tag des Lamms” durchlebt, läßt er seine älteste Tochter Iris (Ambyr Childs) wissen, dass es nun an ihr ist, die Rolle der Mutter zu übernehmen und für das Festmahl am familieneigenen Feiertag zu sorgen.

 

Zeitgleich melden die besorgten Eltern Kimble (Traci Hovel und Nat DeWolf) der Polizei das Verschwinden ihrer Tochter. Doch angesichts der furchtbaren Wetterlage und der zusammengebrochenen Telefonleitungen mißt Sheriff Meeks (Nick Damici) dem noch keine größere Bedeutung bei und versucht die Eltern zu beruhigen. Nicht einmal, als der ortsansässige Doc Barrow (Michael Parks) einen menschlichen Knochen findet, den der heftige Regen den Bach heruntergespült hat, weigert sich der Sheriff zu glauben, dass jemand im Ort ein Mörder sein und Leichen verstecken könnte. Einzig Deputy Anders (Wyatt Russell) hat ein offenes Ohr für den Doc, der schon seit Jahren nach seiner vermissten Tochter sucht. So ermitteln die beiden auf eigene Faust und kommen bald einem mehr als nur düsteren Geheimnis auf die Spur …

 

We are what we are ist das Remake eines bereits gefeierten mexikanischen Films und legt, wie so oft bei Remakes, noch einige Schippchen drauf wenn es darum geht, dem Zuschauer die Horrorkost ansehnlich auf einem Silbertablett zu präsentieren. So ist We are what we are ein Film mit eher leisen Tönen, der es aber trotzdem faustdick hinter den Ohren hat.

 

Man fragt sich im ersten Drittel des Films schon ein- oder zweimal, ob da wirklich noch etwas passiert, weil sehr viel Fokus auf den Tod der Mutter und die Trauerverarbeitung durch die einzelnen Familienmitglieder gelegt wird. Spätestens ab der Hälfte des Films jedoch, kommt man aus dem Staunen und Grauen aber nicht mehr heraus. Man spannt sich unweigerlich an und harrt, was als nächstes passiert. Dabei ist We are what we are aber nie laut oder betreibt übertriebene Effekthascherei. Der leise Grundtenor des Films bleibt fast bis zum Schluß erhalten, der Horror und das Entsetzen werden auf andere, viel subtilere Weise vermittelt.

 

In der Produktbeschreibung des Films heißt es, der Film sei bis in die kleinsten Nebenrollen hin verstörend gut besetzt. Normalerweise bin ich solchen Aussagen gegenüber ja sehr kritisch eingestellt, in diesem Fall kann ich aber bestätigen, dass hier nicht zuviel versprochen wird.


Bildergalerie von We Are What We Are (Steelbook) (10 Bilder)

Kommen wir noch zu den technischen Details. Die Blu-ray präsentiert sich makellos im 2.35:1 Format. Die Bilder sind sehr detailgetreu und ich liebe das eher düstere Farbenspiel des Films, welches die Atmosphäre sehr gut unterstreicht. Auch der Ton ist eine wahre Erlösung für die Ohren, denn die Lautstärke bleibt den kompletten Film über angenehm konstant. Leider gab es zwischendurch einen kurzen Tonaussetzer, der für unwillkürliche Erheiterung gesorgt hat. Dafür gibt es leider einen kleinen Abzug in der B-Note.

 

Details zum Steelbook


Neben der normalen Blu-ray gibt es von Koch Media ebenso ein Steelbook, welches dieselben Inhalte parat hält. Das Cover und auch die Rückseite sind komplett identisch, doch warum sollte man auch ein anderes Cover basteln, wenn das erste schon gut bei den Fans ankam. Die Vorderseite zeigt die zwei Schwestern und ihren düster blickenden Vater, auf der Rückseite befinden sich ein paar Szenenfotos, zwei Pressezitate, die Filmdetails und die typische Beschreibung. Innendrin ist im Hintergrund eine Szene in schwarz-weiß abgedruckt, ein Inlay oder eine Information in Form eines Papiers gibt es nicht. Das Steelbook unterscheidet sich also nur äußerlich von der normalen Blu-ray-Variante, der Film und alles drumherum sind identisch! Übrigens noch als Information: Koch Media hat von dem Film 7000 Steelbooks produziert.


Das Fazit von: Zahnfee

Zahnfee

Ja, We are what we are ist definitiv sehenswert. Man darf sich vom eher verhaltenen Start des Films nicht täuschen lassen, das dicke Ende kommt hier ganz gewiss und treibt die Augenbrauen hoch bis zum Haaransatz. Zweifler mögen nun fragen, warum ein Horrorfilm nur eine FSK 16 Wertung hat, und die Antwort darauf ist ganz einfach: We are what we are braucht keine splatterigen Ekeleffekte um schockierend zu sein. Der Horror kommt viel subtiler daher und braucht keine hundert Liter Kunstblut. Es gibt ein, zwei Lücken in der Handlung, die ich gern noch geschlossen gesehen hätte, aber davon abgesehen ist We are what we are eine wirklich runde Sache. Für Fans von Kelly McGillis gibt es dazu noch ein kleines Suchspiel - ich hab die Gute erst bei ihrer dritten Szene wirklich erkannt.


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Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich fand das Cover sehr interessant, und weil ich auch Steelbooks sammle, kam ich um den Film nicht drum herum. Wie meine Kollegin auch schon im Artikel beschrieben hat, zieht sich We Are What We Are anfangs ein wenig, doch mittendrin nimmt er gehörig an Fahrt auf und lässt dann bis zum Schluss nicht mehr locker. Der Film lebt von seiner düsteren Atmosphäre und der guten Leistung der beiden Jungdarstellerinnen, welche gekonnt ihre Rolle auslebten. Doch auch dem Vater möchte man nicht im Dunklen begegnen, was ebenso für den Film spricht und zur Geschichte passt. In meinen Augen sollte man als Horrorfan unbedingt einen Blick auf We Are What We Are werfen, auch wenn der Film ab 16 Jahren freiegeben wurde und kaum richtige brutale Stellen hat - diese braucht er nämlich gar nicht!


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