Wyrmwood - Road Of The Dead

Wyrmwood - Road Of The Dead

Originaltitel: Wyrmwood
Genre: Horror/Action
Regie: Kiah Roache-Turner
Hauptdarsteller: Jay Gallagher • Bianca Bradey
Laufzeit: DVD (94 Min) • BD (98 Min)
Label: Tiberius Film
FSK 18

Wyrmwood - Road Of The Dead   14.10.2015 von Beef Supreme

Zombies –zornig, zerfleddert, zeitlos. So manchem wird das Gestöhne Untoter zum Halse heraus hängen, was bei der Unmenge an miesen Outputs auch durchaus verständlich ist. Doch gelegentlich schlurft in der Masse an miesen Zombie-Outputs auch eine kleine Perle mit, die man durchaus an sei Hirn lassen sollte. Wyrmwood ist eine dieser Perlen, die ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen solltet. Selten machen Zombies so viel Party...

 

Wyrmwood lässt sich nicht lange lumpen. Direkt in der ersten Einstellung spritzt das Gehirn quer über den Bildschirm und Zombies werden reihenweise gefällt. Es folgt ein kleines Storyintermezzo, in dem Benny, einer der Überlebenden, davon erzählt, dass einer seiner Brüder nach einem Sternschnuppenschauer den anderen Bruder weggesnackt hat. Die Zombieapokalypse ward geboren. Ein weiterer Überlebender namens Benny bekommt auch noch einen kleinen Flashback, indem er Frau und Kind niedermäht, nachdem sie ihm zu hungrig wurden und direkt danach geht’s in der Gegenwart weiter. Barry und seine Kumpels suchen nämlich Barrys Schwester Brooke. Diese ist einem wahnsinnigen Wissenschaftler in die Hände gefallen, der Menschen gerne Zombieblut zu Countrymucke spritzt. Seltsamerweise verwandelt sich Brooke nach der gar fürsorglichen Behandlung nicht, sondern entwickelt lustige Fähigkeiten.

 

Wyrmwood macht keine Gefangenen, außer Brooke vielleicht. Aber ansonsten hält sich der Film nicht damit auf, geknickte, ungläubige Charaktere zu zeigen, die den halben Film dafür verschwenden die Zombieapokalypse zu verleugnen. Schnelle Anpassungen, schnelle Reaktionen und zünftige Action stehen hier auf dem Programm. Und das tut dem Film richtig gut. Das Gaspedal bleibt durchgehend am Bodenblech festgetackert und schafft dabei gleichzeitig das Kunststück, nicht eintönig zu werden. Die Handlung verläuft in der ersten Hälfte zweigeteilt zwischen Barry und Brooke und beweist ein sehr gutes Gefühl fürs Timing, da immer im passenden Moment der richtige Handlungsstrang vorangetrieben wird. Dabei wird auch nie vergessen, das nötige Maß an überzogener Gewaltdarstellung anzubringen, sodass der Gorehound auch wirklich jede Sekunde auf seine Kosten kommt. Kombiniert wird das mit dem einen oder anderen lockeren Spruch auf den Lippen, um das Geschehen aufzulockern, ohne dabei zu sehr in die Comedy-Ecke abzudriften. Nicht unerwähnt bleiben soll auch die Fähigkeit der Schauspieler, hier in Teilen wirklich sympathische Charaktere zu erschaffen. Vielleicht nicht immer glaubwürdig, dafür kommen sie zu gut mit dem Niedergang der Gesellschaft klar, doch das hier soll ja auch kein Drama sein. Der Tod so mancher Charaktere bestürzt dennoch doch mehr, als so mancher bereit ist, zuzugeben. All diese Komponenten zusammen machen Wyrmwood zu einem weit überdurchschnittlich guten Zombiesplatter.

 

Bildergalerie von Wyrmwood - Road Of The Dead (14 Bilder)

Der auch technisch überzeugen kann. Zwar sieht man dem Film zu jeder Zeit sein geringes Budget an, doch die Mannen um Wyrmwood haben das Maximum herausgeholt. Beim Blut wurde auf eine Mischung aus CGI und Kunstblut gesetzt und das Resultat überzeugt fast komplett. An einigen Stellen sieht’s dann doch etwas unglaubwürdig aus, aber der Masse an Gekröse und Suppe sei’s verziehen. Erstaunlich gut gelungen ist das Setting. Nie fühlt man sich aufgrund billiger oder unpassender Requisiten aus der Illusion gerissen, dass die Menschheit derbe am Arsch ist. Unterstützt wird dieser Effekt durch eine exzellente Beleuchtung, die ein immer passendes Bild erzeugt. 


Das Fazit von: Beef Supreme

Beef Supreme

 

Wyrmwood war schon auf den Fantasy Filmfest Nights eins meiner Highlights (hier nachzulesen) und daran hat sich auch beim zweiten Mal Anschauen nichts geändert. Der Film macht immer noch mega Laune und kann frisch-fauligen Wind in das ausgelutschte Zombie-Genre hauchen. Knallharte Action, anständiger Bodycount und ein erfrischend hoch angesetzter Gewaltgrad vereinen sich mit einer überraschend gelungenen Story, die die Faszination Zombie mal aus einem neuen Blickwinkel betrachtet. Wyrmwood 2 kann kommen. Bis dahin, reinziehen!


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