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Elder Scrolls Online - Battle-Pass Season 0
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BEWERTUNG |
29.04.2026 von XthoniosNachdem 2025 Zenimax mit dem Content Pass die bisherigen Kapitel ablöste, folgt 2026 nun erneut eine Änderung. Elder Scrolls Online bekommt ein Battle-Pass-System und startet ab dem 02. April mit der Season 0. Frischer Wind oder der Todesstoss?
The Elder Scrolls Online vor dem Umbruch: Ein Blick auf den neuen Battle Pass und die Crossplay‑Pläne
Die Frage, die ich mir als Redakteur und als Spieler stellen muss: Schafft es ZeniMax mit dem erneuten Umbau und Einführung eines Battle-Pass-Systems das Spiel zu modernisieren ohne es in ein monitäres Fortschritts-Labyrinth zu verwandeln. Ein guter Vergleich wäre hier in meinen Augen Diablo 4.
Die Tamrielfolianten: echter Fortschritt oder Beschäftigungstherapie? Auf dem Papier klingt es erst einmal positiv: Season‑Fortschritt, Herausforderungen, Events, dazu ein kostenloser und ein kostenpflichtiger Pfad. Die Tamrielfolianten bieten ein zweigeteiltes Fortschrittssystem mit Belohnungen für saisonale Herausforderungen und limitierte Modi an. Neben dem kostenlosen System gibt es noch zwei Premiumvarianten: Einmal für 14,99 € und einmal für 29,99 € (pro Saison). Laut Zenimax soll es dabei nur Unterschiede bei kosmetischen Inhalten geben.
Das Ende der Login‑Belohnungen: Ein kleiner Satz mit großer Wirkung Die größte Änderungen, die die Spieler feststellten, dass die täglichen Anmeldebelohnungen entfallen sind, da sie in das neue Battle‑Pass‑System integriert wurden. Was bedeutet dies konkret für den Spieler?
Die täglichen Belohnungen waren in ESO eine einfache Routine: kurz rein, Belohnung abholen, vielleicht noch eine Quest – fertig. Vor allem für Casual Player war es eine schnellebige Aktion, ein paar kostenlose Gegenstände zu erlangen, auch wenn man keine Zeit zum Spielen hat.
Man muss sich also durchaus die eine Frage stellen: Ist das wirklich was Innovatives oder eine Art Spielzwang. Dabei bieten die Tamrielfolianten aber auch ein deutlich nützlicheres System als die täglichen Belohnungen. Wirklich gute Belohnungen gab es meist nur für jene Spieler, die wirklich jeden Tag den Login-Bonus beansprucht haben (Gold, Telvar-Steine, Allianzpunkte etc.).
Jetzt müssen zwar wöchentliche und saisonale Aufgaben erfüllt werden, die dann Foliantenpunkte gewähren. Mit diesen Punkten schalte ich dann etappenweise weitere Seiten frei, auf denen dann Belohnungen zur Verfügung stehen, die ich mit meinen Foliantenpunkte kaufen kann. Und die Auswahl an Gegenständen sind vielfältig: Tränke, Gold, Handelsbarren (Währung), Housing Items und auch neue Stile. Das System bietet also sowohl dem Casual Spieler wie auch den Vielspieler eine gute Auswahl an Belohnungen. Und das ist definitiv eine gute Entwicklung.
Führt der Battle Pass zum Ende von ESO Plus? Nachdem bereits mit dem Content Pass 2025 die ESO+ Vorteile geschrumpft sind und man sich gerade als Daily-Gamer fragen muss, ob die montatlichen 12,99 € es wirklich noch wert sind. Denn nachdem nun die DLCs im Spiel inklusive sind, stellten sich zahlreiche meiner Freunde und Mitspieler die Frage, wozu nun noch ESO+ im Endgame? Was das ESO+ Abonnement weiterhin bietet:
Wichtig ist, dass sowohl der Battle Pass wie auch ESO Plus laut Zenimax nicht zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft führen soll. Fraglich ist natürlich trotzdem, ob es fair ist, wenn jemand mit einem Abo schneller / einfacher an sein Ziel kommt, als jemand ohne.
Handelsbarren und der Goldküsten‑Basar: Eine neue Ökonomie mit Ansage Zenimax führt die neue zentrale Währung Handelsbarren ein: Sie kann in einem speziellen Shop genutzt werden, der Gegenstände aus dem Battle‑Pass‑Umfeld anbietet. Im Gegenzug fallen die klassischen im Event erspielten Ereignischeine und die Beschränkung der maximalen Anzahl weg. Die Handelsbarren kann sich der Spieler ab der ersten Saison dann über Events oder auch zum Teil als Belohnung aus den Tamrielfolianten erspielen. Die Handelsbarren bieten dem Spieler also eine deutlich bessere Planbarkeit. Was jedoch noch nicht zu 100% feststeht, ob es eine feste oder zeitlich begrenzte Verfügbarkeit im Goldküstenbasar geben wird. Die einheitliche Währung finde ich eine gute Neuerung und vielleicht werden auch die Schriebscheine ebenfalls integriert; lassen wir uns überraschen.
Zenimax verspricht Flexibilität beim neuen System Das neue Battle-Pass-System sei kein End-Zustand erwähnt Zenimax mit Hinblick auf das erneute Geschäftsmodellwechsel. Das kann jeder für sich selbst interpretieren, ob man hier davon ausgeht, dass Zenimax auf die Spieler hört und das Spiel im positiven Sinne weiterentwickelt, oder ob sie nur die Grenzen ausreizen wollen, welche Cash-Cow am besten funktioniert. Für mich ist nur wichtig: Solange es sich für mich gut anfühlt, lebe ich gern mit einigen Änderungen.
Die Vision und das große Ziel hinter dem System Mit dem neuen Battle-Pass kamen nur wenige Neuerungen hinzu. Üblicherweise erwarten die Spieler neue Kampagnen und Gebiete. All das fällt aus, lediglich der Nachtmarkt (ab dem 29.4.) verspricht eine Abwechselung. Die eingesparten Entwicklerressourcen hat Zenimax vor allem in ein Ziel investiert: Crossplay.
Der erste große Schritt und wichtige Neuerung, auf die Spieler seit Jahren warteten, war die Einführung von Add-ons. Denn ohne die wäre ein Crossplay zwischen PC und XBOX faktisch von vornherein gescheitert. Und nachdem Crossplay offiziell angekündigt wurde und sogar ein eigenes Team dran arbeitet, bleibt es abzuwarten, bis wann das umgesetzt wird. Warum ist Crossplay so wichtig? Wenn man die Zugriffszahlen und aktiven Spieler beobachtet, dann sieht man deutlich schrumpfende Zahlen. Das spiegelt sich dann auch im Endgame auf den Servern wieder. Immer weniger Progressteams und es fehlt an motiviertem Nachwuchs, der sich 2-3x die Woche stundenlang auf Errungenschaften stürzt. Und daher ist Crossplay ein wichtiger Meilenstein, um auch die Community und Spieler zu halten. Cover & Bilder © 2026 ZeniMax Media Inc. Trademarks are the property of their respective owners. All Rights Reserved. Das Fazit von: Xthonios
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Als langjähriger Spieler erwische ich mich bei The Elder Scrolls Online (ESO) aktuell bei einem widersprüchlichen Gefühl: Einerseits ist dieses MMO ein Veteran, der seit über einem Jahrzehnt beweist, wie langlebig eine Rollenspielwelt sein kann. Andererseits wirkt es 2026 plötzlich so, als müsse ESO sich neu erfinden, um im Live‑Service‑Zeitalter überhaupt noch „mitzusprechen“. Genau in diese Spannung platzte im Januar die Ankündigung der Tamrielfolianten (Tamriel Tomes) – einem Battle‑Pass‑System, das zusammen mit einer neuen Währung, einem neuen Shop und der Integration bisheriger Belohnungen den Alltag in Tamriel verändern soll.
Die Tamrielfolianten verwandeln diese Routine in ein Challenge‑/Pass‑System. Ich habe das bereits bei unterschiedlichen Spielen beobachtet, dass das Spiel psychologisch gesehen eine Art Druck aufbaut, um noch mithalten zu können. Denn aus „kurz mal reinschauen“ wird schnell „ich sollte meine Punkte/Challenges im Blick behalten“. Das kann motivieren, aber es kann auch Stress erzeugen, wenn ein Spiel als Zweitjob ausartet.
Zenimax behält also bewusst an dem ESO+ fest und integriert ein paar weitere Boni, um die Spieler weiterhin zu halten. Für mich ist vor allem der Handwerksbeutel, die Kronen und der Einrichtungsspeicher einfach der klare Mehrwert. Jeder der sich mit den Handwerken und dem Sammeln von Materialien auseinandersetzt, der kommt an dem Handwerksbeutel fast nicht vorbei. Wer kein Housing betreibt, kann auf den Einrichtungsspeicher verzichten und die 10% mehr Erfahrung sind spätestens ab CP 1800+ nahezu sinnfrei.


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