Heutzutage müssen die Europäer häufig auf Portierungen aus dem fernen Osten sehr lange warten. Genauso war es auch mit Xenoblade für die Nintendo Wii. Denn das erfolgreiche Rollenspiel ist schon seit über einem Jahr in Japan erhältlich. Doch nun kommen auch wir in den Genuss von über 100 Stunden geballter RPG-Action. Ob sich ein Griff in das Regal bei Xenoblade Chronicles wirklich lohnt, oder Ihr doch lieber die Finger davon lassen solltet, erfahrt Ihr natürlich in meinem Review...
Handlung
Viele Jahre vor der eigentlichen Handlung tobte ein gewaltiger Kampf zwischen den beiden Göttern Bionis und Mechonis. In der alles entscheidenden letzten Schlacht töteten sich die beiden Gottheiten schließlich gegenseitig. In den nachfolgenden Jahren entwickelten sich zwei Zivilisationen auf den Leichnamen der toten Götter. Auf dem Körper von Bionis fanden die menschlichen Bionis ihre Heimat und auf Mechonis wiederum die Maschinen. Dass sich die beiden Parteien nicht vertragen haben, brauche ich da wohl nicht extra zu erwähnen. Wenig überraschend ist da der Angriff der Maschinen auf die Menschen. Wie aus dem Nichts schossen unzählige Raketen und Roboter auf die Menschen hinab, töteten unzählige von ihnen und zerstörten Gebäude. Die Menschen wussten sich nicht zu wehren und hatten schon fast aufgegeben, da erschien Dunban auf der Bildfläche. Er konnte als einziger das legendäre Schwert Mondado schwingen und war somit in der Lage die Mechon zurückzuschlagen. Doch zum Beginn der Handlung und damit einem Jahr nach dem Angriff bereiten sich die Mechon auf einen erneuten Angriff vor. Der einstige Held Dunban ist dahingeschieden und es liegt nun an Euch, das legendäre Schwert zu führen und den kommenden Krieg zu gewinnen.
Doch natürlich müsst ihr die über 100 Stunden lange Reise nicht alleine bewältigen. Im Laufe der Handlung werden Euch verschiedenste Kameraden zur Seite stehen, wie beispielsweise Reyn oder Sharla. Doch trotz Euren zahlreichen Mitstreitern wird der Weg zum Kriegsende nicht einfach. So stoßt Ihr auf unzählige Monster, Maschinenarmeen und anderen Übeltätern.

Zusammenfassend ist die Geschichte also spannend und wird auch so auf die heimischen Fernsehgeräte transportiert. Die Welt ist riesig und bietet zahlreiche spannende Ereignisse, eine schöne Umgebung, plötzliche Ereignisse, Richtungswechsel und natürlich jede Menge Spaß. Ein besonderes Augenmerk werfe ich noch auf das moderne Kampfsystem. Wo in Spielen wie Final Fantasy Zufallskämpfe und ein extra Kampfmodus das Spielgeschehen bestimmen, wurde in Xenoblade Chronicles vollkommen auf so etwas verzichtet. Eure Gegner laufen genau wie Ihr auf der Karte umher und sollte es mal zu einem Kampf kommen, geht es sofort los und es wird nicht erst in einen extra Modus gewechselt. Der eigentliche Kampf läuft dann in gewohnter rundenbasierter Manier ab. Euer Protagonist greift also automatisch an und Ihr könnt zusätzlich Befehle zu Zaubern oder Spezialattacken geben. Des Weiteren habt Ihr noch das Kombo-System zur Verfügung. In diesem könnt ihr eine Reihenfolge von Angriffen erstellen, die einen ungeheuren Schaden anrichten. Ansonsten stehen Euch natürlich noch die üblichen Funktionen wie Ausrüstung, Heilgegenstände oder Statusveränderungen zur Auswahl.
Steuerung
Die Steuerung ist durchdacht und sehr gut gelungen. Am besten eignet sich der altbewährte Classic Controller für Eure Nintendo Wii, um Euren Helden durch die gefährlichen Gefilde zu führen. Weniger gut eignet sich die Remote und Nunchuk Bedienung, andere Steuerungsgeräte werden nicht unterstützt. Ein ganz besonderes Schmankerl ist die Special Edition von Xenoblade Chronicles. Dort erhaltet ihr für einen Aufpreis von 10 Euro neben dem eigentlichen Spiel auch einen roten Classic Controller oben drauf. Verglichen mit dem eigentlichen Preis von 18 Euro pro Controller ist das ein wirkliches Schnäppchen.
Präsentation
Zwar liegt bei einem Rollenspiel das Hauptaugenmerk nicht auf der Präsentation, doch auch hier kann Xenoblade Chronicles klar überzeugen. Zwar läuft der Titel in einer gewohnt niedrigen Auflösung, doch die Liebe zum Detail und das typische Rollenspielflair machen es zu etwas ganz Besonderen. Ein Vergleich mit Rollenspielen auf Playstation oder Xbox hinken natürlich, aber unsere kleine Wii bietet eben auch nur begrenzte Möglichkeiten. Kurz gefasst sucht man aufwendige und hochauflösende Texturen gepaart mit einer großen Weitsicht also vergebens, aber die Charaktere und Umgebungen präsentieren sich dafür in einer liebevollen Manier. Über die Vertonung lässt sich nicht viel schreiben. Es gibt sowohl eine englische als auch japanische Sprachausgabe, die beide überzeugen. Zwar hätte ich mich ganz besonders auf eine deutsche Vertonung gefreut, aber heutzutage ist das bei Rollenspielen einfach nicht mehr üblich. Ansonsten ist der Soundtrack zwar nett anzuhören, aber nichts Besonderes.
Kommentar verfassen
Schreibe hier einen Kommentar. Du musst einfach alle Felder, die mit einem *-markiert sind, ausfüllen.