White Knight Chronicles 2
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BEWERTUNG |
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Vor etwa einem Jahr versuchte Level 5 mit seinem Rollenspiel „White Knight Chronicles“ und dem darin enthaltenem, kostenlosen Onlinemodus, mal wieder auf sich aufmerksam zu machen. Leider brauchte die deutsche Vertonung des Spiels ganze zwei Jahre, sodass der Vorgänger schon am Erscheinungstermin leicht altbacken wirkte. Mit dem Nachfolger wollen die Entwickler nun alte Stärken mit neuen Ideen kombinieren und damit endgültig die Herzen aller Rollenspielfreunde gewinnen. Ob dies gelingt, lest Ihr hier.
Die Geschichte wird genau an dem Punkt weitergeführt, an dem wir zwar im Erstling den Endgegner besiegt haben, ihn aber nicht endgültig töteten. Deshalb breitet sich der Krieg um das Königreich Balondor immer weiter aus. Nur eine vereinte Kriegsmacht könnte die anrückende Bedrohung noch aufhalten. Wie wir jedoch noch aus dem Vorgänger wissen, wurden alle 3 Herrscher der vereinten Völker durch die Magi-Armee getötet. Jetzt muss schnell gehandelt werden, denn ein gezielter Gegenschlag ist durch die Führungslosigkeit der Armeen nicht möglich. Neue Könige braucht das Land und wer könnte besser dafür sorgen als ein Bauernjunge, der die Macht eines gigantisch großen Ritters besitzt. Natürlich spreche ich hier von Leonard, welcher schon Hauptprotagonist des Vorgängers war. Zusammen mit seinen Freunden und unserem selbst erstellten Charakter - welcher immer noch wie ein Schluck Wasser in der Kurve regungslos und stumm in der Gegend dahinvegetiert - erhalten wir nach wenigen Spielstunden den Auftrag, mit der Macht eines Buches, in die Zeit zurückzureisen, um den Lauf der Geschichte zu ändern.
Bevor ich auf das Problem der Story eingehe, möchte ich gleich mal etwas loben. Da sich der zweite Teil hauptsächlich auf Spieler konzentriert, die den ersten Teil gespielt haben, wird auf der Disk der komplette Vorgänger mitgeliefert. Das heißt, Ihr könnt euch nicht nur einmal in ein über 40 Stunden langes Abenteuer fuchsen, sondern das gleich zweimal.
Wenn auch leider die Story etwas an seinem Glanz verloren hat, kann das Kampfsystem jedoch wieder überzeugen. Sehr schnell fällt einem zwar auf, dass nur sporadisch Änderungen vorhanden sind, aber so war doch schon bei White Knight Chronicles das Kampfsystem ausgezeichnet durchdacht und lies einem eine Menge Freiheit im Kampf. Der Hauptkniff des Kampfsystems liegt dabei bei den drei unterschiedlichen Waffenangriffen. Jeder Gegner hat entweder eine Schwäche gegen Schnitte, Hiebe oder aber Stiche. Nur wenn man diese Schwachstellen geschickt ausnutzt, was leider den eigenen KI Mitstreiter Eurer Dreiergruppe zu kompliziert ist, können schwierige Kämpfe innerhalb von Sekunden gewonnen werden. Um auf alles vorbereitet zu sein, gilt es deshalb auch immer seine Attacken in die dafür vorgesehenen Slots zu installieren. Leider wurden unzählige neue Attacken dem Spiel hinzugefügt, aber keine neuen Installationsplätze, welche schon für Teil 1 und dessen Attacken zu knapp bemessen war. Auch andere kleinere Fehler des Vorgängers wurden einfach übernommen: Wie zum Beispiel die Kristalle, welche die Lebensenergie von Monstern anzeigen, anstelle von einem Lebensbalken mit Zahlenwert. So ist es unmöglich abzuschätzen, wie viele Schläge ein Kontrahent noch aushält, bevor er das Zeitliche segnet. Auch die übergroßen Gegner in den frei begehbaren Arealen wurden übernommen. Das Hauptproblem bei diesen Monstern war und ist, dass sie keine wirkliche Bedrohung darstellen aber sie dafür viel zu viele Schläge einstecken. Dies sind aber nur kleinere Makel, über die man auch gut und gerne hinwegsehen kann.
Die technische Seite ist gut, aber leider wie schon beim Vorgänger nicht überragend. Zwar wurde an den Texturen und Umgebungen deutlich gefeilt, um die ganze Optik harmonischer wirken zu lassen, jedoch kommt es immer noch zu gravierenden Popups und Bildrateneinbrüchen. Der Sound unterstützt das Spiel sehr gut und passt sich immer an die gegebene Stimmung an. Mit insgesamt 40 Stunden Spielzeit und zusätzlich dem kompletten ersten Teil der Serie auf der Disk sollte man sich bewusst sein das man viel Zeit investieren muss, wenn man beide Abspanne sehen möchte. Das Fazit von: Maninger
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