Wings of Prey

Wings of Prey

Publisher: Gaijin Entertainment
Entwicklerstudio: Gaijin Entertainment
Genre: Simulation
Sub-Genre: Luftkampf-Simulator
Art: Midpreistitel
Erscheinungsdatum: 28.05.2010
USK 12

Wings of Prey  03.09.2010 von Phr3n1c

Seit Jahren war bei mir kein Flugsimulator mehr auf meinem Rechner installiert. Grund genug die PC Version "Wings of Prey" des Konsolenspiels "Birds of Prey" zu spielen, welches bereits im September 2009 für die Xbox 360 und Playstation 3 erschien.

Im Gegensatz zu den meisten Flugsimulatoren die sich entweder als reine Simulation mit sehr realistischem Schwierigkeitsgrad bedienen lassen oder jenen, die einem eher ein Arcade-Feeling geben, geht Wings of Prey einen Mittelweg. Hier kann man selbst entscheiden, ob man lieber mit den Flugeigenschaften des Jägers kämpft oder eben mit den Gegnern.


Die Missionen spielen in einem allseits gut bekanntem historischem Kontext: Dem zweiten Weltkrieg. So fliegt man z.B. für die Britische Royal Air Force oder die Sowjetische Luftwaffe Einsätze über England, Russland, Sizilien und zu guter Letzt auch über Berlin. Eine Planung der Aufträge oder eine lange Anflugzeit findet man bei den Missionen nie. Man startet meist direkt in der Luft über oder zumindest in der Nähe des Auftragsgebiets. Die Aufgaben reichen hier von der Verteidigung von Städten und Schiffen gegen feindliche Bomber, Unterstützung des eigenen Heers gegen starke Panzerverbände, Zerstörung von Schiffen zur Vorbereitung von Infanterieanlandungen an der Küste und vielem mehr. Auch wenn die Flugzeugtypen oft wechseln und selbst für Bombardierungen mehr als eine Möglichkeit (Raketen oder Bomben) zur Verfügung stehen, kommen einem die Missionen nach kurzer Zeit 'bekannt' vor.

Eine richtige Story gibt es leider nicht. So werden einem zwischen den Aufträgen Auszüge aus dem Kriegstagebuch des jeweiligen Piloten vorgelesen, in dessen Rolle man gerade schlüpft. So wäre es bestimmt interessant gewesen, auch die deutschen und italienischen Flugzeuge in entsprechenden Missionen zu fliegen oder zumindest die Reihenfolge der verfügbaren Kampagnen selbst zu wählen. Allerdings gibt es die Möglichkeit auch einzelne Engagements zu spielen, die einem dann auch die Möglichkeit gewähren, das Cockpit der deutsch-italienischen Flugzeuge von innen zu sehen.

Für den Multi-Player stehen vier Optionen zu Auswahl. So hat man die Möglichkeit in "Capture Airfields" durch eine Landung auf einem feindlichen Flugplatz diesen einzunehmen, bei "Team Battle" kämpft man mit Flügelmännern gegen ein feindliches Team und "Dog Fight", bei welchem es um den reinen Kampf Eins gegen Eins geht. Der vierte Modus ist eine Abwandlung des "Dog Fights", bei welchem der Gegner versucht ein Bodenziel zu bombardieren und man selbst muss ihn von diesem Unterfangen abhalten.


Das Fazit von: Phr3n1c

Phr3n1c

Auch wenn ich eigentlich kein Freund von Flugsimulatoren bin und die Bedienung des Spiels über Maus und Tastatur eher semi- als optimal zu beschreiben ist, hat mir Wings of Prey doch einige Stunden Spielspaß beschert. Nachdem man heraus hat, wie feindliche Bomber und Jägergruppen anzufliegen sind, hat man deutlich mehr Spaß am Spiel. Leider musste ich bei einer der Missionen nach einem kleinen Helfer suchen, da die Mission entweder nicht endete (obwohl die Stadt gerettet und kein weiteres Feindflugzeug am Himmel war) oder die schier übertriebene Anzahl von Bombern sich den Weg Richtung Ziel bahnte und die tödliche Last abwarf. Im Grunde ist es aber ein solides Spiel mit einer sehr guten Grafik, bei welchem es jedoch leider an der Story und der Liebe zum Detail fehlt. Wären diese Punkte bei der Entwicklung besser bedacht worden, wäre aus Wings of Prey vermutlich ein Klassiker geworden.


positiv negativ
  • Sehr gute Grafik
  • Direkter Einstieg in die Missionen
  • Sowohl Arcarde- als auch Simulationsmodus wählbar
  • Eintönige Missionen
  • Keine richtige Storyline
  • Steuerung mit Tastatur + Maus macht keinen Spaß





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