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Deep Star Six
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BEWERTUNG |
23.04.2026 von MarSDrei Jahre nach der Veröffentlichung des Science-Fiction Horrorfilms Deep Star Six - Das Grauen aus der Tiefe als Blu-ray im Keep Case spendiert Plaion Pictures dem trashigen Kultstreifen von Regisseur Sean S. Cunningham (Freitag der 13.) den Einstand auf 4K UHD. Genau die richtige Zeit, um uns die Blu-ray noch einmal genauer anzuschauen...
Um seine Forschungen zur Unterwasser-Kolonisation zu finanzieren, hat sich der Wissenschaftler Dr. John Van Gelder (Marius Weyers) dazu bereiterklärt, die US Navy beim Bau einer Untersee-Abschussrampe für Nuklearraketen zu unterstützen. Inzwischen ist man weit hinter dem Zeitplan, und die Zeit drängt, um die erhofften Forschungsgelder nicht doch noch auf den letzten Metern zu verspielen. Doch der Termindruck lässt das Team der "Deepstar Six" unvorsichtig werden, und es kommt, wie es kommen muss: Eine Sprengladung detoniert am falschen Ort, und öffnet dabei eine bislang unentdeckte Höhle im Meeresboden. Aus der steigt, entsprechend den Befürchtungen der Bordwissenschaftlerin Dr. Scarpelli (Nia Peebles), eine unbekannte Lebensform, die sich nach Jahren der Enthaltsamkeit direkt auf Beutefang macht. Und als wäre das noch nicht genug, droht die "Deepstar Six" nicht nur zu sinken, sondern auch der örtliche Reaktor steht nur wenige Stunden davor, sich in einer massiven Explosion zu verabschieden. Alle Hände voll zu tun für die elfköpfige Mannschaft, um lebend aus der Sache herauszukommen...
1989 scheint das Jahr der Unterwasser- und Creature-Filme gewesen zu sein. Neben dem klaren Favoriten The Abyss entstanden im gleichen Jahr auch noch Roger Cormans Lords of the Deep, Leviathan mit Peter Weller und Ernie Hudson, oder eben auch Deep Star Six, der von keinem geringeren als Sean S. Cunningham inszeniert wurde. So richtig erfolgreich war allerdings keiner der Filme, denn sogar James Camerons The Abyss war zunächst an den Kinokassen nicht unbedingt ein Kassenschlager. Eines haben die Werke aber ebenfalls gemeinsam: Alle wurden im Laufe der Zeit auf die ein oder andere Art zu Kultstreifen, zumindest aber konnten sie sich eine treue Fanbase aufbauen. Deep Star Six ist dabei einer der Filme, die zweifellos im B-Movie Bereich anzusiedeln sind, und vor allem durch ihren trashigen Charme, die sinnbefreite Handlung sowie das miserable Creature-Design aufzufallen wissen. Genau das macht Deep Star Six aber zum einen - wenngleich unfreiwillig - herrlich komisch, zum anderen unglaublich unterhaltsam. Dies wird von den teils deftigen Gewaltspitzen noch einmal unterstrichen, denn diese sind ganz im Gegensatz zum Design des Monsters handwerklich wirklich sehr gut gemacht, und dürften auch heute noch Gorehounds durchaus zufrieden stimmen. Nicht ohne Grund war Deep Star Six lange Zeit nur mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahren zu haben, bevor eine Neuprüfung im Jahr 2002 die überfällige Freigabe ab 16 absegnete. Interessanterweise gehen im Verlauf, ganz untypisch für ein Creature-Feature, die meisten Toten sogar auf das Konto von eigener Dummheit oder des ein oder anderen Unfalls, wogegen das Monster selbst nur wenig zu tun bekommt, und dementsprechend selten (und auch erst sehr spät im Film) überhaupt zu sehen ist. Dennoch, oder besser gesagt gerade durch die unsichtbare Bedrohung, gelingt es Deep Star Six hervorragend, eine fiese, beklemmende Atmosphäre aufzubauen, die zweifellos mehr zu fesseln weiß als der insgesamt eher schwache Spannungsbogen, der innerhalb der vorhersehbaren Geschichte ohnehin nicht allzu viele Chancen hat. Darstellerisch bleiben hier übrigens weniger die klischeebehafteten Hauptfiguren im Gedächtnis, sondern vielmehr Miguel Ferrer als psychisch labiler Techniker Snyder, der sich hier so richtig schön austoben darf.
Details der Blu-ray
Leider stand uns für unsere Kritik lediglich die Pressedisc der Blu-ray zur Verfügung, weshalb wir zur erstmals als 4K UHD veröffentlichten Fassung keine Angaben machen können. Die Blu-ray aus dem limitierten 4K UHD Mediabook entspricht hier den bisherigen Veröffentlichungen auf dem HD-Medium und erweist sich als durchaus gelungen, wobei vor allem die Schärfe sowie die Farbdarstellung in den Innenraumszenen zu gefallen wissen. Außerhalb der Station beziehungsweise unter Wasser wirkt das Bild dagegen deutlich schwammiger und unsauberer, und auch das feine analoge Korn ist in diesen Szenen deutlicher auszumachen. Die Tonspur liegt in einer DTS-HD 2.0 Abmischung vor und bleibt dementsprechend im vorderen Boxenspektrum platziert. Der Stereo-Ton wird hier allerdings klar und verlustfrei wiedergegeben, wobei die Sprachausgabe stets gut verständlich bleibt.
Für alle Interessierten: Die deutsche Synchronfassung bleibt weiterhin eine Nachsynchronisation der Uncut-Fassung schuldig, was bedeutet, dass die drei eingefügten Dialog- beziehungsweise Handlungserweiterungen mit einer Gesamtlaufzeit von etwa fünf Minuten weiterhin nur im englischen Originalton mit deutschen Untertiteln vorhanden sind. Cover & Bilder © Plaion Pictures Das Fazit von: MarS
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