Dark Devotion

Dark Devotion

Publisher: The Arcade Crew, Maple Whispering Limited
Entwicklerstudio: Hibernian Workshop
Genre: Action
Sub-Genre: Souls-Like in Pixelart
Art: Midprice
Erscheinungsdatum: 25.04.2019

Dark Devotion   01.12.2019 von VanTom

Der Besuch einer Tempelruine kann ein kulturelles Highlight sein. Dies dachten sich sicher auch die Entwickler von Dark Devotion als sie auf der Suche nach einer spannenden Örtlichkeit waren. Anlässlich des Releases der Konsolenversionen hat sich Tempelforscher VanTom den Titel angesehen und berichtet von seiner Erkundung...

 

Nach dem Start empfängt Dark Devotion den neuen Spieler mit einem düsteren Intro, welches Templer und ihren Weg in den Tempel zeigt. An dieser Stelle wird schon klar, dass die Templer keine netten und heldenhaften Ritter sind, sondern bereit jederzeit für ihre Religion zu töten. Als letztes im Intro sieht der Spieler die Tür zum Tempel, welche dann direkt zum Startmenü überleitet. Hier sieht der Spieler dann die Heldin des Spiels, eine namenlose Templerin, vor der geöffneten Tür des Tempels. Daneben finden sich die üblichen Menüpunkte. So finde sich die Möglichkeit die Konfiguration anzupassen oder die beteiligten Entwickler anzuzeigen. Daneben findet sich aber auch die Statistik des Spielers. Wie oft ist der Spieler im Tempel gestorben oder wie viele Bosse wurden schon besiegt. Diese und weitere Informationen werden angezeigt.

 

Zu Beginn will sich der Spieler ja nicht lange aufhalten und startet direkt ein neues Spiel. Der Spieler findet sich als gut gerüstete Kriegerin im heiligen Tempel. Grafik erfolgt die Darstellung mittels 2D-Pixelart, was dem Spiel ein ganz eigenes Flair gibt. Neben einem Schwert und einem Schild, trägt die rüstige Dame eine Rüstung, sowie Pfeil und Bogen. Sie kann es also Feinde direkt aus der Nähe angreifen, aber auch sie zunächst mit den Pfeilen schwächen. Andere Templer machen mich darauf aufmerksam, dass es keinen Weg zurück gibt. Das klingt ja alles sehr einladend. Noch kann ich mir aber noch keinen Reim darauf machen. Ein anderer Templer erklärt mir, dass der Tempel schon immer als lebendig beschrieben wurde. Nach den ersten Schritten treffe ich schon auf den ersten Gegner. Das Spiel teilt mir mit, dass ich auf meine Ausdauer achten soll. Damit weißt es auch direkt auf einen wichtigen Punkt hin. Ohne Ausdauer sind keine aggressiven und defensiven Aktionen möglich. So muss der Spieler darauf achten, dass seine Ausdauer in einem Kampf nicht zu tief sinkt, da er sonst nicht mehr blocken oder ausweichen kann. So wird der Spieler nach und nach durch ein kleines Tutorial in die Spielmechaniken eingeführt. So erfährt er, dass es auch Krankheiten im Spiel gibt, welche negative Effekte auf den Spieler haben. So führt die Krankheit „Tiefe Wunde“ dazu, dass die Ausdauerregeneration verschlechtert wird. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Beten. Da es sich bei der Spielfigur um eine gläubige Templerin verfügt sie über einen Glauben. Dieser Glaube wird durch das Töten von Gegnern aufgefüllt. Im Tempel selbst finden sich verschiedene Orte an denen die tapfere Streiterin beten kann. Diese Altäre können heilen, Gegenstände zur Verfügung stellen oder auch Zugänge öffnen. Bei jedem Altar gibt es eine Zahl, welche anzeigt, wie viel Glauben für die Aktivierung verbraucht wird. Daneben finde sich im Spiel auch Zauberbücher, welche Glauben verbrauchen. Glaube ist also eine nicht unwichtige Ressource im Spiel. Als nächstes erfährt der Spieler, dass er Truhen im Spiel öffnen kann, in dem er sich vor sie kniet. Neben den genannten Waffen gibt es im Spiel Verbrauchsgegenstände. Diese können beispielsweise heilen oder die Rüstung reparieren. Später im Spiel finden sich aber ebenfalls zusätzliche Waffen oder Begleiter, welche Feinde attackieren können. Zunächst muss die Heldin aber eine Plattform in Bewegung setzen. Der Hebel dafür ist auf der anderen Seite und kann nur mit einem Pfeil erreicht werden. Somit weiß der Spieler, dass er nach Hebeln und Knöpfen Ausschau halten muss. Kurz danach wird meine Streiterin Zeuge einer Opferzeremonie, welche zum ersten Bosskampf führt. Das Kind des Limbus möchte meine Heldin gerne besiegen und bekommt somit den Stahl unseres Schwerts zu spüren. Nach diesem ersten Sieg treffe ich auf eine hochgerüstete Kriegerin mit einem langen Schwert, welche mich...erschlägt...meine Spielfigur ist sofort tot.

 

Das Spiel teilt mir mit: „Fürchte nicht, was dich stärker macht. Steh auf. - Deine Wallfahrt ist nun ein ewiger Anfang. Viel Glück.“

 

Viel Glück werde ich in diesem Spiel auch brauchen. Meine Heldin wacht in der Herberge der Unreinen auf. Leider ist ihr nicht ihre schicke Rüstung oder das scharfe Schwert geblieben. Tatsächlich trägt die Damen nur noch Lumpen und keine Waffen mehr. Ein Umstand, welcher das Überleben in der feindlichen Umgebung des Tempels nicht gerade erleichtert. Wenigstens scheint mir niemand in der Herberge feindlich gesonnen zu sein. So finde ich die verschlossene Bibliothek der Unreinen. Ich finde einen Altar, an dem ich Verbesserungen, für von Gegnern gesammelte rote Kugeln, erwerben kann. Ich finden einen weiteren Altar an dem ich Verbesserungen für die Werte Schaden, Glauben, kritische Chance und Ausdauer ansehen kann. Es gibt also in den Weiten des Tempels etwas um diese Werte zu steigern. Hier in der Herberge erfolgt nur eine Anzeige der aktuellen Werte. Zu Beginn also sehr überschaubar bei 0 alle Werte. Ich schaue mich weiter in der interessanten 2D-Umgebung um und finden einen Koloss, welche einen Amboss bearbeitet und mich bittet eine Truhe zu öffnen. Da ich ja eine charmante Frau spiele, komme ich diese Bitte nach und öffne die diskrete Truhe mit einem Ausrufezeichen. Durch das Öffnen dieser Truhe werden die ersten beiden Schmiederezepte verfügbar. Mein Charakter erhält einen rostiges Gladius und einen Holzwappen als Schild. Daneben finden sich weitere Templer mit denen ich reden kann. Interessant scheint ein Schriftgelehrter mit einem weiteren Rufzeichen über dem Kopf zu sein. Dieser nette Herr hat neben Beschimpfungen auch die erste Aufgabe für meine Heldin. Es sollen kleine graue Kreaturen ausgeschaltet werden, welche unter anderem von der Decke fallen. Das klingt lustig. Ich nehme es zur Kenntnis und schaue mich weiter um. Ich zögere nicht weiter und betrete das uralte Verlies.

 

Hier fällt mir als erstes auf, dass meine Figur gar nicht springen kann. Sie kann sich zwar in eine Richtung fallen lassen, aber über Lücken im Boden springen ist leider nicht vorgesehen. Hier muss dann eine entsprechende Plattform gefunden und aktiviert werden. Daran muss man sich als Spieler zunächst gewöhnen. Ansonsten sollte man seine Umgebung genauer im Augen behalten. Überall gibt es Falle...so fallen gerne mal Dinge von der Decke, welche einen umbringen wollen. Daneben gibt es ausreichend Monster und Gegner, die das gleiche Ziel haben. Hier können wir uns aber gut wehren. Grundsätzlich verfügt meine Heldin über einen Rüstungswert, z.B. 2, und einen Lebenswert, z.B. auch 2. Dies bedeutet, dass mich Gegner vier mal treffen dürfen, eh meine Figur stirbt und ich zurück zur Herberge geschickt werde. Zwei der Treffer würden gegen die Rüstung gehen, während zwei weitere Treffe meine Figur direkt treffen würden. Für beides gibt es Verbrauchsgegenstände, welche das Überleben im Spiel erst erlauben. So helfen Wickel bei Verletzungen und Rüstungsteile bei der Rüstung. Daneben kann die Heldin einen Schild tragen, welche das Blocken erlaubt. Dies kostet dann aber wieder Ausdauer. Daneben kann meine Templerin rollen, was einem Ausweichen gleichkommt. Damit können wir ernsthaften Angriffen entkommen. Neben den Monstern finden sich auch weiter Gegenstände in Truhen, bei Leichen und bei besiegten Gegnern. Es lohnt sich also alles zu durchsuchen. Dies hat aber leider auch einen Haken. Wenn die Templerin stirbt verliert sie alles, was sie bisher gesammelt hat. Selbst die tolle brennende Klinge ist verloren, wenn der letzte Lebenspunkt verloren ist. Eine Ausnahme bilden die Gegenstände, welche zu einem Schmiederezept werden. Diese kann die Heldin, nachdem sie gefunden wurden, wieder beim Schmied aktivieren. Dabei können aber nicht beide Waffenslots gefüllt werden. Es kann also immer nur eine Waffe mitgenommen werden. Daneben kann eben ein Schild oder ein Zauberbuch getragen werden. Dies kann z.B. zu sehr taktische Fragestellungen führen, wenn es darum geht mit welcher Waffenkombination gegen einen Bossgegner am besten gekämpft werden kann.

 

Bildergalerie von Dark Devotion (13 Bilder)

Diese Bossgegner finden sich verteilt in den Bereichen und haben alle unterschiedliche Tricks drauf. So gibt es einen Boss, welcher nur seine Schergen gegen mich kämpfen lässt, während eine Magierin sich mit einem Schutzschild gegen meine Angriffe schützt. Somit muss dieser Schutzschild zunächst gebrochen werden. Dagegen hat die nette Dame aber etwas. In jedem der vier Bereiche gibt es einen Hauptboss, welcher besiegt werden muss, um den nächsten größeren Bereich zu gelangen. Im uralten Verlies nennt sich dieser Gegner „Der Scharfrichter – Zertrümmerer des Fleisches“. Wer dieses Fleisch ist, kann sich sicher jeder denken. Jedenfalls ergibt es Sinn, sich die einzelnen Gegner genau anzusehen, um die einzelnen Angriffsmuster zu erkennen und entsprechend ausweichen oder angreifen zu können. Weiterhin finden sich in den Bereichen Teleporter, welche die sofortige Rückkehr ermöglichen. Diese müssen aber erst gefunden und aktiviert werden. Dabei ist aber nur der zuletzt Aktivierte aktiv. Neben den Teleportern finden sich auch uralte Tafeln, welche dazu dienen, die zuvor genannten vier Werte zu steigern. Dabei ist eine gefundene Tafel für einen Wert zuständig.

 

Der Spieler sollte alles durchsuchen. Dabei macht das Innere des Tempels einen bedrückenden Eindruck. Die Level sind interessant gestaltet und der Spieler hat einiges zu erforschen. Dabei muss aber auch klar sein, dass der Spieler in Räume in einem Lauf nicht mehr zurück kann. Türen verschließen sich hinter dem Spieler. Eine Rückkehr ist nur durch den vorzeitigen Tod oder einen Gegenstand möglich, der den Spieler zurück in die Herberge bringt. Daneben muss sich der Spieler zunächst dran gewöhnen, dass er keine Leiste mit Lebensenergie hat, sondern die einzelnen Lebenspunkte, welche abgezogen werden, wenn der Feind trifft. Hat man es aber durchschaut spielt sich Dark Devotion sehr interessant. Die Bossgegner zu beobachten und zu besiegen, kann zunächst eher frustrierend, aber letztendlich sehr befriedigend sein. Der Charakter verbessert sich, je mehr der Spieler weiterspielt und je mehr er im Spiel entdeckt. Dazu kommt die düstere Stimmung, welche durch die Musik noch verstärkt wird. Die Geschichte entfaltet sich anhand von Textfragmenten, welche in der Bibliothek gesammelt und dort betrachtet werden können. Allerdings erst, wenn der Bibliothekar gefunden wurde.



Cover & Bilder © The Arcade Crew - Hibernian Workshop - 2019, all rights reserved.


Das Fazit von: VanTom

VanTom

Dark Devotion ist ein Souls-like-Spiel. Der Spieler soll sterben und nicht alles überleben. Er soll die Bossgegner durchschauen und mit der richtigen Waffe töten. Dabei gehört auch das richtige Ausweichen und Blocken. Der Temple macht zunächst einen heruntergekommenen Eindruck, welches sich aber je nach Level ändert. Die Gegner werden schwerer und der Spieler gefordert. Wer ein einfaches Spiel sucht, sollte nicht Dark Devotion spielen. Wer aber eine Herausforderung sucht, ist hier genau richtig. Das Spiel fordert einen nächsten Versuch heraus... es nimmt aber erst langsam und nach und nach richtig Fahrt auf.


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positiv negativ
  • Schöne Pixelart
  • Dunkles Szenario
  • Viele verschiedene Waffen und Gegenstände
  • Teils sehr schwer
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