Seit dem 10.11.2010 steht Kinect in den Läden. Es gibt mittlerweile fast 20 Titel, die man nicht mehr mit dem Controller, sondern mit sich selbst steuern kann. Auch 505 Games wagte den Schritt und veröffentlichte vor kurzem ein Fitness-Tanz-Spiel namens Zumba Fitness. Kann es mit Dance Central mithalten oder gehört es eher in die untere Schublade?
Eine Verschmelzung von Tanzspiel und Fitnesstrainer? Wie soll das denn gehen? Die Idee zu Zumba gibt es schon einige Jahre, sie wurde nicht erst mit diesem Spiel erfunden. Seit den 90er Jahren ist der Grundsatz von Zumba-Fitness Spaß an den Übungen zu haben, ohne seinen Körper megamäßig anzustrengen. Die Kombination aus Tanz und Fitness
ist eine gute Idee, man merkt so nicht direkt, dass man eigentlich ein Fitnessprogramm absolviert. Auch wenn man nicht tanzen kann, so kann man sich aber zu den Rhythmen bewegen. Der Effekt ist ein schöner Körper, oder diverse trainierte Zonen – so spart man sich das Fitness-Studio. In Amerika wurde es schnell zu einem Trend, viele Amerikaner konnten mit Zumba gar nicht mehr aufhören. Auch in Deutschland und mittlerweile vielen anderen Ländern gehört diese Art des Trainings mittlerweile dazu, es gibt viele Fitness-DVDs zu kaufen und eine große Anhängerschaft, die aus über 7 Millionen Fans besteht. Das ist auch einer der Gründe, warum 505 Games ein Spiel für Kinect rausgebracht hat. Doch funktioniert es auch gut, oder ist die DVD ausreichend oder gar besser? Diese Frage werde ich mit diesem Artikel klären.
Wie bei jedem Kinect-Titel muss man sich kurz vor der Kamera anmelden und schon kann es losgehen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn das Spiel fackelt nicht lange. Man legt sofort los und wird quasi ins kalte Wasser geworfen. Eine Frau tanzt uns am Bildschirm die Schritte vor, wir müssen sofort alles nachmachen. Die Farbe der Trainerin zeigt uns an, ob wir alles richtig oder falsch machen. Ist sie grün, so passt alles. Ist sie hingegen rot oder orange, dann sollten wir genau aufpassen, was wir falsch machen. Doch sie macht uns das immer und immer wieder vor,
bis auch der letzte Bewegungsdepp die Schritte so einigermaßen beherrscht. Leider bekommt man nicht gesagt, was man falsch oder auch richtig macht, es kommt lediglich ein: „Beweg deine Arme“ oder in dieser Form. So artet das Spiel bei den schwierigeren Übungen in ein Bewegungschaos aus, gut dass ihr mich beim Testen nicht sehen konntet – ich verschone euch auch mit einem Video!
Der Vorteil des Spiels besteht darin, dass man die Bewegung auch zeitversetzt machen kann und sie als richtig anerkannt werden. Ergo kann man sich erst mal alles in Ruhe ansehen und dann nachmachen. Bei den anfänglichen Tutorials tanzt man alles zuerst langsam, so dass man auch schön die verschiedenen Stile mitbekommt. Doch selbst hier erlernt man die Schritte nicht wirklich, da einfach die genaue Anleitung und Korrektur fehlt. Dummerweise ist auch noch alles in Englisch, daher wird es für den deutschen Raum von Haus aus schwieriger, wenn man nicht alles versteht. Bildschirmtexte gibt es übrigens gar nicht, man muss auf den Trainer hören.

Insgesamt lernt ihr im Laufe des Spiels neun verschiedene Tanzstile, unter anderem Calypso, Belly Dance und Salsa. Hat man dann nach stundenlanger Vorarbeit alle Tutorials durch, so kann man sich auf den Dancefloor begeben. Bei insgesamt 30 Songs kann man das Tanzbein schwingen und nebenbei auch noch Fitness machen. Egal ob man nun Profi oder Anfänger ist, das Spiel selbst hat für jeden etwas. Hat man alleine keine Lust oder braucht man jemanden, der einem in den Allerwertesten treten muss, dann kann man sich mit einem Freund zusammen tun. Bekanntlicherweise macht es zu zweit mehr Spaß. Hat man niemanden zur Hand, dann kann man bei Zumba einfach online gehen und sich einen Partner im Web suchen. Mit insgesamt bis zu acht Spielern macht es noch mehr Laune.
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